Dienstag, 3. Januar 2012

Der Präsident im Netz

Weil ja grade Wulff-bashing absolut angesagt ist, ich aber politisch überhauptnicht sattelfest bin, lasse ich lieber andere schreiben.
Und lese.
Und genieße.

Zum Beispiel den Postillon.

Oder diese überragend gute Sammlung an potentiellen Filmtiteln.

Oder die Titanic.

Dingo Sofa

Und der Preis für die erste Spammail 2012 geht an… TADA!!!

…meinen guten alten Freund Dingo Sofa!

Abgesehen davon, dass sein Name in deutschen Ohren überaus befremdlich klingt, bietet mir der nette Herr Sofa einen satten Anteil an einer Million Dollar an:

spam_2012.png

Mal sehen, wo das Dingens herkommt…
Dafür schaut man sich üblicherweise erst mal den Mail-Header an:

header_spam_2012.png

Die Mail kam also über von MSN/Hotmail, und gemailt hat der gute Herr Sofa angeblich (”angeblich” deshalb, weil sich Mailheader ziemlich weitreichend fälschen lassen) mit einer abgelaufenen Version von Pocomail, einem guten amerikanischen Qualitätsprodukt…

Die Ausgangs-IP 212.52.152.114 konnte ich über den Heise-Netze-Whois und eine anschließende Whois-Abfrage auf Afrinic.net auf die Gesellschaft Onatel in Burkina Faso zurückverfolgen; das dürfte also tatsächlich keine Massen-Spam-Mail sondern ein gutes handgemachtes Qualitätsprodukt vom Herrn Sofa sein.

Ich hoffe, er verzeiht mir, wenn ich ihm hiermit meine Freundschaft aufkündige…

Irgendwie schade, dass man bei Gmail ohne Google-Account keine eMail-Adressen anschwärzen kann; die vom Herrn Sofa und vom Herrn Ahmed wären auf jeden Fall Gold-Kandidaten.

;-)

Doppel-T-Träger

Nehmen wir einmal an, da wären oberhalb eines Fenster statt eines “normalen” Sturzes vor etwa 30 Jahren zwei Doppel-T-Träger mit einer Wandstärke von etwa 6 Millimetern eingemauert worden (Anm. d. Red.: man könnte freilich auch von um 90 Grad um die Längsachse verdrehten H-Trägern sprechen).
Nehmen wir weiterhin an, an diese Träger soll zwecks Anbringung von Gipskartonplatten eine Unterkonstruktion in Form von handelsüblichen Dachlatten über Kopf angebracht werden.
Wenn jemand von euch vor so einer Aufgabe steht, dann kommt hier mein persönliche Tipp:

LASST DAS EINEN HANDWERKER MACHEN.
Und schaut dabei zu.
Und lauschet den Worten, die dem Mundwerk dieses Handwerkers entfleuchen. Gegebenenfalls den anwesenden Kindern die Ohren zuhalten.

Wer diesen Tipp jedoch ignorieren will (”sind ja bloß zwei lächerliche Latten”), der kann sich schonmal auf so eine oder eine ähnliche Odyssee freuen:

Da eine Holzschraube sich an einem Stahlträger nur die Spitze plattdrückt, habe ich zuerst versucht, kleine Löcher (Ø3mm oder so) in den Träger zu bohren und die Latten anschließend mit meinen ganz normalen Spax festzumachen. Dabei sind mir drei Bohrer unrettbar (d.h. im Träger steckend) abgebrochen.
Nachdem ich raus hatte, wie man in den Drecks-Träger Löcher platziert (nämlich mit einem gut geschliffenen, relativ kleinen Bohrer, sauber senkrecht und mit dem richtigen Maß Druck), sind mir beim Festspaxen die Schrauben am Kopf abgebrochen. Die Latte hing zwar, aber nicht sehr tragfähig und vor allem nicht am Träger anliegend.

selbstbohrende_spax.jpg

Na gut, speziell für das Festschrauben von Holz an Metall gibt es ja im Handel diese so genannten selbstbohrenden Spax, siehe Bild, oben.
Der Dealer meinte, dass man die bis 5 Millimeter Metallstärke direkt verwenden kann; wenn’s darüber geht, soll man eventuell vorbohren.

