Donnerstag, 11. Juni 2015

Santa Giulia und Flugshow

In so gut wie jedem Reiseführer gibt es Fotos vom Plage de Palombaggia. Weil der doch so toll sein soll. Zugegeben, ich kann dazu nichts sagen, weil ich mir den Strand von Palombaggia nicht selbst angeschaut habe.
Aber wir waren am Strand von Santa Giulia, und der lässt sich in seiner karibischen Anmutung irgendwie nicht so richtig toppen:

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Am Folgetag kam meine Familie irgendwie nicht in die Pötte und es wurde wieder ein Pooltag. Ich habe mir die Zeit damit vertrieben, Düsenjäger zu knippsen. Denn etwas südlich von Ghisonaccia befindet sich die Militärbasis 126, und die hatten ein Fest organisiert:

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Da flog so einiges über unseren Köpfen rum, zum Beispiel auch diese hier:

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Und auf dem Campingplatz sah es wegen der vielen Piloten und Fallschirmspringern aus wie bei Top Gun.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Kaputt und Fium’Orbu

Dann habe ich einen Tag Pause von allem gemacht und bin nicht aus dem Bett. Vermutlich ein SRS-Anfall (Stress Relief Syndrome).
Tags darauf war alles besser und wir haben eine kleine Tour durch den wilden Fium’Orbu gemacht. Die D344 hoch bis Ghisoni war schon deutlich abenteuerlich mit unserem großen Wagen (ja, ich weiß, dass es auf Korsika auch noch gaaaaanz andere Straßen gibt)

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In Ghisoni haben wir ein lecker Eischen aus Porto Vecchio gegessen, den Neptun-Brunnen bestaunt und festgestellt, dass wir eigentlich falsch gefahren sind.
Weil eigentlich wollten wir schon auf halbem Wege links abbiegen um nach Pietrapola zu den heißen Quellen zu kommen.
Wir sind dann von Ghisoni aus wieder zurück gefahren und nach Pietrapola abgebogen, nur um festzustellen, dass die Therme (offenbar dauerhaft) geschlossen ist. Also sind wir runter zum Fluss getingelt und - siehe da! - dort läuft quasi das “Abwasser” der Therme! Schöne warme Pfützen mit leichtem Schwefel-Odeur und Fröschen (und Strempferskindern) drin!

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Dienstag, 9. Juni 2015

Gumpen Jumpen und korsisch Vesper

Tags darauf haben wir einen “Geheimtipp” aus unserem Reiseführer ausprobiert, die Gumpen des Bucatoggio. Die Anführungszeichen rühren daher, dass dort ziemlich viel los war. Wahrscheinlich lag’s daran, dass der Reiseführer beim Buchversand grade Platz 1 bei den Korsika-Schinken ist.
Auf dem Foto sieht es vielleicht nicht so aus, aber dieser Wasserfall hat gut und gerne 5 Meter und macht ganz schön Krach!

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Zurück vom Gumpen Jumpen und dem Wasserfall haben wir ein paar korsische Sachen käuflich erworben und uns einverleibt.

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Strandtag

Am nächsten Tag haben wir einen Strandtag eingelegt. Die Kids sind zwischen Pool und Meer gependelt. Ich habe mich derweil mit der Kamera herumgetrieben und unschuldige Insekten geschossen. Zum Beispiel diese korsische Biene, die sicherlich zu dem formidablen korsischen Honig beigetragen hat, den wir uns zum Frühstück immer aufs Butterbaguette geschmiert haben.

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Diese Heuschrecke habe ich nur gesehen, weil sie mir quasi vors Objektiv gehüpft ist. Mimikry at its best!

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Montag, 8. Juni 2015

Tag 1

Wir haben für die Hinreise eine Moby-Übernachtfähre gebucht. Die fährt um 22:00 Uhr in Genua los und kommt am nächsten Tag um 7:00 Uhr in Bastia an. Dafür fährt sie extra langsam.
Wenn man dann morgens die Kamera über die Reling hebt und einfach dumm ein paar mal auf den Auslöser drückt, kann man auf den geschossenen Fotos beispielsweise sowas sehen, nämlich die Nordspitze von Korsika:

korsika_am_morgen.jpg

Nach dem “Débarquement” sind wir dann noch gut zwei Stunden von Bastia nach Ghisonaccia gefahren.
Die Anreise von Kreßberg nach Korsika dauert auf diese Art also knapp 24 Stunden - ein Flug in die Karibik ist schneller …

Wie immer haben wir feste an unserem Credo “Think Global - Drink Local” gearbeitet. Das einheimische Pietra-Bier hat es uns aber auch nicht allzu schwer gemacht … Neu für mich war, dass es Bier auch in Flaschen mit Sektkorken und Bügel-Wiederverschluss gibt:

