Samstag, 16. Juli 2016

Unvollständige Liste

  • Schuhe binden
  • Jeans auf- und zuknöpfen
  • Hundekackabeutel zuknoten
  • Baby wickeln
  • Käse raspeln
  • Backblech aus dem Ofen holen
  • Schlüssel aus der Hosentasche holen
  • Sprudelkästen tragen
  • Verpackungen öffnen

Das sind nur einige der unzähligen Dinge, die besser funktionieren, wenn man den linken Daumen mitbenutzen kann.

Ein kleiner Beitrag aus der beliebten Serie “Dinge, die man erst zu schätzen lernt, wenn man sie nicht mehr hat” …

MacBook Air abgestürzt

Schon seit einigen Jahren habe ich ein Dreizehnzoll-MacBook Air. Es hat mich bisher nie im Stich gelassen und war mir für alle rechnergestützten Schandtaten gut genug. Ob Web-Entwicklung oder Grußkarten designen, ob Programmieren oder Fotos bearbeiten. Akkulaufzeit bestens, alle Anschlüsse dran, die ich brauche. Alles gut, alles super.

Nun ist es mir zum ersten Mal so richtig abgestürzt:

mba_absturz.jpg

Zugegeben, im technischen Sinne ist es nicht wirklich defekt, denn es funktioniert immer noch einwandfrei (ich schreibe diesen Text gerade auf dem Gerät). Und diese Delle ist auch nicht die einzige Unfallfolge. Unter anderem hat eine Kaffeetasse ihr Leben gelassen und dabei irgendwie meinen Daumen böse aufgeschlitzt und es war auch sehr viel Blut aufzuputzen.

Aber irgendwie ärgere ich mich über die Delle am meisten …

Freitag, 15. Juli 2016

Schödingers Concordia

Erwin Schrödinger ist ja hauptsächlich für sein Katzen-Gedankenexperiment bekannt, mit welchem er verdeutlichen wollte, dass es in der Quantenmechanik Übergangszustände gibt, die in unserer makroskopischen Welt etwas schwer zu greifen sind.

Neulich habe ich mit einem Bekannten zusammen unsere Route nach Korsika auf Google-Maps nachvollzogen. Dabei bin ich in den Satellitenbildern mal wieder über das Wrack der Costa Concordia im Hafen von Genua gestolpert (ich berichtete):

costa_concordia_genua.png

(Screenshot von dieser URL auf Google-Maps)

Dies war uns freilich direkt Anlass genug, nachzuforschen, wo denn die Costa Concordia umgekippt ist, und das war ja an der Ostküste der Insel Giglio. Und siehe da, auch dort liegt eine Costa Concordia rum:

costa_concordia_giglio.png

(Screenshot von dieser URL auf Google-Maps)

So, und an dieser Stelle kommt dann der Herr Schrödinger ins Spiel. Ich kann nämlich - solange ich Giglio in der Karte herangezoomt habe - nicht sagen, ob das Schiff noch im Hafen von Genua liegt und umgekehrt. Und wenn ich herausgezoomt habe, weiß ich gar nicht, wo die Costa Concordia ist, denn ich kann sie dann weder in Genua noch in Giglio erkennen.

Aber vielleicht täusche ich mich ja auch komplett und ich habe es hier nicht Schrödingers Katze sondern mit Herrn Heisenberg zu tun …

Samstag, 9. Juli 2016

Lehrreiche Bedienungsanleitung

Die Mädels haben von irgendwoher Armbanduhren bekommen. Nicht nur, dass die Dinger wasserdicht sind, sie haben sogar eine Lünette.
Die Anleitung (auch das ehrt freilich die Bezugsquelle, dass es überhaupt eine Anleitung gibt) hat jedoch nicht wirklich viel erhellendes zur Lünette zu sagen:

drehbar.jpg

Drehbarer Ring ist drehbar!
;-)

Dabei kann man sich mit dem Ding Zeiten markieren um sich zum Beispiel die Tauchzeit abzuschätzen oder (freilich nicht bei diesen Uhren) Geschwindigkeiten messen oder gar rechnen.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Spacig

luftraum_uniklinik_ulm.jpg

Im Neubau des Uniklinikums in Ulm (der inzwischen auch schon wieder vier Jahre auf dem Buckel hat) gibt es ein paar so genannte Lufträume. Das sind so offene Schächte zwischen den Stockwerken. Im zweiten Geschoss (das ebenerdig zum Haupteingang ist) haben die Erbauer eine Lage Glasscheibe eingezogen. Vom zweiten bis zum sechsten Geschoss ist freie Luft. Von unten sieht das auch ganz gut aus, aber wenn ich im sechsten Stock an so einem Luftraum vorbei muss, dann habe ich immer ein mulmiges Gefühl.
Vom ersten Stock aus (ganz unten, im EG ist die Gebäudetechnik angesiedelt) kann man bis zum Glasdach oberhalb des sechsten Stocks hochschauen, und genau diese Ansicht zeigt mein Foto.

Krass, ne?

