Den hab ich am Wochenende bei meiner Schwester geschossen:
Und weil’s so schön ist, noch ein 1:1-Ausschnitt aus dem Foto:
(wie immer: Klick auf’s Foto!)
...nur... warum eigentlich?
Wir haben da für leichtere Küchenarbeiten so einen “Mischter Mätschick”. Also so eine Basisstation mit Motor drin und so Messerdeckel und so transparente Behältnisse dafür.
Das Ding ist super für zum Beispiel Salatdressings, aber wenn man die Konstruktion überfordert, geht meistens was kaputt. Zum Beispiel wenn man gerade für die Nichte am Fokokuchn backen ist und Schokoraspel braucht und aber dem Mischter ein bissel viel Schokolade zugemutet hat. Der Gummi, der die Kraft vom Motor ans Messer übertragen soll, ist dann üblicherweise das Opfer. Oder der Motor raucht ab.
Hier habe ich mal (nachdem mir die Gummifinger Messerseitig abgerissen waren) geschaut, was denn in dem Gummi eigentlich drin ist. Das ist eigentlich nur eine Metallscheibe:
Nun kann man freilich probieren, irgendwo Ersatzmesser zu bekommen. Die gibt’s irgendwo im Netz. Oder gleich ein neues Dingens kaufen mit komplettem Zubehör; das ist auch nicht viel teurer als ein einzelnes Messer.
Oder aber man geht her und nimmt einen der Messerdeckel, den man eh nicht benutzt, und baut den Kraftübertrager (vulgo: Kupplung) einfach auf den Lieblingsmesserdeckel um.
Der Witz an der Geschichte ist nämlich, dass das Messer und die Kupplung eben nicht miteinander vernietet sind sondern verschraubt. Und zwar mit einem Linksgewinde.
Zum Umbau braucht man eine Fixierung für das Messer (ich habe es schlicht an der Tischkante angelegt) sowie eine Wapuza (Wasserpumpenzange). Wenn man also den Gummi mit der Zange packt und in die Richtung dreht, in die man normalerweise eine Schraube zu machen würde, dann kann man das Ding zerlegen:
Etwas Putzen kann man bei dieser Gelegenheit auch gleich. Und beim Zusammenbau bastelt man dann die “gute” Kupplung auf den Lieblingsmesserdeckel und macht noch einen Tropfen Olivenöl an die Welle.
Wenn man’s weiß, ist das gar nicht so schwer, oder?
Wenn ihr mal in die Verlegenheit kommt, über die San-Bernardino-Passhöhe fahren zu können / dürfen / müssen, dann fallen euch wahrscheinlich auch die Betondinger auf, die man einmal vor und einmal nach der Passhöhe sieht:
(Bildquelle: Screenshot von Streetview in Google Maps)
Ich hatte ja zuerst auf Wassertürme getippt, oder auf irgendwas Militärisches aber der etwas flachere Bau ist innen hohl, und der Turm hat keine Fenster.
Des Rätsels Lösung ist schlicht: die Dinger gibt es, seit es den San-Bernardino-Tunnel gibt. Weil die sind Teil der Be- und Entlüftungsanlagen und der Service-Einrichtungen.
… in den Affinity Photo Tutorials, was lernen …
Denn seit gestern gab’s das schicke Stückchen Software zu kaufen.
Nachdem mir die Frau Spätlese und auch die Oma noch soooo viele Tipps zu dem Holunderblütenmittwochsbrötchen-Rezept gegeben haben, konnte ich ja nicht umhin, nochmal zu probieren …
Aaaalso habe ich wieder einen Teig angerührt. Den Tipp, weniger Hefe zu nehmen, habe ich nicht berücksichtigt, denn auf der diesmal verwendeten Trockenhefe stand drauf, dass die Tüte einem halben Würfel Hefe entspricht und gut für 500g Mehl ist. Also eigentlich genau das, was mir die Frau Spätlese auch geraten hat.
Dann habe ich diesmal mehr Wasser in den Teig, nämlich nach und nach die ganzen 300ml aus dem Rezept. Und dann ziemlich lang geknetet. Und dann vorsichtig mit kleinen Portionen Gries aufgefüllt, bis das Zeugs nicht mehr an der Schüssel geklebt hat.
Dann habe ich (die ganz große Verbesserung :-) ) Backpapier in die große Schale und meine geschliffenen Teiglinge reindrapiert. Das Schleifen hat diesmal auch besser geklappt. Wenn man mal die richtige Reibung raus hat (nicht zu viel Mehl, Untergrund nicht zu glatt), geht das eigentlich ganz einfach.
