Donnerstag, 15. Oktober 2015

Erdschiffbau

Erstaunliche Dinge tun sich da, bei uns in Kreßberg, in Tempelhof, gerade mal zwei Kilometer von Waldtann entfernt.

screenshot_earthship.png

Dort wird nämlich momentan ein Earthship gebaut. Earthships sind eine Erfindung von Michael Reynolds, welcher bereits in den 70ern angefangen hat, weitestgehend autarke Häuser aus Zivilisationshinterlassenschaften zu bauen. Die Wikipedia weiß mehr darüber.
Genau dieser Michael Reynolds ist momentan auch da und hilft beim Bau.
Sehr genial!

Montag, 28. September 2015

Hechel-Was?!

Hau-Hechel-Bläuling.
So heißt dat Vieh.
Und Hauhechelbläulinge haben ganz offensichtlich schwarzweiß gestreifte Fühler:

hauhechelblaeuling.jpg

Geschossen gestern an der Ruhspitze mit meinem 90mm-Tamron.
Die Schafgarbe mag zur Größeneinordnung dienen; der Bläuling hier hatte eher 20ct- denn 2€-Größe (wie “normale” Schmetterlinge).

Blutmond, anyone?

Vorhin so, am Himmel über Waldtann:

blutmond_20150928_2.jpg

und

blutmond_20150928.jpg

Leider ist das untere Foto nicht scharf geworden. Lag höchstwahrscheinlich an der für 200mm Brennweite relativ langen Belichtungszeit von 6 Sekunden bei gleichzeitig schrottigem, alten Objektiv mit Offenblende f/5.6.

Das obere Bild habe ich mit meinem 50mm-Objektiv bei f/1.4 geschossen.

Samstag, 26. September 2015

Nadelboden

Dieses Foto hier ist zwar fast schon einen Monat alt, trotzdem wollte ich es hier zeigen. Weil dass die Tannen/Fichten unten am Bach so viele Nadeln auf einmal verlieren (das graubraune Zeugs am Straßenrand), habe ich zuvor noch nie gesehen.

nadelbaumnadeln_20150901.jpg

Entweder hat die jemand durch unsachgemäßes Stutzen beim Wachsen gestört oder denen war es diesen Sommer tatsächlich zu heiß.

Sonntag, 13. September 2015

Sack Reis umgefallen!

Letzte Woche ist in Kreßberg ein Sack Reis umgefallen.
Äh - nee - halt - war doch das Ortsschild von Marktlustenau …
Die Sofortmaßnahme der Gemeinde war, vorübergehend ein Äquivalenzschild aufzustellen.

ortsschild_marktlustenau_september_2015.jpg

Dass Ortsschilder gleichbedeutend mit “ab hier 50 fahren” sind, wissen die meisten der jüngeren Autofahrer aber ganz offensichtlich nicht mehr. Vielmehr wird - meinen Beobachtungen nach - das Thema so interpretiert, dass man Gas geben darf, sobald man das Ortsschild am Horizont erblickt beziehungsweise man muss die 50 erst dann haben, wenn man das Ortsschild nicht mehr im Rückspiegel erkennen kann. Zumindest verhalten sich viele Autofahrer so.
Erst vor zwei Wochen hat sich ein Arbeitskollege bei mir beschwert, als er geblitzt wurde. Ich hätte versäumt, ihm Bescheid zu sagen. Die Blitze stand dabei gut 200m hinter dem Ortsschild, und meine persönliche Meinung ist ja, wer an der Stelle immer noch mehr als 50 drauf hat, der darf gern auch mal mit Behördenpost rechnen müssen.

P.S.: inzwischen steht wieder ein ordentliches Marktlustenauschild am Ortseingang.

Samstag, 5. September 2015

Gartenfunde

Vergangene Woche habe ich probiert, in Omas Garten mit dem Kit-Objektiv ein paar Sachen zu knippsen, aus Gründen.

Zum Einen hätten wir da eine Larve der Gattung Tenthredo Marginella an (ehemaliger) Pfefferminze zu bieten. Daraus wird übrigens kein Schmetterling, sondern eine Blattwespe.

tenthredo_marginella.jpg

Auch in Reichweite der Kamera fand sich (vermutlich) eine Keilfleckmosaikjungfer:

keilfleckmosaikjungfer.jpg

Kombifazit: Wenn man im Grünen mal rumguckt, findet sich so manches. Und: so ganz schlecht ist ein Kit-Objektiv gar nicht, wenn man genug Licht hat und die Motive schön stillhalten.

