Sonntag, 1. Juli 2018

Mehr Eindrücke

Das hier sah mir nach echtem Optimismus aus: das Gaslager unseres Campingplatzes. Da werden auf der einen Seite die vollen Gasflaschen gestapelt und auf der anderen Seite die leeren. (Anmerkung der Redaktion: Warmwasser und Kochen im Mobilehome funktionieren mit Gas)

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Und sicherheitshalber muss da auch ein 1.5-Kilo-Feuerlöscher hängen … Der bringt sicherlich was, wenn es den halben Campingplatz nicht mehr gibt …

Das Wetter war heuer leider nicht sooo gut; wir hatten öfters Wolken am Himmel :-)

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Das hier ist der Strand am Campingplatz.

Ein “Muss” in Korsika ist Gumpenbaden. Dabei handelt es sich quasi um “Verdickungen” im Flusslauf.

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Und weil die Flüsse in Korsika zwangsläufig kurz und steil sind (weil die Insel nicht groß aber hoch ist), ist das Wasser wunderbar klar:

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(und mir persönlich war’s auch ein bissel zu kalt zum Baden).

Sonntag, 24. Juni 2018

Mobile Home FTW

Wenn man mit Corsica Ferries fährt, kriegt man “auf magische Weise” während der Überfahrt einen Aufkleber verpasst. Es lohnt sich also, die Heckscheibe im Fährhafen noch ein bisschen zu putzen, wenn man möglichst lange Freude an dem Kleber haben möchte.
Ich hatte mich ja insgeheim schon auf einen “Corsica Ferries 18”-Kleber gefreut, aber nichts da:

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Dieses Jahr gab’s einen Jubiläumsaufkleber :-)

Von der Fähre runter sind wir dann gen Süden gefahren, zu unserem Campingplatz. Wegen unserer guten Erfahrungen haben wir wieder auf dem Marina d’Erba Rossa gebucht. So ein Campingplatz hat gegenüber einer Ferienwohnung in erster Linie infrastrukturielle Vorteile. Neben einer Ferienwohnung gibt es eben meist keinen Laden, keinen Bäcker und keinen großen Pool. Und man kriegt in der Ferienwohnung auch kein Bändele, mit dem man daheim angeben könnte …

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So sieht so ein so genanntes Mobile Home aus. Genau das hier haben wir gebucht.

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Es hat innen drin drei Schlafzimmer, zwei mit zwei Betten, eins mit Doppelbett, ein Klo, ein Bad und eine Wohnküche. Definitiv genug für zum Übernachten und als Basisstation für Ausflüge. “Mobile” heißt es, weil man es theoretisch bewegen könnte. Rechts im Bild ist eine Deichsel mit Kugelpfanne und wenn man die Holzterrasse wegreißt, dann sieht man auch Räder. Praktisch werden die Dinger vermutlich nur ein einziges Mal bewegt: vom Transporter herunter an den finalen Stellplatz. Dort bekommen sie dann einen festen Wasserzu- und Abfluss sowie Strom.
Den Grill (er versteckt sich etwas zwischen zwei Pappeln) mussten wir natürlich direkt am ersten Abend einweihen. Das Ergebnis spricht für sich:

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So viel wie wir dort gegrillt haben, grille ich daheim in zwei Jahren nicht.

Ein (in meinen Augen) großer Pluspunkt vom Campingplatz Marina d’Erba Rossa ist der umliegende Mini-Zoo-Bereich. Auf dem Platz laufen (und fliegen!) einige Pfauen frei rum, die während der Pfingstferien in Hochstimmung sind. So schön die Jungs aussehen, so grauslich klingen sie leider - auch schon morgens bei Sonnenaufgang …

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Außerdem gab’s noch eine kleine Herde (?) Vogel Strauße (?) (deren Rufen geht unter die Haut!), Ziegen, Känguruhs, eine Rotte Wildschweine, einiges an Schwanen- und Entengetier, Buckelrinder und Wasserschildkröten. Man kann also wirklich schon von einem Zoo sprechen.

