Donnerstag, 7. November 2013

Größenverhältnisse

Seit gestern geht eine Meldung durch die Medien, von wegen dass man Asteroiden nicht unterschätzen soll. Wie zum Beispiel hier in der FAZ. “Forscher” haben demnach die Daten des Einschlags von Tscheljabinsk ausgewertet und sind zu verschiedensten Erkenntnissen gekommen.

Über was ich spontan gestolpert bin, sind die “technischen Daten” des Asteroiden. Der soll einen Durchmesser von 20 Metern gehabt und dabei 10000 Tonnen gewogen haben.

Mooooment. 20 Meter konnte ich ja gedanklich noch irgendwie greifen. Das ist ungefähr so dick wie eine Reihe von vier Autos beim Parken lang ist.
Aber mit den 10000 Tonnen bin ich nicht klar gekommen, weil das ist ja der Gegenwert von zehntausend (!) Autos. (Anm. d. Red.: früher hat man mit “1 Mittelklassewagen = 1 Tonne” gerechnet. Heute muss man eher “1 Kleinwagen = 1 Tonne” annehmen).
Und zehntausend Autos, das ist eine etwas unübersichtliche Menge, die ich mir einfach nicht in einer 20 Meter dicken Kugel vorstellen konnte.

Also habe ich mal nachgerechnet.

Eine Kugel mit 20 Metern Durchmesser hat ein Volumen von 4189 Kubikmetern. (Vierdrittel Pi r-hoch-drei). Ein solches Volumen probiere ich mir vorzustellen, indem ich mir einen Querschnitt von einem Meter mal einem Meter vorstelle (Meterstab 1x in der Mitte geknickt) und diesen dann entsprechend lang mache. Für 4189 Kubikmeter muss ich den dann über 4 Kilometer lang machen.
Krass, und das in “nur” 20 Metern Durchmesser!

Aber weiter zur Dichte des Asteroiden. Eine Dichte ist immer ein Gewicht geteilt durch ein Volumen. Wir haben 10000 Tonnen und die 4189 Kubikmeter, also hatte der Asteroid eine mittlere Dichte von 2,387 Tonnen pro Kubikmeter oder entsprechend 2387 Kilogramm pro Kubikmeter. Das ist wiederum relativ leicht, weil ein Kubikmeter Wasser wiegt auch schon 1000 Kilogramm.

Ein kurzer Blick in eine Dichtetabelle, zum Beispiel die in den Wikibooks, zeigt uns, dass Gips, Sandstein und Glas mit um die 2,5 Tonnen/m^3 eine ähnliche Dichte haben.

Und dann ist das ganze wieder vollkommen okay und war nur in meinem Kopf ein Problem, weil ich mir weder eine Kugel mit 20 Metern Durchmesser noch ein Gewicht von Zehntausend Tonnen vorstellen konnte!

Sonntag, 3. November 2013

Kleiner Hirnknoten gefällig?

Die Tage bin ich irgendwo im Internet über den Kollegen Ian Fieggen gestolpert. Der ist seines Zeichens Australier und eins seiner Hobbys ist … Schuhe binden.
Er sagt, dass er die wohl schnellste Art gefunden hat, wie man seine Schuhe binden kann.
Die Anleitung dazu hat er freilich auch auf seiner Webseite.

Wer es damit nicht schafft, der suche beispielsweise auf Youtube nach “Ian’s Knot”. Dort findet man hunderte von Videos, die einem erklären wollen, wie das genau funktioniert — aber ich bin einfach zu doof dazu …
So ein paar Mal ist tatsächlich ein Knoten dabei herausgekommen, aber sobald ich das ohne Anleitung probiert habe, ging das recht zuverlässig in die Binsen. Da ist mein Hirn wohl etwas zu arg in Richtung “Standardschleife” konditioniert.

Diese Anleitung hier konnte ich noch am Besten nachvollziehen:

Und wer dem Herrn Fieggen persönlich auf die Finger schauen will, zieht sich dieses Video hier rein:

Schuhe binden ist doch definitiv das Richtige für den heutigen Weltmännertag, oder?

