Ich war im Januar mit meinem Corsa beim Überwachungsverein, um mir eine Hauptuntersuchung zu holen. Wegen zwei Dingen hat es nicht im ersten Versuch geklappt. Zum Einen war eine Bremsleitung angerostet (die für die Hinterachse sind beim C-Corsa extrem beschissen zu erreichen), die konnte ich erfolgreich entrosten und mit Rostumwandler behandeln.
Der andere Punkt war, dass meine kunststoff-verglasten Scheinwerfer angeblich “blind” waren. Also habe ich mich zu dem Thema etwas schlau gemacht:
man kann die Dinger zwar polieren, aber das hält zum Einen nicht ewig und zum Anderen ist es nicht explizit erlaubt
für den C-Corsa gibt es geschätzt fünferlei unterschiedliche Scheinwerfer (unterschiedliche Höhenverstellung, Xenon, 3D-Ellipsoid, H1, H4 und H7)
Originalteile kosten richtig viel Geld
im Zubehör gibt es Scheinwerfer für weniger als 90€ / Stück
Ich habe mich dann für Zubehörteile von TYC entschieden; beim Dealer meines Vertrauens hat der rechte Scheinwerfer seltsamerweise 10€ mehr gekostet als der linke.
Aber ich verstehe immer noch nicht so ganz, was der Prüfer mit seiner Kritik da meinte.
Dann, der nächste Brüller: Bundeswehr bringt Uniformen für Schwangere. Angeblich hechelt da die Bundeswehr ja dem Trend hinterher, aber in meinen Augen stehen sich die Begriffe „Bundeswehr“ und „Schwangerschaft“ diametral entgegen. Das sind Antonyme.
Und schließlich der Kollege Scheuer (der Name ist offenbar Programm), der eine Handy-App zum Melden von Funklöchern rausbringen will. Wahrscheinlich gleich mit Lampe, die angeht, wenn der Strom ausfällt.
Be-Scheuer-t.
Ich mach mir gleich nochmal einen Kamillentee, vielleicht wird’s dann besser …
Heute ist Tag 10 des “Viralen Infekts”, den der Doc diagnostiziert hat. Das blöde an Viren ist ja, dass man nicht wirklich viel dagegen tun kann. Ich kann mich inzwischen wieder länger aufrecht halten und habe gestern auch erstmals wieder handfeste Nahrung in nennenswerten Mengen zu mir genommen: ich habe mir ein Tellerchen Nudeln gekocht. Trotzdem bin ich offenbar noch ziemlich schwach, denn wenn ich’s übertreibe, dann schwummert’s. Auch kommen immer noch Fieberschübe und der trockene Husten nervt insbesondere, wenn ich reden muss.
Wir haben dank der Hilfe eines Freundes unsere Keller-Wasser-Ablaufprobleme zumindest mal diagnostiziert. Nach dem Auspumpen des Kontrollschachts sah es so aus, als würde zwar das Keller-Abwasser zum Schacht hin, aber nicht wirklich toll aus dem Kontrollschacht raus zum Kanal vor laufen. Das mit dem Abpumpen hat meine liebe Frau ganz allein gemacht, denn ich liege ja immer noch mehr oder weniger flach. Und die Kinder haben durch die Aktion kapiert, wo all das Wasser aus dem Abfluss hin geht.
Und noch ein Kochtipp zum Schluss: heute habe ich meiner Jüngsten beim Kochen geholfen, sie wollte unbedingt Klöße. Mangels hartem Brot mussten wir Kartoffelklöße machen. Das Rezept sagte bereits, man soll die Kartoffeln “am Besten am Vortag” kochen, was wir natürlich nicht mehr hinbekommen haben. Das Resultat war sehr … pampig …
Der Tipp lautet also, solche Kleinigkeiten beim Kochen nicht zu übergehen.
Aber mein Bauch verträgt ja eh noch nicht viel.
So oder ähnlich lautet wohl das Credo der Werbetexter bei einem hier nicht namentlich genannten Teehersteller.
Denn obwohl ich mir bisher immer gedacht habe, dass Tee ja Tee ist, gibt es bereits bei diesen drei Packungen krasse Unterschiede.
So muss der linke Tee unbedingt mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Dieser Hinweis fehlt bei den anderen beiden Sorten. Den mittleren Tee soll man mit kaltem (!) Wasser aufgießen und dann “das geeignete Gefäß” bis zum Kochen des Wassers erhitzen. Die Sorte auf der rechten Seite wiederum darf “normal” in einer Tasse mit kochendem Wasser aufgegossen und dann abgedeckt werden.
Kein Wunder, dass das Zeugs bei mir nicht wirkt, denn ich mache tatsächlich so ziemlich alles falsch, bei der Wassermenge angefangen, über die nicht genau eingehaltene Ziehzeit bis hin zum Abdecken.
Habe festgestellt, dass das defekte Außenthermometer in meinem Auto eine nichtlineare Kennlinie hat. Weil nämlich:
Im Sommer waren die angezeigten Temperaturen halbwegs real.
Im Herbst war’s zu warm.
