… dass man mit solchen Honigdosierflaschen “kurz vor leer” äußerst unanständige Geräusche produzieren kann?
Samstag, 11. März 2017
Der passt auch
Wenn ihr (wie ich auch) das Problem habt, dass am Absima ASB1 eures Nachwuchses der Motor durchgebrannt ist, dann wollt ihr sicherlich (wie ich auch), dass das Ding irgendwann mal wieder fährt. Also schaut ihr euch (wie ich auch) um, wo man ein Ersatzteil herbekommt.
Um die Diagnose zu stellen, könnt ihr (wie ich auch) erstmal hergehen und den Motor vom Regler abklemmen und dafür ein Voltmeter andocken. Wenn man dann (wie ich auch) mit der Fernbedienung Gas gibt, sollte aus dem Regler nahezu Batteriespannung kommen. Dann ist der Regler in Ordnung und es braucht einen Ersatz für den Motor.
Absima hat ja tatsächlich einen eigenen Online-Shop, aber der wird augenscheinlich hauptsächlich mit Komplettgeräten und nicht mit Einzelteilen beliefert. Da hilft euch (wie mir auch) die beste Explosionszeichnung mit Teilenummern nix, wenn das Zeugs nicht lieferbar ist. Vermutlich findet ihr (wie ich auch) dann irgendwelche Online-Shops, die sich damit brüsten, so ein Ersatzteil liefern zu können. (der Motor der günstigeren Brushed-Variante des ASB1 hat übrigens die Absima-Nummer 1230056)
Es kann euch dann aber passieren (wie mir auch), dass der Shop der Wahl aufgibt und eingesteht, dass das Ding aktuell nicht zu haben ist.
Für all diejenigen Menschen, denen es genauso geht, habe ich ein paar Tipps, denn ich habe recherchiert (für euch auch) und mein bis dato nicht vorhandenes Modellbauwissen zumindest in Teilen aufgepimpt:
- der Regler des Absima ASB1 (brushed) braucht Motoren mit min. „12 Turns“. Der Originalmotor hat „15 Turns“. Was immer das heißen mag.
- der Originalmotor ist ein „550er“, was in erster Linie bedeutet, dass das Ding ziemlich genau 55mm lang ist.
- das Stichmaß zwischen den stirnseitigen Befestigungsschrauben ist ziemlich genau 25mm.
- in den ASB1 passen auch „540er“ Motoren
Mit diesen Infos findet man (ihr vielleicht auch) im Netz zum Beispiel einen Motor mit dem illustren Namen „Horizon Hobby Dynamite DYNS1215“.
Und was soll ich sagen: der passt und tut!
(Ich habe allerdings beim Einbauen das im Foto sichtbare Blech mit dem Aufkleber durch den Kühlkörper der Originalausgabe ersetzt).
Nun lauft die Karre wieder, hoffentlich auch bald bei euch!
Übrigens hat ihn (den ASB1) der Junior kurz darauf anderweitig madig gefahren …
Fränkische Verwirrung
Meine Arbeitskollegin kommt gebürtig aus Bayreuth und hat dementsprechend viel Fränkisch mit der Muttermilch aufgesogen. In Bayreuth spricht man beispielsweise ein leicht rrrrollendes R, ein „hartes B wie in Baula“ und ich vermute, dass es auch ein hartes „G wie in Frangen“ gibt. Sie hört freilich nicht auf zu betonen, dass es diese zivilisatorischen Errungenschaften wohl offensichtlich noch nicht nach Hohenlohe-Franken geschafft haben.
Aber in „Frangen“ gibt es keine LKW. Keine Leberkäswecken nämlich. Dort spricht man von LKL, das sind der Kollegin zufolge „Lebberkäslaabla“, wobei der hintere Wortteil vom kleinen Brot, vom „Laibchen“ herrührt.
