Freitag, 27. Januar 2012
Auf 11k2 habe ich eine Heatmap gefunden, die anzeigt, an welchen Orten die meisten Fotos gemacht werden.
Die sieht so aus:
Heatmap bedeutet in dem Zusammenhang, dass die Stellen, wo viele Fotos gemacht wurden, “heißer” aussehen. Demnach ist also Europa quasi komplett fotografisch dokumentiert, wohingegen es in großen Teilen von Afrika, Australien und dem Norden der Erdkugel zappenduster aussieht.
Wer das Original besichtigen will: Sightmap.com heißt die Seite.
Dort kann man auch noch zusätzliche Details einblenden wie die Orte, an denen am Meisten fotografiert wird (Spoiler: die Top 5 sind Paris, Barcelona, Rom, Istanbul und New York, soviel kann ich ja schon vorab verraten)
Donnerstag, 26. Januar 2012
In jeder halbwegs modernen Haushaltsverdrahtelung gibt es einen FI, einen Fehlerstromschutzschalter. Dessen Aufgabe ist, so schnell wie möglich den Stromkreis zu unterbrechen, sobald ein Fehlerstrom fließt. Von einem Fehlerstrom spricht die Elektrofachkraft, wenn die Elektronen im Stromkreis nicht alle zurückkommen, sondern irgendwo ungeplant abzweigen und woandershin abhauen.
Um nun so einen FI auf korrekte Funktion zu testen, gibt es direkt am Schalter normalerweise eine Taste. Drückt man da drauf, muss die Sicherung sofort rausspringen. Der ambitionierte Installateur hat alternativ auch ein Testgerät, welches aus einer Steckdose nach und nach eine größer werdende Menge Strom abzweigt, bis schließlich der FI auslöst.
Dank unserem Junior kennen wir nun eine weitere Möglichkeit, einen FI zu testen: einfach den Toaster anschmeißen!
Natürlich braucht der Sohn von Welt eine kurze Vorbereitungsphase vor dem Test, um das Gerät mit Hustentee zu fluten, aber das geht sehr schnell und ohne dass die Eltern was merken…
;-)
Sonntag, 22. Januar 2012
Oder: Warum Krankenschwestern selten Pflaster an den Fingern haben.
Momentan sind unsere Kids saisonbedingt ein bissel am Husten und deshalb haben wir einen Verdampfer zum Inhalieren verordnet bekommen. Das Inhalier-Prinzip ist dabei immer recht ähnlich; man füllt das Mundstück mit Wirkstoff und anschließend darf das Kind so lange inhalieren, bis kein Nebel mehr aus dem Mundstück kommt.
Bei unverdünnten Wirkstoffen wird der Wirkstoff tropfenweise dosiert, und weil solch kleine Mengen nicht zum Vernebeln reichen, wird schlicht mit einer isotonischen Kochsalzlösung aufgefüllt.
Nun waren aber gerade die Plastikampullen mit der Kochsalzlösung in der Apotheke alle, deshalb haben wir Glasampullen bekommen. Schließlich kommt es ja auf den Inhalt an und nicht auf die Verpackung (wobei ich auch Leute kenne, die das gaaaanz anders sehen…).
Wir durften also unsere eigenen Erfahrungen mit der sach- und fachgerechten Öffnung von Glasampullen machen…
Also haben wir uns an diverse Klinikaufenthalte zurückerinnert, wie der Profi die Eröffnung von Glasampullen realisiert: Das Krankenhausfachpersonal nimmt so eine Ampulle in die Hand, schnippst ein paarmal gegen den Oberteil, und dann wird der Ampullenhals beherzt in einem Zug abgeknickt.
Was lag also näher, als genau dasselbe zu tun? Und tatsächlich: das funktionierte!
Aber nur manchmal.
Denn manchmal war der Rand der Ampulle super scharfkantig.
Und ein paar Mal ist uns der Deckel in der Hand zerbröselt, was wunderbar schmerzhafte Mikroschnittverletzungen zur Folge hat. Glassplitter, die man nicht mal mehr mit der Pinzette zu fassen bekommt, bohren sich äußerst unschön in die Epidermis; die Rekonvaleszenz zieht sich hin.