Dienstag, 5. Juli 2016

1.21 Megawatt

Nein, ich wollte nicht “1.21 Gigawatt” wie bei “Zurück in die Zukunft” schreiben! 1.21 Megawatt passt schon so. Denn das ist die Leistung, die man einem Tesla Supercharger (das sind die Schnellladestationen von Tesla) innerhalb von 9 Stunden abzapfen könnte, wenn man die aktuelle Maximalleistung von 135 kW annimmt.

Was kann man mit so viel Strom alles machen? Zum Beispiel könnte man einen Standard-Heizlüfter (der hat typisch eine Leistung von 2kW) fast einen Monat lang nonstop laufen lassen. Den typischen Tagesstromverbrauch einer 4-köpfigen Familie von knapp 12kWh könnte man an so einer Säule innerhalb von 5 Minuten abholen. Wir könnten ein Ei-Fon über 50 Jahre lang jeden Tag randvoll laden.
Wir sehen: wir leben in “spannenden” (beziehungsweise “leistenden”) Zeiten.

(und an genau dieser Stelle schalten wir um auf “Asterix”-Modus)

Wir befinden uns im Jahre 2016 n. Chr. Ganz Europa zapft Strom ohne Ende. Ganz Europa? Nein! Denn ein unbeugsamer Hersteller von Elektrozahnbürsten schafft es nicht, eine läppische Zahnbürste innerhalb von 9 Stunden voll zu laden.

(Anm. d. Red.: Zumindest dann nicht, wenn die Zahnbürste seit dem letzten Laden mehr als 3x benutzt wurde)

Irre oder?

Sonntag, 3. Juli 2016

Mist

Steh ich letzte Woche morgens auf und schau aus dem Fenster, und was seh ich? Mist. Zu Deutsch Nebel.

morning_mist_20160624.jpg

Normalerweise sieht man statt des Nebels ein paar Felder auf denen sich aktuell die Gerste entwickelt.
Ein malerischer Morgen in Waldtann!

Männer und Technik

Am vergangenen Wochenende gab es in der Firma ordentlich was zu feiern. Bei dem gebotenen Programm (zu welchem ich mich vorab der offiziellen Presseberichterstattung noch zum Schweigen verpflichtet fühle) war klar, dass da auch das eine oder andere Handyfoto geschossen beziehungsweise Handyfilmchen gefilmt wird.
Wahrscheinlich aber war dabei niemand so gut wie ich, denn ICH habe es geschafft, mit meinem Telefon die Filme mit 120 Frames pro Sekunde (Zeitlupe x4) in 720p-Auflösung (also immerhin HD) und mit OHNE TON zu machen …

Einmal mit Profis Arbeiten …

Samstag, 25. Juni 2016

Änd it börns, börns, börns, …

johannifeuer_2016.jpg

… se Johanni-Feuer …

(Frei nach Johnny Cash)

Erlebnis Gastronomie

Früher gab es in Kreßberg in jeder nennenswerten Ortschaft auch ein Wirtshaus. Hier wurden Familienfeste im Saal gefeiert, es trafen sich die Dorfältesten zum Feierabendbier, es wurden Nachrichten getauscht und Meinungen (mis-)gebildet. Gab es mehrere Wirtshäuser in einer Ortschaft, dann haben die ihre Öffnungszeiten untereinander arrangiert. Beispielsweise hat man die Ruhetage auf unterschiedliche Wochentage gelegt, so dass immer eine Zapfstelle offen war.
Seit nach dem Krieg war das wohl so, aber inzwischen machen immer mehr Wirtshäuser zu. In Waldtann gibt es gar keines mehr (ich kann mich noch an 3 erinnern), auch Bergbronn ist Wirtschaftslos, in Mariäkappel gibt es nur noch ein Wirtshaus. Irgendwie funktioniert es heute nur noch selten, auf dem Lande eine wirtschaftlich gesunde Wirtschaft zu betreiben.
Ein Grund dafür mag die Mobilität der Klientel sein. Früher ist man auch dann noch ins selbe Wirtshaus gegangen, wenn man mal Streit mit jemandem hatte. Dann hat man das geregelt und gut war. Weil man gar nicht auf die Idee gekommen wäre, sich ins Auto oder auf den Traktor zu setzen, um ins Nachbarkaff zum Konkurrenzwirtshaus zu fahren. Das Leben fand im Dorf statt. Heute ist die Mobilität kein Problem mehr. Und wenn ein Stammgast zusammen mit seinem ganzen Stammtisch die Stammkneipe wechselt, kann das für einen am Wirtschaftlichkeitsminimum laufenden Gastronomiebetrieb schon bedrohlich werden. Das hat wahrscheinlich in Waldtann dazu geführt, dass auch die letzte verbleibende Wirtschaft geschlossen hat.

Auf jeden Fall probieren wir, die verbliebenen (guten) Wirtschaften in Kreßberg zu unterstützen, indem wir diese reihum frequentieren. Und bei unseren Favoriten lohnt sich das durchaus. Hier zum Beispiel der Zwiebelrostbraten im Gasthof Neuhaus.

zwiebelrostbraten.jpg

Geil, ne?
Man könnte also fast meinen Schlachtspruch aus dem Praxissemester “Think global, drink local” auf “Think global, consume local” erweitern.

(Ja, ich geb’s zu, ich hab den ganzen Text nur deshalb verfasst, damit ich irgendwie das Zwiebelrostbratenbild unterbringen kann)

Archiv