Sonntag, 27. Oktober 2013

Rein mit den Gartenmöbeln!

Ich bin ja auch so jemand, der den von der Zeitumstellung(*) verursachten Jetlag nicht ganz so gut verdaut. Vor allem frage ich mich bei jeder Umstellung wieder, in welche Richtung ich denn die restlichen manuellen Uhren nun eigentlich drehen muss.

Aber da gibt es ja gottseidank ein paar Eselsbrücken, und die für Nordeuropa gültige konnte ich mir ganz gut merken:

  • Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor
  • Im Herbst stellt man sie wieder zurück

Übrigens ist die Winterzeit die Normalzeit. Also das, was es ausschließlich gab, bevor Paulchen Panther kam. Und so einige Länder haben den wirtschaftlichen Blödsinn auch schon wieder abgeschafft. (Siehe dieses Bild; die mit oranger Farbe machen nicht mehr mit, und das ist immerhin der Flächen- und menschenmäßig größte Teil unserer Erde)

Interessant ist auch immer wieder, wie viele Geräte man benutzt, welche eine Uhr haben, die sich nicht automatisch umstellt. Mein Auto ist so ein Fall. Zwar gibt’s irgendwo in den Untiefen des Menüs eine Option “Automatischer Zeitabgleich”, aber das funktioniert offenbar nur, wenn man längere Strecken fährt. Da muss ich jedes halbe Jahr wieder manuell angreifen.
Unser EinschlafradioiPodDingens (bestückt mit einem Firewire-iPod der dritten Generation mit den Hörspielen von Ohrka.de) hat einen netten Schiebeschalter auf der Rückseite, mit dem man zwischen Sommer- und Winterzeit umschalten kann.
Die Uhr im Bad muss von Hand bearbeitet werden. Das hatte ich vor zwei Jahren ja schonmal beschrieben.
Und dann wäre da noch die Digitalkamera und das DECT-Telefon und die Mikrowelle (die wir gern auch mal als Stromausfallanzeige verwenden; sobald der Strom auch nur ein paar Millisekunden weg ist, steht auf der nervig blinkend “0:00”).

(*): Das DLR ließ übrigens per Twitter verkünden, dass man bitteschön nur die Uhren umstellen solle, und nicht die Zeit. Schon 60cm würden mitunter genügen. Außerdem empfehle es sich, für die Datumsgrenze immer wasserfeste Farbe zu verwenden.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Der Puppenfee Hasen

Das Dinkelsbühler Ballett hat gestern in Aalen “Die Puppenfee” aufgeführt.
Unverzichtbar dabei freilich (wenn auch wahrscheinlich im Original nicht in dieser Form enthalten): die weißen Häschen, und ohne eins von den Strempfers wären die auch nicht vollständig gewesen.

der_puppenfee_hasen.jpg

Schön war’s! Vor allem auch, weil es keine reine Tanzvorstellung war und weil man immer was interessantes sehen konnte, egal wohin man auf die Bühne schaute. Zum Beispiel so: da lief links einer interessiert durch die Puppen, während rechts die Kinder des reichen Ehepaars ablehnende Gesten machten und in der Mitte der Gehilfe des Spielwarenhändlers irgendwas abstaubte.

Samstag, 5. Oktober 2013

Und für’s regnerische Wochenende: ein Makrorätsel

Zugegeben, dieses hier ist vielleicht ein bissel fies, aber sind sie das nicht alle?
;-)

Was haben wir denn hier?!

makroraetsel_20131005.jpg

Wie immer gibt’s die Fotos “in größer”, wenn man drauf klickt, und genauso wie immer gibt’s die Lösung nach einem Klick hierauf ==> [Weiterlesen…]

Freitag, 4. Oktober 2013

Seite 61

Neulich war ich mit den Arbeitskollegen unterwegs. Da die um meine Profession wissen und auch, dass ich gern probiere, schöne Fotos zu machen, wurde ich kurzerhand zum Eventfotografen befördert.

