Sonntag, 5. Juli 2015
Ich war ja neulich Ballon FAHREN.
Dabei sind wir auch über so einige Waldstücke geFAHREN. Nun gibt es rings um Rothenburg nicht wirklich extrem viel Nadelwald. Aber so ein paar Nadelbäume gibt es dann doch, und die sehen von oben echt witzig aus, fast wie Romanesco oder Broccoli oder so:
Auch wusste ich nicht, dass man aus dem Ballonkorb raus die verlegten Drainageleitungen erkennen kann. Das sind die Fischgrätenartigen Linien hier auf dem Feld:
Sehr schön war das, habe ich das schon erwähnt?!
Sonntag, 28. Juni 2015
Aufgrund der für die in meinem Blog vorherrschenden Verhältnisse überwältigenden Resonanz sehe ich mich genötigt, an dieser Stelle das Geheimnis der Eierlikörtorte à la Wolfram zu veröffentlichen.
Material für das Fundament
- 6 Eier
- 200g gemahlene Mandeln
- 100g Zartbitterschokoladebollen oder -Raspeln
- 80g weicheR Butter
- 80g Zucker
- 1 P. Vanillezucker
- 1 TL Backpulver
- 25ml Rum
- 25ml Weinbrand
Material für die Fassade
- 2 Becher Sahne (400g)
- 1 P. Sahnesteif
- 1 P. Vanillezucker
- ca. 200ml Eierlikör
- 50-100g Schokoraspeln
Zum Ablauf.
Erstmal machen wir uns Platz in der Küche.
Nun werden die Eier getrennt. Das Gelbe kommt schonmal in die große Rührschüssel, das Weiße wird zu Eischnee verhauen (ein paar Minuten mit dem Handrührer) und mal zur Seite gestellt.
Zu den Eigelben kommt dann der ganze Rest von den Fundamentzutaten: die gemahlenen Mandeln und die Schokolade (in je nach Gusto mehr oder weniger kleinen Stücken), der Zucker, der Vanillezucker, ein Teelöffel Backpulver, und der weiche Butter (wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) in Stücken.
Außerdem verleiht man in diesem Schritt dem Tortenfundament die eigene Note, indem man 50ml Schnaps dazu gibt. Original gehören da halbe/halbe Rum und Weinbrand rein, ich habe aber auch schon mal nur Havana reingerührt, als ich keinen Weinbrand mehr hatte. Das kam auch sehr geil.
Ordentlich verrühren das ganze (geht mit den Eischnee-kontaminierten Schneebesen ganz gut, wenn der Butter nicht zu hart ist)
Zum Schluss hebt man den Eischnee drunter. Dann kommt die Pampe in eine runde, mit Backpapier ausgelegte und gefettete Springform und darf bei etwa 175° für etwa 40 Minuten in den Backofen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Nach dem Backen wird das Fundament zügig auf einen Rost ausgepackt und zugedeckt erkalten lassen. Zwei Stunden bei Zimmertemperatur sind meiner Erfahrung nach okay. Wenn der Boden irgendwelche auffälligen Gipfelchen hat, sollte man diese vor der Fassadengestaltung mit einem langen Messer einebnen. Schließlich wollen wir das Ganze dann mit Eierlikör ausnivellieren.
Die Fassade wird dann relativ schlicht gestaltet:
Die Sahne (oder der Schlagrahm, wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) wird zusammen mit dem Sahnesteif und dem zweiten Pack Vanillezucker steif geschlagen. Den Basiskuchen platzieren wir auf einer Tortenplatte. Nun schnappt man sich einen Teigschaber oder ähnliches und streicht den Kuchen ringsrum ca. einen halben Zentimeter dick mit dem Schlagrahm ein. Oben sollte das Ding relativ glatt werden; die Seiten sind ziemlich wurscht, weil da eh noch Schokoraspel dran kommen. Keinesfalls den ganzen Schlagrahm aufbrauchen; denn mit zum Beispiel einem Spritzbeutel muss das Ufer des Eierlikörsees befestigt werden!