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Anreise

Hier kommen zwei Fotos vom Anreisetag. Nämlich eins von unserer Hinwärts-Fähre, der Moby Drea:

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Und eins vom Heck der Fähre runter mit Blick auf das hier weitgehend harmlos aussehende Genua.

korsika_anreise_genua_by_night.jpg

Fotos aussortieren ist schon ein ziemlich undankbarer Job.
Ich mache das mit einem mehrstufigen Ansatz. Erstmal werden alle Fotos auf den Rechner kopiert, weil auf dem kleinen Display der Kamera sieht man ja reichlich wenig. Dann fliegen erstmal alle “handwerklich schlechten” Fotos raus. Das sind also die, die verwackelt sind oder bei denen der Fokus irgendwo ganz anders liegt oder die komplett falsch belichtet sind.
In einem zweiten Durchgang schmeiße ich dann Dubletten raus und die Fotos, die ästhetisch nicht passen. Wenn ich für eine Szene also ein paar Mal auf den Auslöser gedrückt habe, gewinnt davon eins. Wenn ein Bild nur eine nackige Mauer ohne was besonderes zeigt oder wenn ich erst überlegen muss, was ich da eigentlich knippsen wollte, dann ist ein Bild auch ein Abschusskandidat.

Bei der ersten Durchsicht habe ich nun erschreckend wenig verwackelte / unscharfe Bilder gefunden - umso schwieriger werden also die weiteren Sichtungsstufen. Ich bitte um Geduld!

Samstag, 6. Juni 2015

Danke, Österreichische Bundespolizei!

Die letzen paar Tage waren wir urlauben auf einer Insel im “Mittelmehr” - genauer gesagt, am “Dreimeereseck” zwischen dem Ligurischen, dem Thyrrenischen und dem Balearen-Meer.

Kurzfazit: Korsika ist echt schön!
;-)

Ich werde ob der schieren Menge der geschossenen Fotos sicherlich noch einige Zeit mit Sichten und Sortieren verbringen. Und dabei haben wir gar nicht sooo viel unternommen. Ein paar davon werde ich sicher auch hier im Blog zeigen.

Was ich an dieser Stelle auf jeden Fall noch loswerden wollte, ist ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an die Österreichische Bundespolizei!
Weil das war nämlich so:
Nachdem uns am Donnerstag Abend um 18.00 Uhr das Festland wieder hatte und wir durch die “Pöbene” (Po-Ebene, Anm. d. Red.) über Mailand, Lugano, Bellinzona und den San Bernardino (dank nächtlicher Tunnelsperrung sogar den echten San Bernardino!) gefahren waren, sind wir links an Liechtenstein vorbei. Von Deutschland trennt einen an dieser Stelle nur noch ein kurzes Stück Österreichische A14 mit Pfändertunnel bis Lindau. Und auf dem Parkplatz nach dem Pfändertunnel hat besagte Bundespolizei mitten in der Nacht eine Pickerlkontrolle gemacht. Und die nachtarbeitenden Beamten haben sich unser Pickerl angeschaut (es war zu diesem Zeitpunkt schon Freitag, der 5. Juni) und haben befunden, dass unser 10-Tages-Pickerl vom 24. Mai noch in Ordnung geht und haben uns weiterfahren lassen.
Sehr nett!

Sonntag, 24. Mai 2015

Mist

Da guckt euch den gelben Kringel an:

mist_20150524.png

(Quelle der Karte: Brilliant Maps - Countries with the most venomous animals)

Ich werde berichten.

Montag, 18. Mai 2015

Die Rettung der Dübel

Wer auch nur minimalst heimwerkerisch unterwegs ist, kennt sie: Dübel.
Und dann gibt’s auch gute Chancen, dass man schonmal einen Dübel beim Versenken “vergrießgnaddelt” hat, weil beispielsweise der Hammer zu klein war. Das sieht dann vielleicht etwa so aus:

duebel_1.jpg

Aber trotzdem kriegt man noch was flach an die Wand geschraubt, wenn man die Situation irgendwie retten kann. Zum Beispiel mit einem Bastelmesser oder einem gut geschärften Stemmeisen den überstehenden Rand abschneiden oder so.
Aber tatsächlich funktioniert dieser Trick hier auch ganz gut (vorausgesetzt, das Loch in der Wand ist tief genug!): Man setze eine Schraube so ein bis drei Umdrehungen weit an. Dann klopfe man auf den Schraubenkopf.

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Das müsste (wie gesagt, sofern das Bohrloch tief genug ist) dazu führen, dass der Dübel sich vollends in die Wand verzieht:

duebel_3.jpg

Et voilà: Bündiges Montieren kein Problem!