Neulich haben wir uns beide zum Frühstück eine Scheibe Leberkäs auf ein Laugenbrötchen (auf Hohenlohisch ist das ein „Laachaweggla“) legen lassen, und dann konnte ich einfach nicht umhin, sie zu fragen, wie das ein ordentlicher „Frange“ nun benennen würde. Ob wir da nun ein „Laachalebberkäslaabla“ haben oder ein „Lebberkäslaachalaabla“ bekommen haben. (Anm. d. Red. ich denke, mit den Infos oben bekommt meine geneigte Leserschaft die hochdeutschen Varianten hin).
Mit ihrer Antwort hatte ich nicht wirklich gerechnet, denn in Bayreuth würden „Laachaweggla“ eben nicht „Laachalaabla“ heißen, sondern „Laugnlaabla“, ganz abgesehen davon, dass Laugengebäck in Franken in aller Regel Brezelform hat.
Wie man leicht sieht, haben wir es hier so nah an der Grenze zwischen Deutschland und Bayern nicht einfach mit der Völkerverständigung …
Sonntag, 5. März 2017
Warum Schilder ihre Berechtigung haben
Die Schilder am Schönweiher in Marktlustenau sind ganz zurecht dort wo sie sind. Das hat sich traurigerweise erst vergangenen Donnerstag wieder gezeigt, denn es wurde mal wieder ein Biber überfahren.
Etwas verdutzt habe ich den zugehörigen Polizeibericht gelesen. Dort wird berichtet, dass jemand gegen 22:50 Uhr einen Biber überfahren habe. Ich kann jedoch beschwören, dass das arme Tier bereits um 22:15 Uhr nicht mehr gezuckt hat, denn zu der Uhrzeit habe ich festgestellt, dass der leblos am Straßenrand liegende Haufen ein toter Biber ist.
Also ist der Sachverhalt wohl etwas komplizierter, als die Polizei ihn darstellt:
- vermutlich hat jemand den Biber bereits um etwa 22:00 Uhr überfahren (ob dem Täter wohl auch 1000€ Schaden entstanden sind?!)
- der Täter hat Unfallflucht begangen und keine erste Hilfe geleistet.
- der Mann aus der Meldung hat nicht aufgepasst und ist extrem weit rechts gefahren (sonst hätte er den Leichnam nicht erwischt)
- er will eventuell den durch seine Unachtsamkeit entstandenen Schaden als Wildunfall tarnen
Oder ist alles ganz anders und es wurden am selben Abend gar zwei Biber überfahren?
So oder so, die Biberschilder stehen da auf jeden Fall ganz zu recht.
Sonntag, 19. Februar 2017
Ich mag den
Neulich hat mir meine liebe Frau ein Buch vom Grabbeltisch mitgebracht:
Die Sendung “Wissen vor Acht” mag ich sehr gerne (auch wenn ich um die Uhrzeit nur selten an die Glotze komme); ist sie doch wenigstens ein kleines Trostpflästerchen für Knoff-Hoff. Und der Moderator Vince Ebert versteht es, physikalische Zusammenhänge und Kabarett miteinander zu verklabustern.
Das ist in diesem Buch nicht anders, und Vince’s trocken-derber Sarkasmus passt (wie ich finde) gut rein. Wer Bücher mit Wissenschaftsanstrich mag, die aus kürzeren Kapiteln bestehen, darf beruhigt zugreifen!
Samstag, 18. Februar 2017
Blendend!
Vergangene Woche herrschte in Marktlustenau geradezu babylonische Verwirrung, was die Straßenlampen angeht, denn das Sammelsurium an Straßenlampen wurde nach und nach umgerüstet.
Schon seit Urzeiten gibt es hier nicht „die“ Straßenlampe, sondern es wurde je nach Kunstepoche und vorherrschendem Baustil eine andere Lampentype verbaut. So gibt es am Ortseingang von Waldtann her sehr hohe bogenförmige Masten, die bis über die Mitte der Straße reichen. An diesen Masten waren Leuchtstoffröhren angebracht. Teile der Marktstraße waren mit Standard-Straßenlampen ausgestattet, deren Leuchtmittel in den vergangenen Jahren durch sparsamere (jedoch kackorange leuchtende) Quecksilberdampflampen ersetzt wurden. Dann gab es im weiteren Verlauf der Marktstraße rings um den Brunnen eher niedrige Masten mit großen runden Bobbeln dran. Und im Rest der Ortschaft gibts unter anderem den Klassiker „Mann mit Hut“.
