Dienstag, 28. März 2023
Erinnert sich irgendjemand von euch noch an meinen Blogpost vom 18. März 2018? Ja?
Das Ding hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt. Es heißt jetzt nicht mehr “Blas-Fix” sondern “Pustemeister” …
Technisch bleibt freilich alles beim Alten; auch in der neuen Verpackung kommt ein sehr ordentlich funktionierendes Gerät.
Donnerstag, 9. Februar 2023
Kennt ihr eigentlich die Geschichte vom Bärendienst?
Ich kannte sie bis vor kurzem noch nicht. Und jetzt, da ich sie kenne, bin ich froh, dass ich damit bisher nirgends in einen Fettnapf gelatscht bin …
Aber von vorne.
Wenn ich bisher davon hörte, dass jemand einem einen Bärendienst erweist, dann bedeutete das in meinem Kopf immer, dass es sich dabei um einen richtig großen Gefallen handeln musste. Weil der Bär ist ja das Symbolbild schlechthin für Größe und Stärke. Und ein Bärenhunger ist ja auch nicht gerade klein.
Entsprechend gab es für mich keinen Zweifel: ein Bärendienst ist groß und gut.
Nun hat aber der Bärendienst seinen Ursprung in einem französischen Märchen mit dem Namen “L’ours et l’amateur des jardins” , und das geht folgendermaßen: ein alter Mann - Gartenfreund - und ein Bär gründen eine WG. Als der alte Mann eines Tages im Garten schlummert und ihm eine Fliege auf der Nase herumkrabbelt, will der Bär die Fliege verscheuchen und wirft deshalb einen großen Stein nach ihr.
Weder die Fliege noch der alte Mann überleben die Aktion.
😱
(siehe dazu auch die Wikipedia)
Der Bärendienst war also zwar gut gemeint, aber er ging für den Adressaten sehr übel aus. Und dafür steht das Sprichwort eigentlich, und eben nicht für einen riesigen Gefallen…
Wenn jemand einem einen Bärendienst erweist, dann wollte er oder sie helfen, hat aber die Karre dadurch erst richtig und mit Anlauf in den Sand gesetzt.
Gebt es zu: ihr wusstet das alle und habt es nur mir nicht verraten, oder?
Dienstag, 8. November 2022
Schon seit einiger Zeit hat mir Google Maps im Firefox keine Globusansicht mehr gezeigt. Das Einzige, was es zu sehen gab, war ein schwarzer Bildschirm:
Das Problem hatte ich unabhängig vom Betriebssystem unter Windows, Linux und MacOS.
Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass die Ursache dafür eine Einstellung in der Erweiterung uMatrix ist, welche für mich zur Pflichtausstattung gehört:
Ich habe zwar keinerlei Ahnung, warum sich Google Maps daran stört, wenn man “Referrer verschleiern” an hat. Immerhin gibt es ja gar keinen Referrer, wenn ich die Seite direkt aufrufe. Aber sobald man diese Einstellung für Google Maps abschaltet, klappt es auch wieder mit der Globusansicht; hier exemplarisch Berlin:
Dienstag, 1. November 2022
Weil ich grad eine ganze Weile danach gesucht hab, wie die leckeren Dinger hießen, die ich letztes Jahr gebacken habe und die ich dieses Jahr auch wieder backen will:
Das sind Grenobler Walnussbissen.
So. Nun sind die auch mal im Blog verewigt
;-)
Das Rezept dazu gibt’s zum Beispiel beim Scheffkoch (den ich hier nicht verlinke, weil der vor Anzeigen inzwischen nur so überquillt)
Mittwoch, 12. Oktober 2022
Es ist Herbst in Kreßberg, und es ist morgens reichlich dunkel. Außerdem hatten wir die vergangenen Tage auch noch Nebel. Und auf dem Weg in die Arbeit ist mir aufgefallen, dass es immer mehr Autos mit Matrix-Scheinwerfern gibt.
Die Idee dahinter ist sehr cool: Man hat dann quasi ständig das Fernlicht an, aber da jeder Scheinwerfer aus mehreren Lichtquellen besteht, kann eine mehr oder weniger schlaue Elektronik genau und nur da abblenden, wo der Gegenverkehr fährt.
