Samstag, 30. Oktober 2021
Wenn ihr mal in die Verlegenheit kommt, dass ihr eine Alpakawanderung machen müsst: macht das!
Alpakas sind überaus drollige Tierchen; und mit ihnen zu wandern, entschleunigt totaaaaal!
Sehr lustig fand ich beispielsweise, dass sich Alpakas gern im Staub wälzen, das sieht mit den langen Gliedmaßen und Hälsen einigermaßen grotesk aus:
Von mir kommt nun folgender Profitipp zu Alpakawanderungen:
kommt nicht auf die Idee, während der Wanderung euren Kaugummi auszuspucken!
Das Geräusch finden Alpakas - sagenwirmalso - ziemlich aufregend.
Und man hat im Anschluss den Kaugummi zwar los, aber auch einige Hände voll zu tun, um die Wanderung mit den Tierlein planmäßig fortsetzen zu können …
Nur so am Rande …
Sonntag, 13. Juni 2021
Da brauchst für ein Projekt etwas festeres Papier. Also landest du im Bastelzubehörladen und siehst da A3-Blöcke mit 120g-Papier. A3, so weiß man als Inschenjöhr, ist genormt, und wenn man A3 nimmt und in der Mitte teilt, bekommt man A4. Weil A3 ist ja 297mm breit und 420mm hoch, und A4 ist 210mm breit und 297mm hoch.
Super, das frisst der Drucker!
Also flugs zwei von den Dingern eingeladen:
Stutzig geworden bin ich erst beim Teilen, denn irgendwie waren die entstandenen “A4”-Seiten etwas schmal. Also hat der Messtechniker in mir einen Gliedermaßstab vulgo Meterstab angelegt, und siehe da:
Nichtmal gelogen! Der Block ist A3-groß!
Aber wenn man eine Seite raus macht, fehlt oben und unten ein Zentimeter …
Lumpen allerorten, ich sag’s euch …
;-)
P.S.: Geht natürlich noch weiter, die Story, denn die Vorlage für das Projekt war für A4 ausgelegt. Und wir wollten beidseitig drucken.
Falls ihr auf Apple Airprint vertraut, seid ihr an der Stelle verloren: Denn damit geht kein Custom-Papierformat. Schon gar nicht 200×297mm. Glaubt mir, ich hab’s probiert … mehr als einmal …
Sonntag, 30. Mai 2021
Ich habe es tatsächlich geschafft, meine Threema-ID zu versemmeln. Mit Anlauf.
Das geht eigentlich ganz einfach, nämlich so:
Man fange damit an, seine Threema-ID auf ein neues Gerät umziehen zu wollen.
Dafür gibt’s genügend und genügend genaue Anleitungen im Netz.
Letztlich läuft alles drauf hinaus, dass man auf dem alten Gerät ein Backup macht; das wird zwangsweise verschlüsselt, und man muss zum Backup machen auch ein Passwort vergeben.
Auf dem neuen Gerät installiert man dann Threema neu und gibt beim Einrichten an, dass man aus einem Backup wiederherstellen möchte.
Das Gerät verlangt nach dem Passwort, dann rödelt es ein bissel und schwupps hat man seinen kompletten Chatverlauf auch auf dem neuen Gerät.
Wonderbra!
Und dann ist erstmal alles super. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem man das alte Gerät nochmal anschaltet, weil man was vergessen hat, umzuziehen.
Dann nämlich meldet sich unter Umständen das “alte” Threema nochmal in der Schweiz und das “neue” Threema sagt, es ist nun nicht mehr aktiv.
Und genau an dieser Stelle setzt meine Taktik ein:
Mir war eigentlich schnell klar, dass ich wegen dieses Problems die Threema-ID auf dem alten Gerät deaktivieren und das “neue” Gerät halt einfach nochmal neu einrichten muss.
Also Flugs Threema auf dem alten Gerät komplett gelöscht (sämtliche Sicherheitsabfragen bestätigt, natürlich bin ich mir sicher!). Außerdem auf dem neuen Gerät (ich hab ja ein Backup, Chakka!) nochmal deinstalliert.