Nach einer eingetüteten Nacht im Kühlschrank war dann der Platz in der Schale dann weg.
Also ab damit in den Backofen und Goldbraun bräunen lassen:
Läcker!!!
Ich war ja neulich Ballon FAHREN.
Dabei sind wir auch über so einige Waldstücke geFAHREN. Nun gibt es rings um Rothenburg nicht wirklich extrem viel Nadelwald. Aber so ein paar Nadelbäume gibt es dann doch, und die sehen von oben echt witzig aus, fast wie Romanesco oder Broccoli oder so:
Auch wusste ich nicht, dass man aus dem Ballonkorb raus die verlegten Drainageleitungen erkennen kann. Das sind die Fischgrätenartigen Linien hier auf dem Feld:
Sehr schön war das, habe ich das schon erwähnt?!
… vom Waldtanner Kultur-Wochenende:
Schön war’s!
Die “Rouder Schnäpsle” haben einwandfrei unterhalten, der Blootz war oberlecker und der Ausschank stets bemüht, dem Andrang gerecht zu werden. Die Einradler haben tapfer der Sonne getrotzt.
Das Einzige, was mir persönlich nicht gefallen hat, war das Ende des Festes.
;-)
Ich durfte gestern Abend eine Ballonfahrt machen!
Es heißt übrigens deshalb “Fahrt” und nicht “Flug”, weil zu der Zeit der Erfindung der Ballonfahrt durch die Gebrüder Montgolfier nur die Vögel geflogen sind. Alles andere ist gefahren, zum Beispiel Kutschen oder Schiffe, oder eben gelaufen. Die ersten Heißluftballonfahrer haben schlicht den Jargon der Seefahrer übernommen.
Einer anderen Erklärung nach unterscheidet der Ballonfahrer zwischen aktivem und passivem Luftraumaufenthalt.
Dinge, die schwerer sind als Luft (zum Beispiel Flugzeuge und Vögel), welche also aktiv etwas für den Flug tun müssen, werden als “fliegend” bezeichnet. Dinge die hingegen leichter als Luft sind (zum Beispiel Heißluftballone), werden als “fahrend” bezeichnet.
Heißluftballons starten Thermikhalber vorzugsweise zum Sonnenauf- und Untergang. Wir sind gestern Abend im Taubertal unterhalb von Rothenburg ob der Tauber gestartet. Das nebenstehende Foto zeigt denn auch die Altstadt von Rothenburg aus nördlicher Richtung. Dem Wetter nach hätte ich eigentlich damit gerechnet, dass es senkrecht nach oben geht und dann wieder runter, aber ein paar Meter über dem Boden ging dann doch einiges an Wind. Wir sind während der Ballonfahrt fast 20 Kilometer nach Norden gefahren.
Da der Ballon mit dem Wind unterwegs ist, gibt es auch keinen Fahrtwind. Es rauscht nichts um die Ohren (wenn nicht der Pilot grad “Gas gibt”). Man ist vollkommen lautlos unterwegs. Menschen und Tiere, die den Ballon nicht am Himmel entdecken, ahnen nicht, dass sie von oben beobachtet werden. Wir haben so einige Rehe und Hasen in den Feldern gesehen. Und Unterschiede im Bewuchs der Felder, wo früher mal Wege waren. Und wo Drainagen verlegt wurden. Landwirt Christian, der mitgefahren ist, konnte uns sehr viel erklären. Von der Fruchtart, über frühere und spätere Aussaatzeitpunkte, über gute und schlechte Äcker. Pilot Gerhard hat derweil probiert, uns geographisch zu bilden und uns die Namen jeder noch so kleinen Häuseransammlung genannt. Detwang, Steinbach, Bettwar, Tauberscheckenbach, Neustett, Gickelhausen, Equarhofen, um nur einige zu nennen. Selbstverständlich hatte ich die wenigsten auch nur schonmal gehört …
Interessant war auch zu sehen, wie beinahe schon inflationär Windenergieanlagen aufgestellt werden.