Die erste gewonnene Erkenntnis war, dass diese Aussage bestenfalls für Feldwaldwiesen-Vierkantstahlrohre oder Trockenbauprofile gilt. Nicht aber für 30 Jahre alte Doppel-T-Träger. Denn solche Träger kratzen diese Schrauben nämlich erst gar nicht an.

Also hieß es Vorbohren, nur: mit was für einem Durchmesser?
Ø3,5mm reichen zwar, dass der Bohrkopf zumindest einmal ansetzt, aber damit kam ich nur bis zur nächsten Erkenntnis: dass man die Latte auch vorbohren sollte. Und zwar so groß, dass das Gewinde der Schraube grad durchflutscht.
Weil sonst drückt’s einem die Latte bei der Bohrphase der Super-Schraube wieder weg vom Träger.

Die nächste Erkenntnis war dann: diese Schrauben kennen, solange der Bohrkopf noch bohrt, nur eine einzige Drehrichtung: Im Uhrzeigersinn vorwärts. Wenn man trotzdem den Akkuschrauber andersrum einstellt (weil man zum Beispiel gemerkt hat, dass einem grade die Latte zerspreißelt, weil man die nicht oder nicht groß genug vorgebohrt hat), dann hat man einen Bohrkopf im Träger stecken. Und der Rest der Schraube sieht so aus wie unten im Bild.
Und der Bohrkopf ist gehärtet.
Und wenn man mit normalen Bohrern probiert, so einen Bohrkopf rauszubohren, dann kann man sich vermutlich Tage damit beschäftigen, zwischen Schleifbock und Bohrloch hin und her zu rennen.

Also lautet die zeitlich einzig effiziente Vorgehensweise: ein paar Zentimeter neben dem abgebrochenen Bohrkopf einen neuen Versuch starten.
Und den Träger größer vorbohren, sodass der Bohrkopf so gut wie nichts mehr zu tun hat. Aber nicht so groß, dass die Schraube durchflutscht. 6 Millimeter haben bei meinen Schrauben mit Durchmesser 6,3 Millimeter dann ganz gut funktioniert.

Wichtig auch bei der Vorbohrerei: mit dem Stahlbohrer aufhören, sobald man durch den Träger durch ist und auf Beton stößt. Sonst kann man nämlich auch wieder direkt zum Schleifbock rennen.
Dafür lieber Zeitnah einen Steinbohrer rein in den Akkuschrauber und hinter dem Träger Luft für die Schraube schaffen. Die braucht man nämlich, weil ansonsten die nächste Spezialschraube im Träger steckt…

Nach einigen Stunden Trial-And-Error, vier leergefahrenen Akkus, fünf abgebrochenen Bohrern, drei Beruhigungstees und vielen Brandblasen an den Händen (wegen der heißen Späne) habe ich mich auf folgende Vorgehensweise eingeschossen, die letztlich dazu geführt hat, dass die Latten nun endlich bombensicher an dem Dr$%&-Träger dranhängen:

  • Latte einpassen (Multimaster, Säge, Stemmeisen o. ä.), strategisch wichtige Stellen für die Schrauben ermitteln und anzeichnen. (Hier noch ein kleiner Insider-Tipp: so ein Doppel-T-Träger hat ziemlich genau in der Mitte seinen senkrechten Steg; da kann man später bohren, bis man schwarz wird… Besser die Randbereiche aussuchen!)
  • Latte an den gekennzeichneten Stellen vorbohren mit Ø6.5mm (ich hatte Schrauben mit Durchmesser 6,3mm)
  • mit vorgebohrter Latte an den Träger und die Stellen wo die Löcher ins Metall müssen, anzeichnen
  • Latte wieder weg und dann den Träger zuerst mit Ø2 bis Ø3,5 Millimeter vorbohren, dann mit Ø6mm aufbohren. Irgendwas mit langen Ärmeln anziehen! Die D%/&%/-Späne sind mehr als warm!
  • Latte ranheben und erstmal eine Schraube so weit ansetzen, bis der Bohrkopf durch das Metall durch ist
  • Nun die anderen Schrauben genausoweit ansetzen
  • Zum Schluss alle Schrauben fest versenken

Viel Erfolg!
Aber dank meiner Vorarbeit dürfte ja nun nichts mehr schief gehen…

P.S.: Der absolute Vollprofi hat für solche Arbeiten dem Vernehmen nach eine Art Bolzenschussgerät. Falls ihr so einen beauftragt habt, dann braucht ihr nicht zuschauen und müsst den Kindern auch nicht die Ohren zuheben.