Und dann mit einer souveränen Grinse im Gesicht auf dem neuen Gerät nochmal neu installiert, “Von Backup wiederherstellen”, Passwort.
Und an der Stelle sind dann meine Mundwinkel ziemlich übel auf Grundeis gesackt.
Denn ich habe meinen ersten Umzugsversuch irgendwann mitten in der Nacht gemacht und ich hab das Passwort, was ich für die paar Minuten zwischen Backup und Wiederherstellung vergeben hatte, vergessen.
VER-GES-SEN.
Es ist weg, nicht mehr abrufbar.
Nirgendwo notiert.
Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt habe ich also eine neue Threema-ID und keine Chatverläufe mehr.
Again what learned …
Besser immer einen Fresszettel bereit halten.
Mittwoch, 12. Mai 2021
Canon sagt, mein guter alter Multifunktions-Kombidrucker Canon MG5350 sei für das aktuelle Apfel-Betriebssystem Big Sur zu alt und nicht mehr unterstützt.
Das finde ich doof.
Aber Drucken geht - wenn das Ding im WLAN hängt und minimum Firmware 2.0 drauf hat - auch ganz ordentlich per AirPrint. Freilich ohne die ganzen Feineinstellungsmöglichkeiten, die der Canon-Treiber mitbringt, aber für’s Homeschooling langt’s allemal.
Nun wollten wir aber was Einscannen, und hier hilft AirPRINT (wie der Name schon sagt) eben nix.
Es gibt aber eine Lösung, und die sieht so aus:
VueScan bringt “obsolete” Geräte wieder an den Start, auch den Scanner meines MG5350!
Super Sache! Kampf der geplanten Obsoleszenz!
Samstag, 17. April 2021
Endlich mal wieder ordentlich Holz vor der Hütte
:-)
Was hier so unscheinbar vor dem Haus steht, sind OSB-Platten, mit denen ich einen kleinen Teil des Dachbodens ausbauen will.
Jede der Platten ist 2,5m lang, 67,5cm breit und 12mm dick und wiegt etwas über 12kg. Und sie wollen alle über 35 Stufen in den Dachboden getragen werden. Auf sehr wundersame Weise war aber außer dem fünfjährigen Kind irgendwie niemand da, um mir zur Hand zu gehen. Also durfte ich selbst ran.
2100 Stufen (30 Platten, 35 Stufen hoch, dann wieder die 35 Stufen herunter) war ich hinreichend geplättet und ordentlich verschwitzt - aber wieso nur?
Rechnen wir weiter. OSB hat ein spezifisches Gewicht von 600kg pro Kubikmeter. Für meinen Stapel ergibt sich damit eine Masse von knapp 365kg. Und diese 365kg haben nach der ganzen Hochtrage-Aktion eine potentielle Energie (m*g*h) von nur 21,45 Kilojoule - zum Vergleich: eine 100g-Tafel Schokolade bringt es auf das Hundertfache (knapp über 2000 kJ).
Sapperlott: warum habe ich dann überhaupt schwitzen müssen?!
Klarer Fall, weil ich mich selber natürlich auch mit jeder Platte habe hochtragen müssen und weil ich außerdem sehr deutlich mehr als so eine Platte wiege, war das definitiv der anstrengendere Teil der Aktion. Ich nenne hier aus Datenschutz-Gründen keine genauen Zahlen, aber wir liegen bei Menschen, die mit Platten in der Größe umgehen können, irgendwo zwischen 100 und 200kJ.
:-)
Bedenklich finde ich nun nach der Arbeit und der ganzen Rechnerei aber, dass ich auch mit der korrigierten Rechnung noch lange nicht auf 2000kJ komme … Vielleicht lasse ich die Schokolade doch lieber weg?