Ab +8 Grad Anzeige gab’s auf den Wiesen Reif zu sehen.
Und heute früh hat mich tatsächlich mal der “es ist kalt!”-Warnruf erwischt, denn bei -13°C war der gnädige Sensor der Meinung, doch mal +2.5°C anzeigen zu müssen.
Das ist insgesamt eine nichtlineare Kennlinie. Denn in Gedanken an die 8 Grad bin ich davon ausgegangen, heute -5 Grad zu sehen.
Anderenorts schrieb ich bereits, dass zumindest mein Corsa die Warnung nur zwischen -7° und +3° anzeigt — freilich nach seiner eigenen Temperaturrechnung …
Neulich haben wir entdeckt, dass wir noch abgelaufenen Skyr im Kühlschrank haben. “Skyr” ist ja isländisch und bedeutet soviel wie “Gipskarton zum Löffeln” (an dieser Stelle denke sich der werte Besucher Protestschreie meiner lieben Frau) , aber mit etwas Kreativität kriegt man damit doch was ulkiges hin.
Fangen wir mit dem Mürbteigboden an (welcher allein schon das “low calory”-Thema von Skyr ad absurdum führt):
Wir schnappen uns 120g Mehl, eine Messerspitze Backpulver, 40g Zucker, ein Pack Vanillezucker, 65g Butter (in Flöckchen beziehungsweise weich) und ein Eigelb. Die Zutaten werden genau solange miteinander vermengt (Küchenmaschine, Knethaken), bis sich ein geschmeidiger Teig entwickelt. Das kann schon mal eine Weile (10 Minuten und länger) dauern.
Nun muss der Teig für eine halbe Stunde in den Kühlschrank, und wir haben Zeit, die Füllung zu basteln.
Das grundlegende Konzept dafür habe ich von hier, aber entsprechend der Ablaufdaten weiterer Becher im Kühlschrank kräftig angepasst.
Ich habe verbraucht: einen angefangenen Becher Skyr, 250g abgelaufenen Quark und ordentlich abgelaufenen Joghurt (bis ich etwa ein Kilo hatte). Dazu dann drei Esslöffel Speisestärke, 200g Zucker, zwei Eier und das Eiweiß, was vom Mürbteigboden übrig war. Statt der Stärke kann man auch Vanillepuddingpulver verwenden. Flugs alles miteinander verrühren, eventuell noch ein bissel mit Vanillezucker pimpen.
Nun den Teig wieder aus dem Kühlschrank holen. In einer gut gefetteten Springform dünn verteilen (nur zwei bis drei Millimeter dick) und die Ränder so weit als möglich nach oben ziehen. Die Füllung reinleeren und ab damit bei 180°C Ober-/Unterhitze für eine gute Stunde in den Backofen. Bei Umluft ein wenig kühler und/oder kürzer. Auf jeden Fall sollte die Füllung oben drauf schön goldbraun werden.
Und nun kommt der extremste Teil am ganzen Rezept: man sollte den Kuchen vor dem Verzehr ein bis zwei Stunden auskühlen lassen.
Wir haben hart mit uns gekämpft und ernsthaft probiert, uns zusammenzureißen. Wir haben uns gegenseitig zurückgehalten - aber schlussendlich haben wir kläglich versagt. Nach zehn Minuten war nur noch die Hälfte des Kuchens da.
Viel Spaß beim Nachbacken, vielleicht habt ihr mehr Durchhaltevermögen!
Kalt ist es draußen, und unser Haus- und Hofeichhorn holt sich immer mal wieder Nüsse. Inzwischen sogar, wenn die Balkontüre offen ist und ich mit meinem kaputten 90er Tamron da sitze.
Ich wünsche meinen drei Lesern fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!
Habe ich gestern doch das ultimative Engelsaugen-Rezept vom Scheffkoch nachgebacken, und dabei sind in mir zweierlei recht unterschiedliche Erkenntnisse erwachsen.
Meine erste Erkenntnis dürfte vor allem die Frau Spätlese erfreuen: das Rezept geht auch mit Zartbitterschokolade als Füllung!
Profitipps für die Zubereitung: Zum “Löcher machen” habe ich eine Art Reagenzglas verwendet. Meins hatte etwa einen Zentimeter Durchmesser und es waren bunte Schokostreusel drin, Vanilleschoten kommen auch in solchen Dingern.
Wenn man den Teig in einen zirka Zwei-€urostück-dicken Strang ausrollt und etwa Zentimeterdicke Scheiben runterschneidet, passt die Größe der Kugeln ganz gut. Beim Auslegen auf dem Blech ist auf genügend Abstand zwischen den Kugeln zu achten; die Rohlinge werden durch das Backen erstmal ordentlich flacher (und damit breiter).
Und meine zweite Erkenntnis ist, dass die Scheffkoch-Webseite inzwischen dermaßen mit Skripten und Werbung zugewuchert ist, dass sie nur noch mit Ad- und Skriptblockern erträglich ist. Das Tablett von der Firma mit dem angebissenen Apfel hat innerhalb von 20 Minuten die letzten 10% Akku versoffen.
Schade eigentlich!