Sonntag, 1. Januar 2012

Protipp vom Oskar

(Ich geb’s ja zu, der ist eigentlich schon von gestern Abend, aber trotzdem gut zu wissen fürs neue Jahr)

Wenn man das Glas vom Kaffeeautomaten nimmt, in dem die Brühe von der automatischen Reinigung beim Abschalten rumschwappt, das ganze mit kalter Milch auffüllt und dann einen Kinder-Früchtetee-Teebeutel reinhängt, dann kann man drei Sachen beobachten:

  1. Der Teebeutel gibt keinerlei Farbe (normalerweise blutrot) an die Milch ab
  2. Die Eltern finden solche Experimente ob des leicht erweiterten Reinigungsnotwendigkeitsradius’ suboptimal
  3. Das Ergebnis schmeckt nicht

Samstag, 31. Dezember 2011

Der neueste Humbug

Der neueste Hubug der Tee verkaufenden Industrie ist meines Erachtens der “innovative Pyramidenbeutel”:

tee_im_pyramidenbeutel.jpg

Das Zeugs sieht nicht nur so aus sondern fasst sich auch an wie Plastik und erst wenn man sich die Mühe einer Websuche macht, erfährt man, dass die Dinger angeblich doch kompostierbar sind.

Letztlich der Versuch der Verpackungs- und Teeindustrie, aus noch weniger Inhalt noch mehr Geld zu schlagen.

Glück ist…

…zum Frühstück Pancakes mit frischem Obst und Ahornsirup zu bekommen!

pancakes_fruehstueck.jpg

Pech ist…
…wenn man nur ein Galaxy 3 zum Fotografieren hat.
Weil nämlich:

pancakes_galaxy3.jpg
pancakes_eos.jpg

Linkerhand ein Foto vom Galaxy 3, rechterhand von meiner EOS 1000 (mit dem 50mm/f1:1.4). Das nächste Mal mach ich auch noch ein Foto mit dem iPhone.

Montag, 26. Dezember 2011

SWR3 spielt heute verrückt

Heute drehen die Jungs und Mädels von SWR3 im Radio mal wieder komplett ab.

swr3_spielt_verrueckt.jpg

Und zwar von 8 bis 12 und von 13 Uhr bis Mitternacht!

Das ist wegen der vielen Perlen unbedingt hörenswert, auch per Webradio und von ganz weit weg!

Und jeder kann sich selbst was wünschen!

Ein kleiner Auszug, was heute schon gelaufen ist:

  • EAV - Heiße Nächte in Palermo
  • Deep Purple - Child in Time
  • Captain Future - Titelmelodie
  • Herr Rossi sucht das Glück
  • Lee Majors - Unknown Stuntman (”Ein Colt für alle Fälle”)
  • Gary Moore - Over the hills and far away

Update am 27.12.2011: SWR3 hat die Playlisten online gestellt.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Germanistische Stolpersteine

Neulich, in einem Artikel über den Kindle Fire:

verboten_ist_englisch.png

Also ich wusste davor noch nicht, dass “verboten” zu den gebräuchlichen Germanismen zählt!

Gesundheit!

;-)

Schon gewusst?

So ein Adventskranz eignet sich vorzüglich zur partiellen Pyro-Epilation des Antebrachium.

Samstag, 10. Dezember 2011

Dieses Jahr neu im Sortiment

Dieses Jahr neu im Sortiment: Kekse mit Guckloch!

Wenn man weiß, wie die gemacht werden, haut man sich die Hand an den Kopf.

Ansonsten wundert man sich einfach nur…

gucklochkekse.jpg

Listig von der Mama!

;-)

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