Samstag, 23. Juni 2018

Erste Rate

Ich habe es ja neulich schon versprochen, dass ich euch ein paar Fotos von Korsika zeigen werde. Und natürlich kann ich dann auch noch was dazu erzählen.
Also, drauf los!

Wir sind am ersten Pfingst-Ferientag (Samstag) direkt losgefahren, um unsere Nachtfähre in Savona (das ist ein bisschen links von Genua) zu erwischen. Dummerweise hat just am Vortag ein Bus aus Westheim (bei Aalen, nicht weit von hier) im San Bernardino-Tunnel gebrannt. Deshalb war der Tunnel gesperrt, und wir mussten über den Pass fahren. In den Nachrichten wurde geraten, die Ausweichroute über den Gotthard zu nehmen - dort gab es in der Folge einen der längsten Staus seit Menschengedenken. Wir sind da mit ein wenig über zwei Stunden Verzögerung noch ganz gut weg gekommen.

Die Anreise nach Korsika ist insbesondere auch für die Kinder spannend, denn man fährt durch fünf Länder. In Deutschland geht’s bis Lindau, dort kauft man das Österreicher und das Schweizer Pickerl. Dann geht’s weiter durch den Pfändertunnel (Österreich), bei Mäder wechseln wir auf die andere Seite des Rheins (und ins nächste Land, in die Schweiz). An Liechtenstein vorbei werden die Berge dann immer größer. Dann kommt der San Bernardino-Pass, der heuer grau-regnerisch verhangen und noch gut voll mit Schnee war. Auf der anderen Seite des Berges geht’s dann wieder runter, ins Tessin (dort sprechen die Schweizer Italienisch) und dann in Como über die Grenze nach Italien.
In der Po-Ebene hat uns dann auf Höhe von Mailand ein Platzregen erwischt:

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Kurz, heftig, erfrischend!
Weiter geht es dann an Reisfeldern vorbei bis zur Überquerung des Küstengebirges (mit welchem ich bei unserer ersten Fahrt nach Korsika überhaupt nicht gerechnet hatte). Dieses mal haben wir nicht Moby Lines sondern Corsica Ferries gebucht. Deshalb mussten wir nicht nach Genua sondern nach Savona fahren; dort ist der Heimathafen von Corsica Ferries.

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Fährhäfen sind mir übrigens ein vollkommenes Gräuel, was die Anfahrt angeht. Denn Fährhäfen haben ob ihrer Größe keine Navi-taugliche Adresse, und Hafenstädte haben oftmals mehrere Häfen: einen für Passagierschiffe, einen für Yachten, einen für Fracht, einen für Fähren, und und und.
Aber wir haben den Fährhafen (Profitipp: das heißt auf Englisch “Terminal Traghetti”) von Savona nach ein paar Irrungen doch noch (und durchaus rechtzeitig) gefunden. Nun war Warten angesagt, auch für den Wau.

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Aber: Unsere Fähre kam einfach nicht.
Sie war um 23:00 Uhr noch nicht da.
Und sie war auch um 23:50 nicht da (als wir eigentlich hätten abfahren sollen).
Und um 0:30 auch noch nicht.
Aber dann kam eine Fähre um die Ecke, hat kurz mal eben rückwärts eingeparkt (Foto), ihren Inhalt aufs Kai entladen und wir mussten schnellschnell reinparken.

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Das Parken in Fähren ist nebenbei bemerkt nichts für ängstliche Naturen, denn die Betreiber legen sehr viel Wert auf maximale Platzausnutzung (also minimale Parklücken).
Wir haben dann erst um 1:38 abgelegt.

Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass sich die fast zwei Stunden Verspätung auch als entsprechende Verzögerung bei der Ankunft zeigen würden, aber da hatte ich mich zu früh gefreut. Unser Kapitän hat über Nacht offenbar mächtig Gas (oder Diesel oder Schweröl) gegeben, so dass wir zur normalen Uhrzeit (etwa 6:30 Uhr morgens) in den Hafen von Bastia sind. Die Kapitäne wecken die Passagiere übrigens äußerst rechtzeitig (in unserem Fall um kurz nach 5 Uhr), sodass die Kabine (sofern gebucht) noch geräumt sowie das (nicht gerade preiswerte) Bordcatering beehrt werden kann. Das Plus daran ist freilich, dass man den Sonnenaufgang mitbekommt:

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Das Inselchen auf dem Foto links von der Sonne ist übrigens nicht Korsika (das liegt ja beim Sonnenaufgang grade in der anderen Richtung) sondern eine Insel mit dem Namen Capraia, die zu Italien gehört.