Wie machen das die Ärzte und Krankenschwestern, dass sie nicht das ganze Jahr über mit dick verbundenen Händen rumlaufen müssen?!? Da muss doch ein Trick dabei sein!
Also habe ich hier für alle, die es interessiert, die entscheidenden Tipps, wie man Glasampullen ohne Verstümmelungen aufkriegt (siehe dazu mein zweites Bild):
- das Schnippsen bringt gar nix. Das sorgt nur dafür, dass der Inhalt nach unten geht.
- Auf den Ampullenköpfen ist ein farbiger Kreis drauf. Der sollte beim Aufmachen zum Öffnenden hin zeigen.
- Geknickt wird dann der Kopf vom Öffner weg (siehe Pfeil)
- Unterhalb dieses farbigen Kreises (bei unseren NaCl-Ampullen ist der blau) ist das Glas angeritzt — als Sollbruchstelle (im Bild mit Pfeilen markiert, weil nur schwer zu erkennen)
- Am Besten kriegt man den Inhalt bei kleinen Ampullen mit einer Spritze raus; Schütteln bringt kaum was und dauert ewig, weil durch die kleine Öffnung kaum Luft reinkommt.
Schon seit Jahrzehnten wird vor den Gefahren von Monokulturen gewarnt.
Wenn man mit dem Rucksack beispielsweise in Mittelamerika unterwegs ist, schüttelt man als Unwissende(r) nur den Kopf, wie bei Grenzübertritten der Bus mit Gift eingenebelt wird und alle Passagiere mit den Schuhen durch ein Pestizidbad latschen müssen.
Dass ein Krankheitsbefall in den riesigen Plantagen verheerende Auswirkungen haben kann, war mir deshalb natürlich klar, aber so genau wie der Lars Fischer das in den Scilogs erklärt, wusste ich das noch nicht.
Bananenstauden sind nämlich Klone — genetisch identisch zu ihren Eltern. Und deshalb wird jeder Plantagenarbeiter ganz furchtbar aufmerksam, sobald er eine Bananenpflanze sieht, die Unnormalitäten zeigt - alle anderen Pflanzen wären genauso anfällig.
Dem verlinkten Artikel nach ist die Bananensorte, die wir kennen, vom Aussterben bedroht, weil es bislang noch niemand geschafft hat, die seit 2005 von Südostasien und Australien her sich ausbreitende Fusariose aufzuhalten.
Wir werden sehen; bei der Vorgängerbananensorte “Gros Michel” hat es bis zum Aussterben gut vierzig Jahre gedauert.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Grade im Radio: irgendeine Bundesbehörde kann sich nicht erklären, warum die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr zurückgegangen ist.
Also, ich probier das mal für euch aufzudröseln:
Wenn jetzt da jemand beispielsweise ein Herz spendet, dann wird das ja bei diesem jemand rausgemacht und irgendwo anders wieder reingebastelt.
Und dann sieht die Situation ja so aus:
Derjenige, der das Spenderorgan kriegt, fällt schonmal von der Liste der potentiellen Organspender runter, weil dem macht man ja was raus, was eh nicht mehr tut.
Und der der das Organ gibt, der ist ja auch runter von der Liste, weil der hat ja anschließend nix mehr zu spenden beziehungsweise fällt für zukünftige Spenden üblicherweise flach.
Nun könnte man ja den Empfänger dazu verdonnern, sich mal pro Forma als Organspender zu verdingen, aber das wär ja dann quasi ein Organ aus zweiter Hand und das mögen die Chirurgen wegen der Gebrauchsspuren an den Anschlüssen nicht so gern.
Und deshalb wird die Zahl der Spender mit jeder Spende um wenigstens eins kleiner.
(Wer Ironie findet, darf sie behalten!)
Dienstag, 10. Januar 2012
Die Leute von Zeptolab haben offenbar anlässlich der CES das Ausnahmespiel “Cut The Rope” auf HTML5 portiert.
Somit kann man das Spiel nun mit jedem halbwegs aktuellen Browser zocken; richtig Spaß macht es freilich erst als “echte App” auf einem iPad…
Zum Zocken surft man schlicht zu http://cuttherope.ie.