Also habe ich meine Kameratasche mitgenommen und drauf los geknippst. Kollegen vor der Abreise, Kollegen mit Getränken in der Hand, lachende Kollegen, …

Nur meine gute alte EOS 1000D war schlecht drauf, weil da blinkte ständig eben nicht das mittlere AF-Messfeld (so heißen die Quadrate mit den roten Punkten, die man durch den Sucher sieht), sondern das ganz rechts neben draußen. Ich musste also, um ordentliche Portraits zu schießen, erst links am Ziel vorbeipeilen, dann scharfstellen und dann wieder das Ziel in die Mitte rücken.

Üüüüüübelst.

Für des Rätsels Lösung habe ich die halbe Fahrt lang meine Handy-Internetfunktion missbraucht.

Weil selbst bei der EOS 1000D lässt sich das AF-Messfeld einstellen, und das steht auf besagter Seite 61 der Bedienungsanleitung (die ich bis dahin freilich nur flüchtig angeschaut hatte).

Für alle, die genauso ratlos dastehen, wie ich, hier die Lösung:

  • Die manuelle Auswahl des AF-Messfelds gilt nur für die Kreativ-Programme (P, Tv, Av, M)
  • Zum Wählen drückt man zuerst die Zoom-Plus-Taste. Oberhalb dieser sind die AF-Messfelder sogar schon angedeutet.
  • Wenn man das Display an hat (Taste “Disp”), dann wird das eingestellte Messfeld auf dem Bildschirm angezeigt. Wenn alle leuchten, dann ist die automatische Messfeldwahl aktiv. Ansonsten leuchtet nur eins. Das kann man mit der Taste “Set” umschalten.
  • Mit der Nase am Display kann man nun das Wahlrad zum “durchscrollen” verwenden; wenn man mit dem Display arbeitet, drückt man die Pfeiltasten.
  • Mit einem weiteren Druck auf “Zoom Plus” wird die Einstellung gespeichert.

Frohes Fotografieren!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Geschäftstipp

Hey, psst!
Du!
Ja, genau du!
Weißt du, wie man in Deutschland viel Geld verdienen kann? Nein?
Okay, ich verrate es dir:
Sichere dir einige Zeit nach der Erstveröffentlichung eines Fotos die Rechte daran. Manche Fotografen lassen sich für ein paar Hunderter auf so einen Handel ein.
Dann benutze die Google-Bildersuche (*), finde Leute, die das Foto ohne deine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht haben, vorzugsweise die, die gar nichts von dir wissen können, weil sie das Foto veröffentlicht haben, lange, bevor du die Rechte gekauft hast. Dabei ist es sinnvoll, sich Leute mit eigener Domain herauszusuchen. Die Facebooker kriegt man leider nicht so einfach vor Gericht, aber für alle mit eigener Domain hat die Denic ja eine ladungsfähige Adresse gespeichert, die man sich einfach online holen kann. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich um private Blogs oder sonst irgendwelche nichtkommerziellen Seiten handelt. Vom Teckelklub Hintertupfingen kriegt man genauso eine Adresse wie von harmlosen Familienwebseiten oder privaten Fanclubs.

Nun besorge dir einen Anwalt, der Abmahnungen über mindestens vierstellige Summen an diese Leute verschickt. Dabei kann man sich ruhig Zeit lassen, denn je später nach dem Veröffentlichen, desto besser. Der fällige Schadenersatz-Betrag richtet sich nämlich unter anderem nach der Veröffentlichungszeit. In die Abmahnung kann man dann ruhig auch noch reinschreiben, dass ja eigentlich viel mehr Geld fällig wäre, dass man aber kulanzhalber nur ein Viertel von dem eigentlich fälligen Betrag verlangt.