Und wer den Text vom Anfang noch im Ohr hat: Korsika ist dann das fünfte Land der Reise, formell zu Frankreich gehörig.

Sonntag, 17. Juni 2018

Sichelmondsichel

Am Freitag Abend so, der Blick aus dem Wohnzimmerfenster:

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(zugegeben: ich hab da per Bildbearbeitungsprogramm ein paar Stromleitungen rausdiskutiert)

Sonntag, 10. Juni 2018

Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erzählen.
Da fährste hunderte von Kilometern, über Berg, durch Tal und über’s Meer, durch fünf Länder, dann gehst dort in den Supermarkt und kaufst dir einen Brotaufstrich, den es in Deutschland nicht gibt:

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Und dann schaust dir das Gefäß genauer an und entdeckst das hier:

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“Conditionée en Allemagne”. “Abgefüllt in Deutschland”.
Muss ich direkt mal schauen, ob’s das Zeugs auch hier zu kaufen gibt, denn es schmeckt tatsächlich besser als das vom Marktführer.

Exakt dasselbe ist mir übrigens mit dem Pulver zur Herstellung eines kakaohaltigen Getränks auf Milchbasis passiert. Das war auch aus Good Old Germany.

Samstag, 9. Juni 2018

Doch doch!

Ja, mich gibt es noch, und auch die Kommentarfunktion gibt es trotz DSGVO noch!
Ich komm grad nur nicht wirklich zum Bloggen, weil ich unter Anderem unseren Korsika-Pfingsturlaub noch am Nachbereiten bin:

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Die “technisch inakzeptablen” Bilder (verwackelt und so) hab ich dabei sogar schon eliminiert.

Kann ich euch ja mal was von zeigen, wenn ich damit durch bin.

;-)

Donnerstag, 17. Mai 2018

Marderschaden

Da mach ich die Tage wie immer morgens das Vesper für die Schulkids. Also schön Käse und Butter und Gurke und Paprika und Frischkäse und Veggiebelag und Hinterkochschinken und Blattsalat aus dem Kühlschrank befreit. Dann ein halbes Sechskornbrot in Scheiben aufgeteilt (es beeindruckt mich jedesmal neu, was für immense Mengen Brot ich für eine Runde Vesper und Frühstück brauche) und munter drauflos geschmiert.
Dann ist mir der Butter (wegen des Genus’: wir sind hier in Hohenlohe-Franken) ausgegangen und ich habe das nächste Päckchen aus dem Kühlschrank geangelt.
Und was muss mein morgendlich-müdes Auge entdecken?

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Marderschaden
;-)

Die Seife im Klo sieht übrigens ähnlich aus, aber da hat der Verursacher nicht “durchgezogen” sondern nur mal kurz die Zähnchen versenkt …

Imitationsdefekt

Kinder lernen durch Imitation, insbesondere durch Nachahmen der Tätigkeiten ihrer Bezugspersonen, was wohl meist die Eltern sind.
Füße auf den Tisch legen? Ruckzuck verinnerlicht.
Fernseher anmachen? Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden können das die Kinder auch.
Das Tablet entsperren? So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie die Kids das drauf hatten.
Aufs Fahrrad aufsteigen? Ein paar Tage und los geht’s.

Aber nicht ein einziges meiner Kids hat bisher “Tisch abputzen” oder “Spülmaschine ausräumen” oder “Boden kehren” nachgemacht. An den motorischen Fähigkeiten liegt es sicher nicht.
Ob wohl für solche Tätigkeiten der Imitationsinstinkt defekt ist?