Traditionell müssen Erst-Ballonfahrer nach ihrer Fahrt eine Ballonfahrertaufe (vulgo Ernennung in den Ballonfahreradelsstand) über sich ergehen lassen, denn König Ludwig der Sechzehnte verfügte, dass nur Adlige Ballons fahren dürften. Der verliehene Titel ist typischerweise länglich und etwas sperrig und mit ein paar Schweinereien verbunden. Denn einmal getauft muss man gegenüber anderen getauften Ballonfahrern jederzeit den verliehenen Titel wiedergeben können. Garstige Ballonpiloten machen auch Testanrufe bei ihren Kunden. Schafft man das nicht, muss an die anwesenden Ballonfahrer eine Runde ausgegeben werden. Selbiges gilt übrigens auch, wenn der getaufte Ballonfahrer von “fliegen” statt “fahren” spricht.
Während der Taufe werden am Kopfe der Täuflinge ein paar Haare angebrannt und mit Sekt ausgelöscht. Der restliche Sekt wird dann gemeinsam konsumiert.
Super schön war’s!
Aufgrund der für die in meinem Blog vorherrschenden Verhältnisse überwältigenden Resonanz sehe ich mich genötigt, an dieser Stelle das Geheimnis der Eierlikörtorte à la Wolfram zu veröffentlichen.
Material für das Fundament
Material für die Fassade
Zum Ablauf.
Erstmal machen wir uns Platz in der Küche.
Nun werden die Eier getrennt. Das Gelbe kommt schonmal in die große Rührschüssel, das Weiße wird zu Eischnee verhauen (ein paar Minuten mit dem Handrührer) und mal zur Seite gestellt.
Zu den Eigelben kommt dann der ganze Rest von den Fundamentzutaten: die gemahlenen Mandeln und die Schokolade (in je nach Gusto mehr oder weniger kleinen Stücken), der Zucker, der Vanillezucker, ein Teelöffel Backpulver, und der weiche Butter (wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) in Stücken.
Außerdem verleiht man in diesem Schritt dem Tortenfundament die eigene Note, indem man 50ml Schnaps dazu gibt. Original gehören da halbe/halbe Rum und Weinbrand rein, ich habe aber auch schon mal nur Havana reingerührt, als ich keinen Weinbrand mehr hatte. Das kam auch sehr geil.
Ordentlich verrühren das ganze (geht mit den Eischnee-kontaminierten Schneebesen ganz gut, wenn der Butter nicht zu hart ist)
Zum Schluss hebt man den Eischnee drunter. Dann kommt die Pampe in eine runde, mit Backpapier ausgelegte und gefettete Springform und darf bei etwa 175° für etwa 40 Minuten in den Backofen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Nach dem Backen wird das Fundament zügig auf einen Rost ausgepackt und zugedeckt erkalten lassen. Zwei Stunden bei Zimmertemperatur sind meiner Erfahrung nach okay. Wenn der Boden irgendwelche auffälligen Gipfelchen hat, sollte man diese vor der Fassadengestaltung mit einem langen Messer einebnen. Schließlich wollen wir das Ganze dann mit Eierlikör ausnivellieren.
Die Fassade wird dann relativ schlicht gestaltet:
Die Sahne (oder der Schlagrahm, wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) wird zusammen mit dem Sahnesteif und dem zweiten Pack Vanillezucker steif geschlagen. Den Basiskuchen platzieren wir auf einer Tortenplatte. Nun schnappt man sich einen Teigschaber oder ähnliches und streicht den Kuchen ringsrum ca. einen halben Zentimeter dick mit dem Schlagrahm ein. Oben sollte das Ding relativ glatt werden; die Seiten sind ziemlich wurscht, weil da eh noch Schokoraspel dran kommen. Keinesfalls den ganzen Schlagrahm aufbrauchen; denn mit zum Beispiel einem Spritzbeutel muss das Ufer des Eierlikörsees befestigt werden!
Die Geschichte mit den Schokoraspeln gelingt mir bislang am Ehesten so: mit einem flachen Teelöffel die Raspel aus der Packung entnehmen und in bester Maurermanier an die Seite der Torte klatschen. Die herunterfallenden Reste kann man recht gut recyceln.
Ganz zum Schluss kommt dann der Eierlikörsee. Dieser ergibt sich ganz von selbst durch profanes Auskippen auf dem Dach.
Expertentipp: nicht von einem halben Meter runter tröpfeln lassen; dabei wird der Sahneputz beschädigt!
Über die Mengenangabe lässt sich natürlich diskutieren, aber mit den 0,2 Litern kann man die Sahne recht gut abdecken, und das Dingens soll ja auch was für’s Auge sein, nüschwoar?!
Nun kommt der ganze Spaß noch für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, und dann kann man sich einen anfressen …
:-)