Die Firma, die von der Gemeinde mit der Wartung der Straßenbeleuchtung beauftragt ist, hat nun vergangene Woche großflächig (aber bei weitem nicht vollständig) auf LED-Technik umgerüstet.
LEDs finde ich ja an sich so schlecht nicht, die sind allemal besser als umwelttechnisch bedenkliche Energiesparlampen. Aber man kann mit LEDs auch so einiges falsch machen, angefangen bei der Lichttemperatur über die Stromversorgung mit „schlechten“ Vorschaltgeräten und dadurch auftretendem Flimmern, mangelnder Kühlung bis hin zu unpassender Ausleuchtung. Meine Überzeugung ist, dass genau letzteres hier in Marktlustenau geschehen ist. Die neuen „Köpfe“ der umgerüsteten Straßenlampen sind sehr klein. Sie machen wahrscheinlich unten auf der Straße genauso hell wie die alten Lampen; das hat sicherlich irgendwer auch ausgerechnet. Aber sie haben keine Streuscheiben, und das ist in meinen Augen (sic!) ein No-Go. Die Dinger blenden nämlich fürchterlich, wenn man daran vorbei fährt. Und dadurch scheint es zwischen den Straßenlampen umso dunkler zu sein.
Eine ganz klare Verschlechterung!
Montag, 13. Februar 2017
Völlig daneben
Wenn ihr mal ein Programm schreiben wollt, das so richtig überhauptgarnicht toll ist, und ihr braucht dafür eine Vorlage, dann schaut euch mal „MyDrive Connect“ von Tomtom an. Diese App macht in meinen Augen so gut wie alles falsch:
- Ist keine native App (Java oder so?!)
- ist unübersichtlich
- braucht zwingend einen Account
- Fragt ständig nach dem Benutzerpasswort (wozu?)
- Hat eine Option, um den Rechner am Einschlafen zu hindern, die nicht funktioniert
- Lädt mehrere Gigabytes aus dem Internet (hallo, LTE-User!)
- Lädt die ganzen Gigabytes nochmal neu herunter, wenn sich am vorletzten Byte ein Bit verklemmt hat
- von einem Server, der nicht mehr als 3 oder 4 MB/Sekunde liefern kann (schonmal was von CDN gehört?
- Verrät nichts über den Downloadfortschritt, nur eine schwankhafte Prozentanzeige (Prozent von was?)
- Zeigt Werbung für andere Produkte an, anstatt den User zu informieren, was gerade mit dem schon gekauften Gerät passiert
- Bricht mit tollen, aussagekräftigen Fehlermeldungen à la „Aktualisierung fehlgeschlagen“ ab
- Zeigt Auswahldialoge, die sich selbst schließen („Alte Karte vorher löschen oder neue Karte zusätzlich installieren“)
- Hinterlässt das zu aktualisierende Gerät auch mal in einem Zustand, in dem auf dem Display nur noch ein roter Rahmen zu sehen ist und die Meldung „FEHLER: KEINE KARTEN VORHANDEN“
Prädikat: SCHROOOT!
(Ein anderer möglicher Kandidat wäre übrigens der Ravensburger Tiptoi-Manager)
Samstag, 4. Februar 2017
Sonnenaufganggebastel
Heute früh habe ich den Foto gezückt und eine Belichtungsreihe mit plusminus 2EV aufgenommen. Die drei Aufnahmen hab ich dann quer durch Affinity Photo gezerrt und ein wenig an den Reglern gedreht.
Et voilà: Auch der Wolfram kann (HDR-)Kitsch …
Dienstag, 31. Januar 2017
Leben am Limit
A09 hat der Arzt als Diagnose aufgeschrieben. Das ist der ICD-10-Code für eine „Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen und nicht näher bezeichneten Ursprungs“.