Das sieht speziell im Nebel ziemlich irre aus, wenn einem so ein Wagen auf gerader Strecke entgegen kommt, oder wenn man so einem Wagen hinterher fährt und es kommt was entgegen.
Wirklich dürftig wird die Geschichte aber, wenn Kurven und Bodenerhebungen und Bäume am Straßenrand dazu kommen. So sehen nämlich einige Straßen hier im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Bayern aus. Und dann funktioniert auch die schlauste Elektronik nicht mehr so prickelnd und die LEDs der Matrix-Scheinwerfer werden in wildem Diskorhythmus angesteuert. Und dann, muss ich sagen, liebe Fahrer solcher tollen Autos, wäre es mir sehr viel lieber, wenn ihr einfach abblenden würdet.
Dann blendet ihr die anderen nämlich nicht gar so arg.
Mittwoch, 20. Juli 2022
Meine liebe Frau hat mir neulich einen Pattex-Sekundenkleber “Perfect Pen” mitgebracht. 3g Cyanacrylat in anwendungsfreundlicher Stiftform:
Irgendwann ist auch der vollste Sekundenkleber leer (ihr kennt das sicher auch), und es kam nichts mehr heraus aus dem Pen. Und da habe ich mir überlegt, dass ich in den “Perfect Pen” ja mal reinschauen könnte. Das hab ich also gemacht und
IHR
GLAUBT
ES
NICHT
WAS
ICH
GEFUNDEN
HABE!
Die bescheißen die Kunden nach Strich und Faden!
Da drin waren 4g Loctite!
4 Gramm!
Vier!!! Nicht drei, vier!!
Stellt sich raus, dass sowohl Pattex als auch Loctite zum Henkel-Konzern gehören …
Sonntag, 22. Mai 2022
Ich hab mir an mein Fahrrad im Zuge der Deorifizierung vor knapp drei Jahren einen Tacho von Sigma drangebaut, einen “Pure 1”. Und der hat sich in letzter Zeit so schön langsam dem Ende des dreistelligen Kilometerbereichs genähert.
Natürlich stellte sich für mich die Frage: Was passiert da? Wie geht es weiter? Was kommt danach?
Glücklicherweise konnte ich den Moment mit meinem Mobiltelefon einfangen, und die Antwort auf die Frage ist fast schon profan. Denn nach dem hier:
kommt das da …
Die Zahl unten in den Bildern zeigt übrigens die Anzahl der Stunden, die ich Rad gefahren bin. Ich hab für die tausend Kilometer 61 Stunden und 20 Minuten gebraucht. Das entspricht einem Schnitt von etwas über 16 km/h - Profisportler werden jetzt laut lachen, aber ich find’s gar nicht so schlecht, hier im hügeligen Kreßberg.
Freitag, 14. Januar 2022
So ein Strom-Auto ist schon was ziemlich Komfortables, muss ich immer wieder feststellen. Kurz mal eben die Klimatisierung vom Handy aus anknippsen ist kein Problem, und man steigt dann (insbesondere bei den derzeitigen winterlichen Temperaturen) in ein sehr angenehm temperiertes Fahrzeug mit freien Scheiben ein. Lenkrad beheizt, Sitzheizung vorgewärmt - fast wie auf dem Sofa …
:-)
Bei all dem Luxus hat aber speziell mein Wagen ein Problem, was ich mit den guten alten H4-Glühlampen in meinem Vorgänger-Auto nicht hatte: die sparsamen LED-Scheinwerfer. Die heizen nicht gut und eisen sich nicht von selbst frei; die muss ich jetzt freikratzen …
Sonst sieht man selbst recht wenig, und den Gegenverkehr freut’s auch nicht.
Sonntag, 9. Januar 2022
Und weil’s so schön war, gleich nochmal: Capsaicin ist lipophil.
Was will ich wohl damit sagen?
Folgendes: Wir hatten im Kühlschrank Spitzpaprika. Grüne Spitzpaprika. Rechtsdrehende Bio-Vollkorn-Öko-Demeter-Spitzpaprika. Und von denen habe ich gestern einen für den Salat kleingeschnippelt.
Sieht aber stark danach aus, als wäre das kein Paprika im herkömmlichen Sinne gewesen. Also keiner, der für menschliche Wesen zum Verzehr geeignet gewesen wäre.
Weil das Ding war scharf.