Samstag, 12. Mai 2018

Schwarzes Schaf

Hab vorhin unser “schwarzes Schaf” geknippst, im Kreßberger Outback, kurz vor der Grenze zwischen Deutschland und Bayern (die ist auf diesem Bild):

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Außerdem haben wir gesehen: mehrere Hasen, viele Schmetterlinge (hauptsächlich Zitronenfalter), Milane, einen Habicht oder Bussard (der vor einer ziemlich sauren Krähe floh) und mehrere Falken.

Dienstag, 8. Mai 2018

Back again

In unserer Schule hat man mich zum Photo-Chronisten bestimmt, und da ich gerne Fotografieren können möchte, sind das immer gute Gelegenheiten zum Üben. Ich bin ein großer Fan von Available-Light-Photography (also Fotografieren ohne Blitz) und somit auch von Objektiven mit großer Lichtstärke. Meine beiden Lieblingsobjektive sind bislang mein Canon 50mm f/1.4 und mein (leider defektes) 90mm f/2.8 Tamron. Die Arbeit mit Festbrennweiten hat aber auch so ihre Nachteile, denn man muss den Bildausschnitt mangels Zoommöglichkeit „erlaufen“. Deshalb war es schon lange mein Traum, ein lichtstarkes Zoomobjektiv anzuschaffen. Und zwar keine „Telekanone“ (wobei das definitiv auch sehr geil wäre), sondern eben ein Objektiv für zum Leute knippsen.
Mehrere Jahre habe ich nun gespart, um mir ein Vierundzwanzig-Siebzig (24-70) kaufen zu können. Für Nicht-Fotografen: das ist ein so genanntes Standard-Zoomobjektiv, welches hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) für Portraitfotografie eingesetzt wird. Es hat als kleinste Brennweite 24mm und als längste 70mm; also quasi so ähnlich wie ein Kit-Objektiv (18-55), das ein wenig in Richtung Tele verschoben wurde.
Wenn man sowas in „Lichtstark“ haben möchte, gibt es „das Original“ von Canon, als 24-70 f/2.8 L II für deutlich oberhalb von 1700 €uro. Von Sigma gibt es eins, aber eben auch eins von Tamron. Und weil ich bisher (bis auf den Defekt meines 90ers eben) nicht wirklich schlechte Erfahrungen mit Tamron gemacht habe, habe ich mich für das 24-70 f/2.8 von Tamron entschlossen, wohlgemerkt, noch die Vorgängergeneration und nicht das aktuelle Objektiv mit dem Suffix G2.
Nach Erhalt meiner „Megascherbe“ (wie ich das Objektiv inzwischen nenne) habe ich sie auch gleich auf meine Kamera montiert. Im Vergleich dazu sieht mein 50mm f/1.4 geradezu lächerlich aus, wie das Foto zeigt.

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Leider wurde meine Freude erstmal dadurch getrübt, dass mein „neues Schätzle“ den Akku meiner guten alten EOS innerhalb von zwei Tagen leer gelutscht hat. Und zwar unabhängig davon, ob ich die Kamera am Hebel ganz aus gemacht habe oder ob sie im Power-Save-Modus war (das ist bei mir eigentlich der Normalzustand). Ich habe also Tamron angemailt und die haben mir ganz unbürokratisch einen Retoure-Zettel geschickt und das Objektiv repariert. Nach Austausch von Elektronik und VC (das ist der Anti-Wackeldackel von Tamron) ist die Megascherbe wieder bei mir (an dieser Stelle wären wir also beim Titel dieses Beitrags) und tut auch auf meiner Kamera wunderbar ihren Dienst.
Freu!

Ich muss mich aber noch ein wenig an das Gerät gewöhnen, denn das Objektiv wiegt geschätzt 3x soviel wie mein Kamerabody. Ich ertappe mich dabei, zu vergessen, dass ich nun Zoomen kann :-) und bei der Nachbearbeitung fiel mir auf, dass es in den Fotos auf einmal Ballen- und Kissenverzerrungen gibt (das kannte ich von meinen Festbrennweiten nicht).

Aber das wird schon noch, denke ich!

Hier mal ein Pfau vom Sonntag vom Vogelpark an der Villa in Crailsheim, mit butterweichem Bokeh:

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Update: Imaging Ressource zum Thema :-)

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