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Samstag, 9. Mai 2015

Sectio Corsarea

Neulich habe ich mal wieder meinen Spritzwasserbehälter am Auto aufgefüllt. So richtig schön randvoll.
Ein paar Tage drauf hab ich dann am Hebel gezogen, und aus den Düsen kam nicht wirklich viel. Also habe ich eine Druckluftpistole bemüht und damit ein wenig in die Düsen reingehustet.
Cool, dann ging das mit dem Scheibe-Saubermachen wieder einwandfrei.

Weil dann ein paar Tage lang gutes Wetter war, hat mich das Spritzwasser auch nicht mehr wirklich interessiert, zumal ich dachte, alles wäre nun gut.
Dann kam aber der Tag, an dem ich bei Nieselregen von der Arbeit heim gefahren bin und aus meinen Spritzwasserdüsen kam — nichts.

Daheim habe ich mich direkt mit Werkzeug bewaffnet, mit dem festen Vorsatz, dem Problem auf den Grund zu gehen. Und das ging dann so ab:

  • Die beiden Scheibenwischer abbauen (Deckel hochheben, Mutter entfernen, ein paar leichte Schläge mit dem Hammer auf den Konus)
  • Motorhaube auf
  • die lange, dicke Gummilippe vom Blechfalz heben
  • die beiden großen Kunststoffabdeckungen abbauen. Die haben je links und rechts und in der Mitte eine Torx-Schraube. Dabei auf den Wischwasserschlauch aufpassen.
  • die beiden Schrauben, die das Wischergestänge halten (links und rechts), wegschrauben, elektrische Verbindung zum Wischer lösen
  • das Wischergestänge herausfädeln, Achtung mit dem Dorn etwa in der Mitte des Gestänges

Nun kommt man endlich ordentlich an den Spritzwasserbehälter samt Pumpe dran und kann (nach Lösen des Steckers) das gute Stück rausheben.

Ich habe den Behälter zuerst mal in ein anderes Gefäß entleert (er war ja frisch aufgefüllt, wir erinnern uns) und die Pumpe aus ihrem schwarzen Gummistopfen im Behälter herausgelupft. Ein bisschen Druckluft zeigte, dass der Schlauch und die Düsen einwandfrei funktionierten. Die Pumpe habe ich an ihren Stecker angeschlossen und testweise meinen Wischerhebel betätigt — auch hier keinerlei Probleme.
Das umgefüllte Spritzwasser sah eigentlich auch unauffällig aus. Nun war ich ein wenig ratlos. Bis ich mir den schwarzen Gummistopfen nochmal angeschaut habe. Weil, so dachte ich, wenn man von oben reinschaut, müsste man ja eigentlich den Boden des Spritzwasserbehälters sehen. Dem war aber nicht so.
Also habe ich auch noch den Gummistopfen aus dem Behälter gezerrt — und siehe da! Der Gummistopfen ist beim Corsa C gleichzeitig ein Fremdkörpersieb! Und das war dicht.
Aus irgendeinem Grund hatte ich (vielleicht durch das Mischen von zwei verschiedenen Scheibenreinigermittelchen?) eine glibbrige, kleisterähnliche Masse im Spritzwasserbehälter.
Die Lösung gestaltete sich von dem Moment an recht schlicht: mehrmaliges Fluten und Ausleeren des Behälters, und der berühmt-berüchtigte “Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge”.
Beim C-Corsa sollte man dabei an ein paar Punkten Vorsicht walten lassen:

  • der Zusammenbau ist eine gute Gelegenheit, den unteren Rand der Frontscheibe mal zu putzen. Achtung mit dem U-Profil an der unteren Glaskante!
  • zuerst den Spritzwasserbehälter samt Pumpe einbauen; elektrisch und hydraulisch (zumindest den Heckwischer, rechts) anschließen
  • Scheibenwischergestänge einfädeln (auf den Dorn aufpassen) und festschrauben
  • beim Einbau der schwarzen Abdeckungen darauf aufpassen, dass die Kante an der Windschutzscheibe sauber von der Abdeckung umfasst wird
  • nicht vergessen, den Schlauch für die vorderen Wischwasserdüsen an die Pumpe (links) anzuklemmen!

Nun dachte ich, ich könnte mein altes Spritzwasser recyceln und habe mir (für den Fall, dass da noch Glibberzeugs drin ist) einen Trichter mit Feinsieb geschnappt. Der war aber tatsächlich innerhalb von Sekunden so dicht mit Glibberzeug, dass ich das alte Spritzwasser nicht mehr weiter verwendet habe. Stattdessen kam frisches Wasser und Scheibenreinigerzusatz rein.

Und kaum ein paar Stunden später spritzte es schon wieder, wie es soll …

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