Die Geschichte mit den Schokoraspeln gelingt mir bislang am Ehesten so: mit einem flachen Teelöffel die Raspel aus der Packung entnehmen und in bester Maurermanier an die Seite der Torte klatschen. Die herunterfallenden Reste kann man recht gut recyceln.
Ganz zum Schluss kommt dann der Eierlikörsee. Dieser ergibt sich ganz von selbst durch profanes Auskippen auf dem Dach.
Expertentipp: nicht von einem halben Meter runter tröpfeln lassen; dabei wird der Sahneputz beschädigt!
Über die Mengenangabe lässt sich natürlich diskutieren, aber mit den 0,2 Litern kann man die Sahne recht gut abdecken, und das Dingens soll ja auch was für’s Auge sein, nüschwoar?!
Nun kommt der ganze Spaß noch für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, und dann kann man sich einen anfressen …
:-)
Samstag, 20. Juni 2015
Wir waren ja neulich ein bissel urlauben, und was uns kolossal fehlt, ist (neben vielem anderen) die uneingeschränkte und allgegenwärtige Verfügbarkeit von französischen Backwaren. Das was unser Dorfbäcker als “Pariser Brot” verkauft, hat mit dem Original in Etwa so viel gemeinsam wie ein Traktor mit einem Rennauto.
Also habe ich mich ins Netz gewagt und ein Rezept gefunden, welches im Ergebnis durchaus nahe an das Zeugs aus dem Urlaub ran kommt.
Zugegeben, jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, habe ich noch keine Ahnung, was “Poolish” oder “kalte Führung” bedeutet (das muss ich nachher noch googeln). Oder was an den Wartezeiten Voodoo ist und was nicht.
Ich geb aber mal ein paar Tipps unter uns Hausmännern:
- Wenn man Sonntag morgens Baguette für die Family backen will, muss man laut dem Rezept Samstag morgens anfangen. Hab ich so gemacht.
- Weizenmehl Typ 65 hab ich keins gefunden. Pupsnormales Standardweizenmehl geht offenbar auch. Und das Weizenmehl lässt sich (bei Mangelerscheinungen) auch komplett durch Dinkelmehl in gleicher Menge ersetzen, auch das geht.
- Backmalz habe ich keins gefunden. Also habe ich Zuckerrübensirup verwendet. Geht auch.
- statt der frischen Hefe tut’s auch Trockenhefe. Geht auch. Ich habe ein (1) Tütchen anteilig in den Vor- und den Hauptteig reingeleert.
- den Vorteig kann man gut noch mit den Schneebesen im Handrührer machen
- den Hauptteig muss man aber mit den Knethaken rühren. Mein 450W-Markengerät wird nach den vorgeschlagenen 20 Minuten schon merklich warm.
- Ich hab das “9°-Wasser” so kalt wie möglich aus dem Wasserhuhn entnommen, geht offenbar auch.
- die 24 Grad konnte ich auch nicht garantieren, ich hab den Pott halt zugedeckt in der Küche stehen lassen. Ging auch.
- “Gefaltet” hab ich den Teig beim Umfüllen in die Schüssel so: mit dem Teigschaber umfüllen, dann mit Mehl bestreuen und dann tatsächlich einmal gefaltet.
- die Umfüll-Schüssel sollte sehr deutlich größer sein als die Anrühr-Schüssel. Weil wegen der freien Entfaltung und so.
- für meinen ersten Versuch hab ich den Teig bereits nach 10 Stunden aus dem Kühlschrank geholt, nur eine halbe Stunde aufwärmen lassen und auch nur eine halbe Stunde “zur Gare” gestellt (was auch immer das wieder heißen mag).