Das war richtig scharf.
HÖLLENSCHARF.
Das war so scharf, dass selbst die Karotte, die ich danach auf demselben Schneidebrett klein gemacht habe, auch noch ordentlich scharf war. Und dass mir, als ich mir nach dem Essen die Augen gerieben habe, gefühlt direkt die Tränen waagerecht aus dem Auge geschossen sind. Und dass mir, als ich mir viel später am Abend zum Umblättern am Zeigefinger geleckt habe, direkt wieder die Zunge gebrannt hat.
Was mich dann wiederum zum Titel dieses Beitrags bringt.
Capsaicin (gesprochen “Kapp-Sah-i-Zien”), das ist das Zeugs, was an Chilis und augenscheinlich auch an Bio-Vollkorn-Öko-Demeter-Spitzpaprika scharf ist. Wer mehr darüber wissen möchte, schaut zum Beispiel hier in die Wikipedia.
Und dieser Stoff, das Capsaicin, löst sich nicht in Wasser (dann wäre es nämlich “hydrophil”), sondern es löst sich in Fett.
Was uns dann endgültig zum Beitragstitel führt: Wenn’s (wegen Schärfe) brennt und man leert Wasser drüber, dann spült man damit alles mögliche weg (zum Beispiel den Geschmack), aber nicht die Schärfe. Tatsächlich verstärkt man damit den Schärfeeindruck sogar noch.
Aber man bekommt die Schärfe mit etwas Fettigem weg, zum Beispiel mit Butter oder Margarine oder Öl oder Sahne.
Und jetzt alle nochmal im Chor:
Capsaicin ist lipophil!
Und, Demeter: ihr habt einen Spitzpaprikakunden verloren. Euch traue ich nicht mehr!
Freitag, 24. Dezember 2021
Ja, ihr habt richtig gelesen. “Absonderlich”.
Wir haben derzeit als Familie, die in einem Haushalt zusammen lebt, Quarantäne und Absonderungspflicht, denn ein Familienmitglied hat es mit Corona erwischt.
Das bedeutet, Weihnachten findet für uns ohne weitere Verwandtschaft statt. Der Christbaum bleibt draußen auf dem Balkon und wir überwiegend drinnen in der Wohnung. Weil ich geimpft bin, muss ich nicht sitzen bleiben und darf auch offiziell raus, was zum Beispiel zum Gassi gehen und zum Einkaufen recht praktisch ist.
Gottseidank hat es unseren Positiv-Fall nur gestreift. Etwas Husten sowie Geschmacksverlust.
Nicht so viel Glück hatte erst letzte Woche eine Familie eine Ortschaft weiter.
Die Mutter von vier Kindern war so alt wie ich und hat es sehr schwer erwischt. Sie hat es nicht geschafft. Ihr Mann wird aktuell dem Vernehmen nach beatmet.
Und doch gibt es in dieser Zeit Menschen, die all ihre Energie verwenden, um gegen - ihrem Empfinden nach - Einschränkungen zu protestieren. Da werden auf einmal Paragraphen des Grundgesetzes rezitiert, die sie ihr ganzes Leben lang noch nicht interessiert haben. Ihre “Rechte” sind ihnen besonders wichtig; das auf freie Meinungsäußerung, das auf körperliche Unversehrtheit und alles mögliche andere. Dass die Freiheitsrechte eines Menschen dort aufhören, wo sie einen anderen Menschen einschränken, ist ihnen egal. Dass niemand die Pflicht hat, sich ihre Meinungsäußerung anzuhören, auch.
Stattdessen ziehen sie “spazierend” mit Fackeln durch die Städte und behaupten, dass sie verfolgt werden wie jüdische Mitbürger im dritten Reich. Sie sollten vielleicht nochmal ihre Geschichtsbücher herausholen - es waren nicht Anne Frank und Sophie Scholl, die mit Fackeln durch die Städte zogen - es waren die mit den Ledermänteln und den Hakenkreuzen.
Ich verstehe den Unmut sehr gut: niemand will sich gerne irgendwelche Dinge vorschreiben lassen. Aber mit ihren Aktionen sorgen diese Menschen dafür, dass uns allen die Masken noch lange erhalten bleiben werden - mithin genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen möchten.
Ich wünsche euch allen frohe und gesunde Weihnachten!