Was meinst du, das geht nicht?
Doch, geht.
In Deutschland leider schon. (**)

Ich empfehle allen Mitopfern solcher Fälle die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke, zum Einen, weil die eine sehr ausführliche FAQ zum Thema online haben und zum Anderen, weil die in meinem persönlichen Fall die ursprüngliche Summe annähernd dritteln konnten.

P.S.: Es spricht übrigens als Rechteinhaber rein gar nichts dagegen, zuerst mal Kontakt mit dem Seitenbetreiber aufzunehmen und das Löschen des fraglichen Fotos zu verlangen. Aber das wäre ja “vernünftiger Umgang mit Mitmenschen”, was heutzutage nicht mehr groß zählt, und dabei kommt dann auch kein Geld rein.

(*): Die Google-Bildersuche eignet sich deshalb vorzüglich, weil die auch tatsächlich nach Bildern suchen kann. Hierzu surft man einfach zu http://images.google.de, dann klickt man auf den kleinen Fotoapparat in der Suchleiste. Je nach Browser und Betriebssystem kann man dann entweder ein Foto vom eigenen Rechner hochladen oder direkt das Foto vom Desktop in die Suchleiste reinziehen. Et voilà: Treffer über Treffer …

(**): Nicht so beispielsweise in den USA, weil da gibt’s etwas namens Fair Use.

Samstag, 14. September 2013

Auch als Mann darf man zeigen was man hat!

… wenn man ein paar nette Urlaubsfotos aus Ostfriesland hat, zum Beispiel …
;-)

In der Weltstadt Nesse findet man dieses Arrangement gegenüber eines Spielplatzes. Mein Arbeitskollege meinte: “hier kriegt man ja alles für eine erfolgreiche Nacht” …

kaugummi_kondome_kippen.jpg

Watt ist, was übrig bleibt, wenn das Meer ein Nickerchen macht. Begeistert Kinder wie Hund gleichermaßen. Das Foto zeigt Teile des Hundestrandes in Norddeich, insbesondere unsere drei Kids und unseren Hund bei abfließendem Wasser.

dreierpack_mit_hund.jpg

Auch in Norddeich haben wir unglaublich viele Marienkäfer auf einen Haufen gesehen:

marienkaeferpest.jpg

und

marienkaeferpest2.jpg

Und wenn man seinen Hund mal wieder aus dem Watt rauskriegt (weil da kann man ja super rumrennen und probieren, Möwen zu jagen), dann läuft der ja mit seinen schlammigen - oh sorry - wattigen Füßen durch den Sand, und das gibt sehr interessante Deko am Hundebein:

hundepfote_mit_watt_und_sand.jpg

Sieht mehr nach Kamelfuß als nach Labrador-Retriever aus, oder?!

Auf Baltrum, der kleinsten der ostfriesischen Inseln, gibt es die wohl genauste Wetterstation von ganz Ostfriesland:

baltrum_wetterstation.jpg

Und schließlich und endlich haben wir auch das Rad vom wohl ignorantesten Radfahrer Ostfrieslands am Hafen von Baltrum gesehen. Das hier:

schilder_und_die_praxis.jpg

Freitag, 6. September 2013

Bleibt hängen

Letzte Woche auf dem Heimweg von der Nordsee sind wir durch eine Stadt gefahren, in der es eine Plakatkampagne für (Land-) Ärzte gab.
Das waren Portraits von Ärzten, und dabei stand immer ein ziemlich doppeldeutiger Spruch. Zwei der Plakate sind mir aufgefallen, und selbst heute noch hängen mir die Sprüche im Kopf rum.

Der eine war: “Ich bin Kinder- und Jugendärztin. Unser Nachwuchs macht mir Sorgen”.
Und der andere war: “Ich bin Facharzt. Ich werde Ihnen fehlen.”

Echt gut gemacht, und inzwischen hab ich die Plakate auch im Internet gefunden.

Montag, 19. August 2013

Errungenschaft

Eine der besten Ideen des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts war es sicherlich, Styropor-Fake-Stuck-Eckleisten mit Fliesenkleber an der Wand zu fixieren.

styropor_und_fliesenkleber.jpg

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