- Baguettes forme ich so, dass ich den Teig in handliche Stücke teile, nochmal mit etwas Mehl bestäube und durchknete. Dann werden die länglich gemacht und verdrillt. Dann kommen die aufs Blech, dürfen sich noch ein bissel ausruhen (das ist das, was ich unter “Gare” verstehe) und dann werden sie eingeschnitten.
- Vor dem Backen mit ein wenig Wasser bestreichen macht noch knusprigere Knusperkruste.
Freitag, 19. Juni 2015
Das heute angebotene Update für’s OnePlus One rentiert sich:
Schon allein deswegen, weil man jetzt wieder Fotos per Bluetooth auf den Mac beamen kann.
Samstag, 6. Juni 2015
Die letzen paar Tage waren wir urlauben auf einer Insel im “Mittelmehr” - genauer gesagt, am “Dreimeereseck” zwischen dem Ligurischen, dem Thyrrenischen und dem Balearen-Meer.
Kurzfazit: Korsika ist echt schön!
;-)
Ich werde ob der schieren Menge der geschossenen Fotos sicherlich noch einige Zeit mit Sichten und Sortieren verbringen. Und dabei haben wir gar nicht sooo viel unternommen. Ein paar davon werde ich sicher auch hier im Blog zeigen.
Was ich an dieser Stelle auf jeden Fall noch loswerden wollte, ist ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an die Österreichische Bundespolizei!
Weil das war nämlich so:
Nachdem uns am Donnerstag Abend um 18.00 Uhr das Festland wieder hatte und wir durch die “Pöbene” (Po-Ebene, Anm. d. Red.) über Mailand, Lugano, Bellinzona und den San Bernardino (dank nächtlicher Tunnelsperrung sogar den echten San Bernardino!) gefahren waren, sind wir links an Liechtenstein vorbei. Von Deutschland trennt einen an dieser Stelle nur noch ein kurzes Stück Österreichische A14 mit Pfändertunnel bis Lindau. Und auf dem Parkplatz nach dem Pfändertunnel hat besagte Bundespolizei mitten in der Nacht eine Pickerlkontrolle gemacht. Und die nachtarbeitenden Beamten haben sich unser Pickerl angeschaut (es war zu diesem Zeitpunkt schon Freitag, der 5. Juni) und haben befunden, dass unser 10-Tages-Pickerl vom 24. Mai noch in Ordnung geht und haben uns weiterfahren lassen.
Sehr nett!
Montag, 27. April 2015
Wenn man die Knippse seiner Wahl nimmt, irgendein Automatikprogramm anschmeißt und sich neben einen Bachlauf stellt, dann könnte beispielsweise sowas dabei rauskommen:
Hier hat sich die Elektronik für 1/100 Sekunde Belichtungszeit und komplett offene Blende (bei diesem Objektiv war das f/2.8) entschieden, was man auch an dem relativ schmalen Schärfentiefebereich erkennen kann. Vorder- und Hintergrund saufen etwas in der Unschärfe ab. Das sieht zwar auch nicht ganz daneben aus, aber mit verträumt-weichem Wasser hat das nix zu tun.
Also habe ich für das nächste Foto zwar denselben Automatikmodus verwendet (ich mag ja den “P”), aber ich habe die Blende so weit wie möglich zugeschraubt (f/32). Die Automatik hat dafür eine Belichtungszeit von 1,3 Sekunden berechnet, und damit wird das Wasser auch schon deutlich weicher:
Auf diesem Foto sieht man auch schön den Effekt der geschlossenen Blende. Obwohl ich sonst nichts weiter verstellt habe, ist nun auch das Gras im Vordergrund noch “schön scharf” geworden.
Nicht vergessen darf man dabei, dass ich für diese Fotos in der Dämmerung unterwegs war. In der Mittagssonne wäre da nicht viel weich geworden, weil die Belichtungszeit dann trotz geschlossener Blende immer noch wasweißich 1/250tel oder so gewesen wäre.