Sonntag, 11. April 2021
Kurzer Erziehungtipp:
wenn ihr des Abends fast zur Bettgehenszeit eine dezent hungrige Kindermeute vor euch habt, ist die rhetorische Frage “soll ich vielleicht jetzt noch Pizza machen, oder was?” pädagogisch nicht sonderlich wertvoll …
Andererseits haben tatsächlich alle Kids mitgeholfen, und die Pizzen sind sehr gut geworden!
Sonntag, 28. März 2021
Mein 2012er MacBook Air hat in der letzten Zeit immer mehr Mucken gemacht. Es ist immer öfter unvermittelt stehen geblieben (Beachball-Party, Mac-Benutzer wissen, was ich meine).
Bei diesem Jahrgang MacBook Air kann man die SSD noch selbst tauschen; es eignen sich alle M.2-SSDs, die SATA als Interface haben; ich habe mir eine WD Blue mit 1TB in der 2280er Bauform gegönnt. Dazu braucht man allerdings noch einen Adapter auf den von Apple verbauten Stecker; ein rein elektromechanisches Teil ohne aktive Elektronik. Dieses Konstrukt hat bei mir nun schon seit fast zwei Jahren wunderbar funktioniert.
Nach einiger Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die SSD einen Batscher haben muss, denn im Syslog kamen immer wieder Meldungen über IO-Fehler. Also habe ich eine neue SSD geordert
Was soll ich sagen - das war’s leider nicht. Sobald ich die neue SSD mit dem Adapter eingebaut hatte, hagelte es Probleme noch und nöcher:
- Beim Erkennen der neuen SSD.
- Beim Partitionieren.
- Beim Neuinstallieren.
- Beim Backup zurückspielen.
Ich habe das Problem deshalb vorübergehend mal so gelöst:
Ein externes Laufwerksgehäuse mit der WD-SSD drin plus ein paar Streifen Panzerband.
Man braucht zwar etwas Geduld, aber das Prinzip funktioniert …
:-)
Sonntag, 28. Februar 2021
An meinem Corsa war alle paar Jahre mal der Zapper-Schlüssel fällig. Entweder war der Gummi durchgeniffelt oder der Mikroschalter abgebrochen oder schlicht und ergreifend die Batterie leer.
Das war jedes Mal ein Date beim Freundlichen Opelhändler mit einem extra zu bestellenden Teil, einer Anlern-Aktion beim Steuergerät und einer Rechnung kurz vor Dreistellig.
Deshalb bin ich letzte Woche auch etwas erschrocken, als mir mein Leaf angezeigt hat, dass die Batterie im Schlüssel langsam zur Neige geht (zugegeben: so eine Anzeige hatte mein Corsa gar nicht).
Stellt sich heraus: beim Leaf kann man die Batterie im Schlüssel ohne großartige Hexerei selber wechseln!
Und zwar geht das so: Zuerst drückt man den kleinen Federschieber (eingekringelt) nach außen und zieht den Notschlüssel heraus (krummer Pfeil, Schlüssel liegt daneben). Dann setzt man einen Schlitzschraubendreher an der Aussparung an, die ich mit dem anderen Pfeil markiert habe und hebelt die beiden Gehäusehälften vorsichtig auseinander.
Et voilà: Schlüssel auf, Knopfzelle drin, Typ CR2025.
Wenn man grad nix anderes da hat, geht dem Vernehmen nach auch eine CR2032, die hat ja dieselbe äußere Größe aber ist 0,7mm dicker.
Die Aktion ist in fünf Minuten passiert und vor allem ohne Werkstattbesuch machbar.
Nimm das, Opel!
;-)
Donnerstag, 31. Dezember 2020
In den Tiefen des Internets habe ich eine kleine Geschichte auf Französisch gefunden, die ich für euch übersetze:
Ein Lehrer gab all seinen Schülern je einen Ballon und sagte ihnen, sie sollten ihn aufblasen, ihren Namen drauf schreiben und ihn im Flur ablegen. Dann mischte er die Ballons durch.
Nun bekamen die Schüler 5 Minuten Zeit, um den eigenen Ballon zu suchen. Trotz hektischer Suche wurde kein einziger Schüler fündig.