Sonntag, 30. August 2015

Brückenabriss am Leixenbühl

In Kreßberg, da werden keine Brücken gebaut.
Da werden Brücken abgerissen.
Und durch profane Betonrohre ersetzt. Neulich (als ich mein gutes 90mm-Makro noch nicht an Tamron zur Reparatur eingeschickt hatte) habe ich ein paar Beweisfotos gemacht.
Hier sehen wir nämlich das Rohr, welches die Brücke über den Brühlbach am Fuße des Lichsenbühl / Leixenbühl ersetzen muss.

lichsenbuehl_ex_bruecke.jpg

Und weil ich grad in der Ecke war und der Bauer sein Feld grad am rumackern war, hab ich gleich nochmal auf den Auslöser gedrückt:

lichsenbuehl_abgeerntet.jpg

P.S.: Wenn sich jemand wundert, warum hier im Blog ältere Beiträge nicht kommentieren gehen: bedankt euch bei den verf1ckten polnischen Spammern, die hier ihren Rotz platzieren wollen.

Samstag, 15. August 2015

Scheues Gesindel

Natürlich hab ich mich auch auf die fotografische Jagd nach den Perseiden gemacht. Aber die sind gar nicht so einfach auf den Chip zu bekommen, und zwar aus Gründen.

Für ein Sternenhimmelfoto macht man üblicherweise eine Langzeitbelichtung. Dabei gilt die 500er-Regel. Die besagt soviel als dass wenn man 500 durch die Objektivbrennweite teilt, die längste Belichtungszeit (in Sekunden) rauskommt, bei der Sterne noch Punkte bleiben. Die Daumenregel gilt für Vollformat, also muss man für APS-C-Format vor dem Teilen noch den Cropfaktor mit der Brennweite multiplizieren.

Beispiel.
Mit meinem (momentan bei Tamron Europe urlaubenden) 90mm-Makro könnte ich mit meiner EOS1000D also 500 / (90 * 1,6) = 3,5 Sekunden belichten, bevor die Sterne anfangen, zu wandern.
Mit meinem 10mm-Weitwinkel kann ich hingegen vergleichsweise üppige 500/(10*1,6) = 31,25s belichten.
Je kürzer die Brennweite, desto länger kann man also belichten. (Anm. d. Red.: das hat auch den netten Nebeneffekt, dass mehr Himmel drauf ist).

Wenn die Sterne Lichtpunkte bleiben sollen, darf man also nicht endlos lang belichten. Das bedeutet also auch, dass man “den Rest” zwingend mit Blende und ISO (oder per Nachbearbeitung wie z.B. Stacking) machen muss.
Da die ISO hochstellen üblicherweise mehr Rauschen bedeutet, ist man mit einer möglichst großen Offenblende gut beraten. Die f/4.5 vom Kitobjektiv sind dafür schonmal nicht optimal, besser sind auf jeden Fall Objektive mit f/2.8 oder sogar größer. Die längere Belichtungszeit von meinem Weitwinkelobjektiv wird durch die kleinere Offenblende von f/4.5 wieder ziemlich eingedampft.
Dass man Autofokus und irgendwelche Stabilisatoren nachts nicht brauchen kann, versteht sich hoffentlich von selbst.

Aber zurück zum Thema, nämlich dem Sternschnuppenknippsen.

So eine Sternschnuppe ist nämlich kein Flugzeug und auch keine ISS. Die macht einmal kurz “SCHNUPP”, leuchtet für einen Sekundenbruchteil und dann ist sie auch wieder weg.
Das heißt bei so einer Langzeitbelichtung dann wiederum, dass das bisschen Licht, welches die Schnuppe für ihren Sekundenbruchteil abgibt, während der langen Belichtungszeit dem Chip quasi überhaupt nicht auffällt.

Nichtsdestotrotz ist es mir gelungen einen Perseiden zu knippsen (ehrlich gesagt, das war versehentlich … :-) )

perseid_1.jpg

Seht ihr ihn? Da isser:

perseid_2.jpg

(wie immer gilt: Foto klicken = größer, besser, schöner, breiter, toller)

Sonntag, 5. Juli 2015

Kurzes Zwischenfazit

… vom Waldtanner Kultur-Wochenende:

Schön war’s!
Die “Rouder Schnäpsle” haben einwandfrei unterhalten, der Blootz war oberlecker und der Ausschank stets bemüht, dem Andrang gerecht zu werden. Die Einradler haben tapfer der Sonne getrotzt.

Das Einzige, was mir persönlich nicht gefallen hat, war das Ende des Festes.