So richtig weich wird’s auf jeden Fall erst, wenn man noch länger belichtet. Und an dieser Stelle sind dann typischerweise die Grenzen des Equipments erreicht, denn die Blende noch weiter als “ganz zu” zu machen, geht halt net. Freilich könnte man nun auch noch die ISO so weit wie möglich runterdrehen, und damit würde die Belichtungszeit wahrscheinlich auch noch ein bissel länger. Aber so richtig lang kann man auch dann nur belichten, wenn’s draußen duster wird.
Des Fotografen Lösung für dieses Dilemma heißt “Graufilter” oder “ND-Filter”. Das sind (im Idealfall) ungefärbte (deshalb “Grau-” beziehungsweise “Neutraldichte”) Filter, die man sich aufs Objektiv vorne drauf schraubt und die je nach Ausführung mal weniger und mal mehr abdunkeln.
Ich hab mir vor längerem schon mal einen “ND-8”-Filter zugelegt. Der tut (je nach Interpretation) so, als wäre die Blende nochmal 8 Stufen weiter zugedreht oder als könne man 8x länger belichten. Das ist zwar schonmal nicht schlecht für Langzeitbelichtungen, bringt aber keine dramatischen Unterschiede.
Richtig gut ist für den Zweck aber mein “Variable ND”-Filter. Das ist technisch gesehen eine Kombination aus zwei linearen Polfiltern, die ich gegeneinander verdrehen kann. Ist die Filterrichtung parallel, wirkt das Dingens wie eine Sonnenbrille (und verdoppelt die Belichtungszeit), wenn ich aber die Filterrichtung überkreuze, dann kommt kaum mehr Licht durch. Mit diesem Filter habe ich auch die Sofi neulich geknippst.
Meine ND-Filter passen leider nicht auf meine 90mm-Festbrennweite, deshalb musste ich an dieser Stelle kurz das Objektiv wechseln, was dazu führt, dass die Fotos leider nicht direkt vergleichbar sind.
Für das Bächlein bin ich nun so vorgegangen:
- Filter drauf, Licht durchlassen
- Fokussieren, dann AF aus (weil der AF geht freilich auch nicht mehr so gut, wenn man abdunkelt)
- Kamera auf M
- Filter auf “halbzu”
- Blende ganz zu (f/32)
- Belichtungszeit 15 Sekunden (π-mal-Daumen-Kontrolle über Belichtungsmesser im Sucher)
Und damit sah das Ergebnis so aus:
So gefällt mir das!
Wobei damit auch direkt schon das nächste Ziel klar ist: Offenblende und ND-Filter kombinieren! Damit müsste dann das Gras leicht unscharf werden, was den Blick eher auf den Bachlauf lenkt.
Sonntag, 12. April 2015
Lieber Wolfram,
wenn du das nächste Mal ein Ereignis mit mehreren Kameras aufnimmst (zum Beispiel mit der Kompaktknippse, der Spiegelreflexkamera und dem Handy), dann stelle bitte vorher sicher, dass die Uhren der Geräte auch schön synchron ticken!
Insbesondere kurz nach einer Zeitumstellung und wenn du die Fotos anschließend in einem gemeinsamen Album zusammen fassen willst …
Zu diesem “Merke” gibt’s einen sehr realen Hintergrund:
Denn meine liebe Frau wurde am Donnerstag in den (BallonFAHRER-) Adelsstand erhoben!Zusammen mit meinem Junior habe ich den Ballon verfolgt und das Ereignis mit allen möglichen Geräten fotografisch festgehalten. Als da waren unsere Mobiltelefonkamerasmartdingsgeräte, unsere Panasonic-Kompaktknippse und meine Spiegelreflexkamera.