In den Kommentaren zur zugehörigen Heise-Tickermeldung steht, dass das Spiel nicht mit allen Browsern über alle Level geht; ich habs auf Mac OS X 10.6 mit dem aktuellen Safari (5.1.2), dem Firefox 9 und Chrome Beta (17.irgendwas) zumindest erfolgreich (an-)getestet; der Firefox 10 will dagegen tatsächlich nicht.
Da muss ich wohl doch mal bei Microsoft anfragen, wie ich an einen IE für den Mac komme…
Übrigens ist die HTML5-Variante von Cut The Rope auf einem alten Macbook auch eine klasse Möglichkeit, das System mal wieder ordentlich durchzupusten; so schön schafft es nichtmal Youtube, den Lüfter röhren zu lassen…
Fröhliches Seil abschneiden!
Sowas aber auch!
Es gibt tatsächlich einen Verein, der sich “German Barbecue Association” nennt. Die richten jedes Jahr eine deutsche Meisterschaft aus. Und die für 2012 ist tatsächlich im Landkreis Schwäbisch Hall - nämlich in Schwäbisch Hall selbst, am 5. und am 6. Mai…
Sachen gibt’s…
:-)
Sonntag, 8. Januar 2012
Kurz nach Neujahr waren wir mit den Kindern mal auf dem Hesselberg, den man ja auch von verschiedenen Stellen in Kreßberg aus ganz gut sehen kann.
Dabei sind wir offenbar Zeugen eines nicht ganz alltäglichen Phänomens geworden.
Da es der gnädige Herr Junior vorgezogen hat, während der Hinfahrt einzuschlafen, musste verständlicherweise jemand auf das Auto aufpassen. Also habe ich eben aufgepasst und mir die Zeit damit vertrieben, die wenigen anderen Besucher zu beobachten.
Plötzlich kam ein Mann mit ordentlich Speed mit seinem Offroad-Vehikel den Buckel hochgefahren, hat direkt neben uns hingeparkt, ist den kleinen Gipfel vor der Osterwiese hochgespurtet bis neben mich und meinte, dass er gehört habe, heute könne man die Alpen sehen.
Dann hat er sein Fernglas ausgepackt und zuerst gemeint “Nee, das ist nicht gut”, dann kam “Oh, doch…” und direkt drauf dann “Das ist ja wunderbar!”
Grund genug, die Kamera auszupacken und auch mal gen Süden zu halten…
Weil das unbearbeitet nicht so gut rauskommt, hab ich mit dem Gimp ein bissel an den Farbkurven rumgedreht, und dann sieht man die Zugspitze dann schon deutlicher:
Nice!
;-)
Mittwoch, 4. Januar 2012
Sowas putzen unsere Kids innerhalb von ein paar Minuten weg. Es blieben nur ein paar Gurkenscheiben übrig…
Aber eigentlich geht’s mir mit diesem Beitrag um die Bildqualität. Die von meinem Galaxy 3 ist zwar immerhin so gut, dass man erkennt, worum es geht. Aber es gibt inzwischen auch schon gaaaaaanz andere Handy-Kameras, wie zum Beispiel die im iPhone 4S:
Heute früh, auf einer der Müslischachteln der Kids:
(sorry für das miese Handyfoto)
Trotz vierfacher Menge enthalten 100g gegenüber 25g nur das 2,5fache an Kalorien?
Hä?
Und das Zeugs hat auf 100g weniger Eiweiß wie auf 25g?!?
Was bitte?
Und Zucker ist in 100g nur grob nur das doppelte von 25g drin?!?!?!?
Muss ich das kapieren?
Und in 25g stecken mehr Fett als in 100g?!?!?!
Sind die komplett bescheuert?
Können die nicht rechnen?
Haben die überhauptkeine Ahnung vom Dreisatz?
Des Rästels Lösung steckt im Kleingedruckten in Form der Erklärung, was die zwei Sternchen neben den “25g” bedeuten:
Die Angaben für 100g wären für trockenes Zeugs, in den Angaben für 25g stecken aber zusätzlich noch 125g Milch…
Ferrero, da nehmt euch mal ein Beispiel! So klärt man die Verbraucher auf!