Sonntag, 10. August 2025

Otserom, anyone?

Ich hätte da was, für Leute, die schon alles haben: legt euch doch mal ein Otserom zu!

Das Wort besteht aus zwei Teilen. Das “Ot” steht für “Ohr”, und “Serom” meint eine “Ansammlung von wässrigem Exsudat in einem nicht vorgebildeten Gewebshohlraum”. Genau das bedeutet’s und entsprechend wird das Wort auch so ausgesprochen: Ot-Serom.
Otserome sind offenbar recht selten; zumindest kenne ich niemanden, der auch schon mal eins hatte. Weit häufiger sieht man dem Vernehmen nach Othämatome. Das sind grob gesagt Blutblasen am Ohr; Boxer und Ringer haben sowas immer mal wieder.

Üblicherweise holt man sich ein Otserom durch “stumpfe Verletzungen”, ich bin mir aber recht sicher, dass ich mit niemandem geschlägert habe. Wahrscheinlich habe ich mein Ohr beim Aufsetzen des Motorradhelms beleidigt.

Auf jeden Fall war mein Otserom recht groß, und da hilft Punktieren (hat der HNO-Arzt gemacht) nur kurzfristig. Also machte ich mich auf, um zum ersten Mal in meinem Leben einen Operationssaal als Patient zu besuchen.

Die Chirurgin hat mir ein Knorpelfenster und mehrere Matratzenstiche verpasst. Letztere sollen die durch das Serom losgelöste Haut und den Knorpel dazu animieren, wieder eine ordentliche Verbindung miteinander einzugehen.

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Der Eingriff war kurz aber leider nicht ganz schmerzlos, denn die lokale Anästhesie hat zum Ende des Eingriffs ziemlich schlagartig nachgelassen. Aber ich habe überlebt!!11!!!

Mit Schwimmen gehen ist jetzt halt wieder nix. Manchmal ist es wie verhext. Erst der Zeh (der immer noch nicht ganz gut ist), jetzt das Ohr. Mal sehen, was heuer noch kommt 😉

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