Das Zusammenkopieren in einen Ordner war dank unterschiedlicher Dateinamen nicht wirklich das große Problem, aber der zeitliche Zusammenhang in dem einen Album war sehr … dürftig. Denn es war schon irgendwie deutlich unschön, dass sich zwischen die Fotos von der Landung nochmal ein paar Luftbilder geschmuggelt hatten und zwischen den Fotos vom Start Fotos von „überm Wald“. Und zwischen die Fotos von der Urkundenverleihung auch noch welche von der Zwischenlandung. Und und und …
Schön, dass mir die neue Fotos-App von Äppel die richtigen Mittel an die Hand gegeben hat, denn das Problem lässt sich damit tatsächlich recht simpel lösen.
Anstatt das Aufnahmedatum aller Fotos vor dem Importieren einzeln manuell anzupassen (mit exiftool oder ähnlichem), kann man auch die Fotos zuerstmal importieren und sich dann mit der Fotos-App so genannte intelligente Alben machen. Da habe ich dann als Bedingungen dann „Aufnahmedatum ist 9. April 2015“UND „Kamerahersteller ist Panasonic“ angegeben. Damit hatte ich schonmal alle Fotos von einer Kamera ausgewählt. Per Rechtsklick auf so ein „intelligentes Album“ kann man die Bedingungen auch nachträglich problemlos ändern.
Als Referenz habe ich die Handy-Fotos aus dem Gesamtalbum verwendet, denn die Handy-Uhr passt ja in aller Regel noch am genauesten (CMD+I beziehungsweise „Fenster -> Info“ lässt ein für diesen Zweck sehr praktisches Infofenster aufpoppen, welches die Eigenschaften des gerade markierten Fotos anzeigt). Damit habe ich erstmal den Zeitoffset ermittelt. Sommerzeitbedingt handelte es sich dabei um die besagte Stunde plusminus ein paar Minuten. Dann markiert man alle Fotos von dem „intelligenten Album“ und klickt auf „Bild -> Datum und Uhrzeit anpassen …“. Wenn man in diesem Dialog dann die Stunde um eins verändert (und gegebenenfalls die Minuten um die nötige Differenz), dann kann man alle Fotos auf einen Schlag an die richtige Stelle im „echten“ Album schieben. Denn die Fotos-App passt alle Fotos um die Differenz an. Ich hatte zuerst bedenken, dass dann alle Fotos die gleiche Uhrzeit bekommen, aber dem war eben nicht so. Das Procedere habe ich für meine beiden „richtigen“ Kameras durchgeführt, und schon hatte ich ein Sammelalbum, bei dem der temporale Kontext ziemlich korrekt war. Das „intelligente Album“ konnte ich anschließend wieder bedenkenlos löschen, denn die Bilder bleiben dabei erhalten.
Im Resultat habe ich nun ein Sammelalbum von allen Geräten, bei dem chronologisch korrekt zum Beispiel meine liebe Frau zu sehen ist, wie sie aus dem Korb raus ein Foto macht, das nächste zeigt dann mich und die Kids beim Fotografieren hochwärts und das übernächste die Übersichtsszene mit Startplatz und Begleitern (vom Handy).
Dienstag, 17. März 2015
Obacht: dieser Beitrag ist nichts für Leute, die nicht wissen, was ein Terminalfenster ist! Wer damit Probleme hat, sollte besser jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt!
Aber zur Sache.
Angenommen, man hat mehrere Jahrzehnte lang gespart und sich dann endlich einen neuen Mac gekauft.
Weiter angenommen, man möchte von seinem alten Rechner nur die wirklich wichtigen Daten übernehmen und nicht den (stellenweise jedoch sehr brauchbaren) Migrationsassistenten von Apple verwenden.
Dann baut man zum Beispiel zwischen beiden Rechnern eine Netzwerkverbindung auf und gibt auf dem alten Rechner die zu kopierenden Daten frei (üblicherweise den Benutzerordner) und los geht’s.