In die Praxis bin ich gegangen, nachdem ich schon zwei Tage zuvor immer mal wieder heftig Bauchweh hatte und am Donnerstag dann gar schmerzhalber von der Arbeit heim bin. Obwohl aktuell der Onkel Noro durch Hohenlohe zieht, glaube ich jedoch nicht, dass der mich beehrt hat, denn dessen nach außen deutlich sichtbare Symptome („vorne“ und „hinten“) hatte ich eben nicht. Nur Bauchweh wie Sau.
Die Behandlung bestand aus dreierlei Medikamenten. Ein Schmerzmittel in Tropfenform (mit leckerem Metamizol-Natrium), Selbstzahler-Tropfen für „böse Mägen“ für “vor den Mahlzeiten” (lach) und einen „selektiven Protonenpumpenhemmer“ in Tablettenform, der die Säureproduktion im Magen nach unten schrauben soll. (Das war köstliches isländisches Pantoprazol, Anm. d. Red.)
Und außerdem aus Tee. Viel Tee. Kamillentee.
Und aus Schonkost. Schonende Schonkost. Mit viel ohne Gewürz.
Und aus Vermeidung sämtlicher den Magen reizender Genussmittel. Unter anderem und insbesondere auch reine Fruchtsäfte, Limonaden, Alkohol und Koffein.
Und wegen des letzteren Therapiepunktes, meine Damen und Herren, ist ein Teil meines post-studentischen Weltbildes total erschreckt mit dem Rücken an die Wand gehüpft, hat die Augen weit aufgerissen und ist leise wimmernd in sich zusammengebrochen.
Denn ich vertrat bislang immer die These, dass Leben ohne Wasser unmöglich sei, denn man braucht ja Wasser, um Kaffee zu machen.
Und auf Kaffee habe ich nun schon seit Donnerstag verzichtet. Gestern früh habe ich mal wieder eine Tasse probiert, aber mein Bauch hat mich freudig-zwickend darauf aufmerksam gemacht, dass das (noch?) keine gute Idee sei.
Ich gebe also (aus schmerzlicher eigener Erfahrung) zu: es gibt Leben ohne Kaffee.
Vielleicht gibt es dann auch Leben ohne Wasser?!
Ich muss dringend mal bei der NASA vorsprechen …
Sonntag, 15. Januar 2017
Wie das mit der Polarnacht wirklich funktioniert
Ich habe zum Geburtstag eine Tasse bekommen aus dem Wissenschaftshop. Letzteres bedeutet, dass alle eure eventuell aufkommenden Argumente hinsichtlich des nachfolgenden Textes nicht valid sind, denn Wissenschaftshop ist Wissenschaftshop! Aber ich erklär’s euch.
Erste Erkenntnis: die Erde ist weder eine Scheibe (Sorry, Terry Pratchett) noch eine Kugel. Sondern eine Tasse. Sonst hätte der Wissenschaftshop dieses Modell nicht so verkauft.
Der Beweis:
Und auf der Erde ist es normalerweise immer Nacht. Außer, sie erwärmt sich von innen. Und dann fängt es zuerst in Australien an, Tag zu werden:
Is ja logisch, weil Australien ist uns ja in der Zeit um so einige Stunden voraus, nüschwoar?!
Dann wird’s irgendwann Tag am Äquator:
Und dann sind irgendwann die 240ml aus der Maschine drin, und was kann man dann erkennen??
Geeeenau. Im Norden ist es immer noch Dunkel. Polarnacht eben. Und das bleibt auch so, denn keiner wird sich seine Tasse so voll machen wollen, dass man sie nicht mehr tragen kann.
Und jetzt kommt ihr!
Denkt aber vor eventuellen Einwänden auf jeden Fall daran, dass diese Tasse aus dem Wissenschaftshop ist! Die würden ja niemals irgendwas verkaufen, was nicht den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht!!!!11!!einself!!!
Noch dazu ist die Tasse durchaus magisch (so wird sie auch beworben), denn auf der Packung wird Wasser eingefüllt und Kaffee ist drin.