;-)

Samstag, 9. Mai 2015

Sectio Corsarea

Neulich habe ich mal wieder meinen Spritzwasserbehälter am Auto aufgefüllt. So richtig schön randvoll.
Ein paar Tage drauf hab ich dann am Hebel gezogen, und aus den Düsen kam nicht wirklich viel. Also habe ich eine Druckluftpistole bemüht und damit ein wenig in die Düsen reingehustet.
Cool, dann ging das mit dem Scheibe-Saubermachen wieder einwandfrei.

Weil dann ein paar Tage lang gutes Wetter war, hat mich das Spritzwasser auch nicht mehr wirklich interessiert, zumal ich dachte, alles wäre nun gut.
Dann kam aber der Tag, an dem ich bei Nieselregen von der Arbeit heim gefahren bin und aus meinen Spritzwasserdüsen kam — nichts.

Daheim habe ich mich direkt mit Werkzeug bewaffnet, mit dem festen Vorsatz, dem Problem auf den Grund zu gehen. Und das ging dann so ab:

  • Die beiden Scheibenwischer abbauen (Deckel hochheben, Mutter entfernen, ein paar leichte Schläge mit dem Hammer auf den Konus)
  • Motorhaube auf
  • die lange, dicke Gummilippe vom Blechfalz heben
  • die beiden großen Kunststoffabdeckungen abbauen. Die haben je links und rechts und in der Mitte eine Torx-Schraube. Dabei auf den Wischwasserschlauch aufpassen.
  • die beiden Schrauben, die das Wischergestänge halten (links und rechts), wegschrauben, elektrische Verbindung zum Wischer lösen
  • das Wischergestänge herausfädeln, Achtung mit dem Dorn etwa in der Mitte des Gestänges

Nun kommt man endlich ordentlich an den Spritzwasserbehälter samt Pumpe dran und kann (nach Lösen des Steckers) das gute Stück rausheben.

Ich habe den Behälter zuerst mal in ein anderes Gefäß entleert (er war ja frisch aufgefüllt, wir erinnern uns) und die Pumpe aus ihrem schwarzen Gummistopfen im Behälter herausgelupft. Ein bisschen Druckluft zeigte, dass der Schlauch und die Düsen einwandfrei funktionierten. Die Pumpe habe ich an ihren Stecker angeschlossen und testweise meinen Wischerhebel betätigt — auch hier keinerlei Probleme.
Das umgefüllte Spritzwasser sah eigentlich auch unauffällig aus. Nun war ich ein wenig ratlos. Bis ich mir den schwarzen Gummistopfen nochmal angeschaut habe. Weil, so dachte ich, wenn man von oben reinschaut, müsste man ja eigentlich den Boden des Spritzwasserbehälters sehen. Dem war aber nicht so.
Also habe ich auch noch den Gummistopfen aus dem Behälter gezerrt — und siehe da! Der Gummistopfen ist beim Corsa C gleichzeitig ein Fremdkörpersieb! Und das war dicht.
Aus irgendeinem Grund hatte ich (vielleicht durch das Mischen von zwei verschiedenen Scheibenreinigermittelchen?) eine glibbrige, kleisterähnliche Masse im Spritzwasserbehälter.
Die Lösung gestaltete sich von dem Moment an recht schlicht: mehrmaliges Fluten und Ausleeren des Behälters, und der berühmt-berüchtigte “Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge”.
Beim C-Corsa sollte man dabei an ein paar Punkten Vorsicht walten lassen:

  • der Zusammenbau ist eine gute Gelegenheit, den unteren Rand der Frontscheibe mal zu putzen. Achtung mit dem U-Profil an der unteren Glaskante!
  • zuerst den Spritzwasserbehälter samt Pumpe einbauen; elektrisch und hydraulisch (zumindest den Heckwischer, rechts) anschließen
  • Scheibenwischergestänge einfädeln (auf den Dorn aufpassen) und festschrauben
  • beim Einbau der schwarzen Abdeckungen darauf aufpassen, dass die Kante an der Windschutzscheibe sauber von der Abdeckung umfasst wird
  • nicht vergessen, den Schlauch für die vorderen Wischwasserdüsen an die Pumpe (links) anzuklemmen!

Nun dachte ich, ich könnte mein altes Spritzwasser recyceln und habe mir (für den Fall, dass da noch Glibberzeugs drin ist) einen Trichter mit Feinsieb geschnappt. Der war aber tatsächlich innerhalb von Sekunden so dicht mit Glibberzeug, dass ich das alte Spritzwasser nicht mehr weiter verwendet habe. Stattdessen kam frisches Wasser und Scheibenreinigerzusatz rein.

Und kaum ein paar Stunden später spritzte es schon wieder, wie es soll …

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