Nach einer Weile stellt man dann fest, dass einem ja noch die Daten vom Dashboard fehlen. Kein Problem, wir haben ja (hoffentlich) noch den alten Rechner, also kopieren wir das Zeugs einfach rüber.
So der Plan…
Aber da rauscht schon das erste Problem auf uns zu: wo finde ich das Zeugs?
Kein Thema, die Suchmaschine der Wahl verrät uns bei Eingabe der passenden Suchbegriffe die Antwort:
Selbst installierte Widgets findet man im Ordner
~/Library/Widgets
, die Dashboard-Überhaupt-Einstellungen in
~/Library/Preferences/com.apple.dashboard.plist
und die Einstellungen für die Widgets finden sich in vielen kleinen Dateien mit Namen
~/Library/Preferences/widget-*
Also kopiert man sich das Zeugs rüber auf den neuen Rechner (scp samt “Entfernte Anmeldung” ist dabei recht hilfreich, alternativ tut’s auch der Finder, dem man das Anzeigen der Library mit “Alt+Gehe zu” beibringt) und gibt im Terminal auf dem neuen Rechner ein beherztes
killall Dock
ein. Dann das Dashboard aufmachen und … NIX.
Was ist passiert, dass nichts passiert?
Ein kurzes grep verrät uns, dass in der Datei
~/Library/Preferences/com.apple.dashboard.plist
die Liste der aktiven Widgets enthalten ist. Bei weiterer Untersuchung fällt uns dann auf, wo der Haken hängt: die Benutzernamen haben sich geändert!
Mist!
Statt früher “maxmustermann” heißt der Benutzer auf dem neuen Mac “max“!
Nun - so die erste Idee - könnte man ja einfach in der Datei “Suchen und Ersetzen”, jedoch … holladiewaldfee, Apple speichert PList-Dateien inzwischen in irgendeinem Binärformat, welches sich nicht mehr so einfach editieren lässt?!
Nun ist guter Rat - respektive Software, die da weiterhilft - teuer …
Aber es geht auch mit Bordmitteln. Und zwar so:
Ein beherztes
defaults read com.apple.dashboard > ~/new_com.apple.dashboard
dekodiert uns die Binärdatei und schreibt den Inhalt gleichzeitig in eine editierbare Textdatei. Der obige Befehl legt diese editierbare Datei in unserem Benutzerverzeichnis (Tilde) ab. Nun nehme man den Editor der Wahl (z.B. nano oder vi oder auch den TextEdit) und Suche-und-ersetze “maxmustermann” mit “max“.
Dann speichere man und tätige nochmals einen Ausflug ins Terminalfenster. Dort lesen wir dann ganz derb unsere editierte Datei ein mit “
defaults read new_com.apple.dashboard
“, töten nochmals mit einem immer noch beherzten
killall Dock
das Dock und …
Wenn alles richtig war, haben wir jetzt auf dem neuen Rechner exakt dieselben Sachen im Dashboard wie auf dem alten Rechner.
Trivial, oder?!
Ich liebe Apple, weil’s so einfach geht!
;-)
Sonntag, 1. März 2015
So lange ich zurückdenken kann (und das ist inzwischen doch schon eine ganze Weile), ist es in Kreßberg so, dass die Straßenlampen um Mitternacht ausgeknippst und die Bordsteine hochgeklappt werden.
Und auch schon eine ganze Weile hat der regionale Energieversorger die Wartung unserer Straßenlampen übernommen.
Und JETZT, nach wasweißich, 50 Jahren, ist irgend so ein Klappspaten der Meinung, man müsse den Kreßbergern per Aufkleber signalisieren, dass die Straßenlampen Nachts ausgemacht werden!
Nix anderes bedeutet nämlich der Weiß-Rot-Weiße Kringel.
Wie haben wir ohne diese Schilder nur unsere Kindheit überlebt? Wenn wir SOLCHE Schilder gehabt hätten, wäre alles ganz anders verlaufen!!!
Sonntag, 22. Februar 2015