Der Lehrer unterbrach die Suche und wies die Schüler stattdessen an, den erstbesten Ballon zu nehmen und ihm dem Eigentümer zu geben. Innerhalb von 5 Minuten hatte jeder seinen Ballon.
Nun sagte der Lehrer seinen Schülern: „Diese Ballons sind wie das Glück. Wenn jeder nur nach seinem eigenen sucht, werden wir es nicht finden. Aber wenn wir uns um das Glück anderer Menschen kümmern, werden wir auch unseres finden.“
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch nach 2021!
Mittwoch, 9. Dezember 2020
Ich war mit dem Kind mal wieder im Ogäle in Stuttgart, zwecks der Hüftgeschichte.
Nun ist Parken in Stuttgart ja so eine Sache. Nicht alles, was aussieht, wie ein Parkplatz, funktioniert auch so, und für mich als Landei ist ja sowieso alles mit mehr als einer Spur zutiefst suspekt. Die sichere Wahl ist für mich eins der Parkhäuser; das kann ich, da kenne ich mich aus.
Beim letzten Besuch habe ich im „Parkhaus Hauptbahnhof“ eingecheckt. Alles okay so weit, bis zu dem Moment, als wir wieder heimwärts wollten, was den Startpunkt für diese Geschichte darstellt.
Am Automat hängt schon ein mysteriöser Zettel: „Nur mit Münzen zahlen!“. Karte rein: Siebenfuffzich. Geldbeutel raus - nur noch 7 Euro drin. Uuups.
Puh, Glück gehabt, gegenüber ist ein zweiter (!) Automat, der nimmt auch Scheine.
Aber er nimmt keine Fuffziger, und dreimal dürft ihr raten was ich noch im Geldbeutel hatte.
Ich schicke das Kind hoch zum Auto. Eigentlich müsste es noch Kleingeld geben, welches ich zum Beispiel für den Einkaufswagen horte. Aber dreißig Cent reichen einfach nicht.
Kein Problem, fragen wir halt den Parkhauswärter, den es vermutlich geben müsste, denn es gibt ein Kabuff, in dem ein paar Monitore für die Überwachungskameras stehen und das Radio läuft. „Bei Ticketverlust oder Automatenstörung bitte läuten“ steht dran. Ich werte meinen Fall als läutenswert und drücke beherzt drauf. Eine blökende Hupe schallt quer durchs Parkhaus, aber es kommt niemand, auch nach dem zweiten und dritten Versuch.
Zeit für Plan B: Geld “irgendwo außerhalb” wechseln. Nochmal raus aus dem Parkhaus, rüber zum Bahnhof und zwei Käsebrezeln eintüten lassen. Dass der Brezelbäcker aber auch keine kleineren Scheine hat, erkennst du daran, dass er dich inständig darum bittet, die drei Euro mit Karte zu zahlen … Also habe ich einen Teil meiner 7 Euro geopfert, um dem Mann seinen Umsatz nicht weiter zu zerstören.
Plan C. Wir kaufen noch einen Pott Kaffee beim Starbucks. Und auch die erste Frage dieser Verkäuferin war, ob ich’s nicht kleiner hätte … Aber sie hat mir dann doch noch meinen Fuffi klein machen können.
Also zurück zum Parkhaus. Fuuuuu … Wo ist die Karte hin???
Nach einem Moment des „Ruhig Brauner, die kann nicht soo weit weg sein“, habe ich sie in ihrem Versteck zwischen den frisch gewechselten Scheinen entdeckt. Wir stehen immer noch bei 7,50€ Gebühren (wäre ja noch besser gewesen, wenn die nächste Stunde angefangen hätte!).
Zehner dazu rein, Karte und Wechselgeld raus, hoch zum Auto und raus aus der Stadt.
Zuhause angekommen fasse ich mir an die Gesäßtasche, weil da irgendwas drückt.
Es war … Trommelwirbel … der Einkaufseuro, den ich mir wohl auf der Anfahrt eingesteckt hatte …
Aber wenn ich den rechtzeitig gefunden hätte, hätte er ganze Story zerstört …