Da wollte ich mich doch vergangenes Wochenende mokieren, dass auf meinem Farbeeimer eine Reichweite von 60qm versprochen wird, ich aber nur anderthalb mal rum gekommen bin. Ich hatte mir dazu auch schon einen schönen Rant vorbereitet, von wegen „Der Baumarkt mit dem Biber ist ja kein Autokonzern, deshalb sollte die Herstellerangabe ja eigentlich stimmen“ und „Innensilikatfarbe zum kostengünstigen Schaffen von Wohnraum“.
Aber dann habe ich gottseidank nochmal nachgerechnet …
Der Raum (übrigens der von dem Energiesparmärchen neulich), den ich gestrichen habe, ist grob 3,5 mal 3,5 Meter groß und 2,5 Meter hoch. Er hat an der einen Wand ein Fenster mit darunter platziertem Heizkörper und an der anderen Wand eine Eingangstür.
Die Decke ist 3,5m * 3,5m = 12,25 qm groß. Die beiden Wände ohne Tür beziehungsweise Fenster haben 3,5m * 2,5m = 8,75 qm. Die Seiten mit Tür beziehungsweise Fenster sind grob geschätzt 2qm kleiner, also 6,75 qm. Das sind dann alles zusammen 12,25qm + 8,75qm + 8,75qm + 6,75qm + 6,75qm = 43,25qm.
Nun hat mir der Eimer grade mal für die noch nicht gestrichene Hälfte sowie nocheinmal komplett rum gereicht. Und das wären ja … 43,25qm * 1,5 = 64,875qm …
Mist …
das passt ja ziemlich genau … eigentlich sogar mehr als versprochen …
Merke: Auch ein kleiner Raum kann viel Decken- und Wandfläche haben!
Mitten im September habe ich von meinem Mobilfunkabzockerprovider eine SMS bekommen, dass ich ab sofort mit reduzierter Geschwindigkeit surfen darf. Es ist ja durchaus nicht so, dass es hier auf dem Land tatsächlich auch Höchstgeschwindigkeits-Mobilfunk gäbe, insofern hat mich das nicht so arg getroffen.
Aber warum war das Volumen schon mitten im Monat weg?
Offenbar weil die Kids irgendwann mal irgendwo mit gutem Empfang mit der Mausapp gezockt haben …
In der neuesten Version hat die Maus-App übrigens einen Schalter, mit dem man das Abrufen von Videos nur bei WLAN erlauben kann …
Gestern haben wir eine fatale Entdeckung gemacht.
Wenn man nämlich folgendes zur Hand hat:
1 Becher kalte Sahne (200g)
1 Tütchen Sahnesteif (nur zur Sicherheit)
50g Zartbitterschokolade
50g Vollmilchschokolade
Alternativ funktionieren auch 100g Zartbitterschokolade. Und selbstverständlich lässt sich die Zutatenliste beliebig multiplizieren; Faktor 2 ist durchaus ratsam.
Wenn man also all das hat, dann kann man das hier machen:
die Schokolade im Wasserbad schmelzen (also gaaaanz langsam, in einem Behältnis, welches in köchelndem Wasser schwimmt)
die Sahne “anschlagen”, das Sahnesteif dazu kippen und dann vollends steif schlagen
wenn die Schokolade dann flüssig ist, diese unter ständigem Rühren mit in die Sahne rein
den Pott für eine Viertelstunde ins Gefrierfach, danach in den Kühlschrank
Das ist dann quasi eine Mousse au Chocolat für Arme oder so.
Und das Fatale daran ist, dass das Zeugs so gut schmeckt, dass man so viel davon isst, dass einem davon schlecht wird. Der Effekt hält jedoch nur weniger als einen Tag an. Die Mindesthaltbarkeit der Mischung ist je nach Anzahl der anwesenden Kinder kürzer als die Zeit, die man bräuchte, überhaupt ein Datum aufzuschreiben.
Inspiriert wurde das Ganze übrigens von einem Rezept für den Wunderkessel vom Staubsaugerhersteller, vermittels welchem man innerhalb von weniger als 60 Sekunden (!) eine auch sehr gut essbare Schokocreme hinbekommt. Dafür braucht man aber eine pseudo-leichte Spezialsahne mit Palmöl, die gestern eben nicht greifbar war.
Falls ihr mal euren Raspberry Pi etwas beschäftigt und oben rechts erscheint so ein komisches buntes Quadrat:
Dann bedeutet das schlicht, dass euer USB-Netzteil unter Last ein wenig einknickt und dann weniger als 5V liefert. Das Dingens kommt nämlich nicht vom Betriebssystem, sondern von der Firmware.
Das Einzige, was mit einer Verletzung am rechten Daumen noch richtig gut geht, ist sich mit der Linken flach auf die Stirn zu hauen, und zwar so, dass es ordentlich klatscht.
Überhaupt merkt man ja erst, was man an seinen Fingern hat, sobald man mal einen nicht mehr richtig benutzen kann.
Eine SSD im Rechner ist ja wirklich was tolles, und was anderes will ich auch gar nicht mehr haben. Aber im Zeitalter von dicken Internetleitungen und Digitalkameras mit zig Millionen Pixeln sind die Dinger auch ziemlich schnell ziemlich voll.
Hier zum Beispiel der aktuelle Füllstand meines Benutzerordners, grafisch dargestellt mittels des grandiosen Programms Grand Perspective.
Was sagt uns das nun?
Es sagt mir, zunächst einmal, dass es in meinem Ordner ganz viele kleine Dateien gibt, aber auch ein paar große Brocken. Im Programm hat die Grafik auch noch einen Mouse-Over-Effekt; wenn man den Mauspfeil auf einem Rechteck ruhen lässt, wird angezeigt, was da denn so fett in den Chips rumlungert (weil SSDs haben ja keine Magnetscheiben).
Das große rote Quadrat unten links beispielsweise ist von der letzten Tomtom-Aktualisierung übrig. Wahrscheinlich steckt die aktuelle Europakarte drin, aber das Ding frisst mir 3,5 Gigabyte an Platz und ist außerdem schon auf dem Tomtom drauf. Weg damit!
Das große rote Dingens senkrecht darüber hat auch gut 3GB; das ist der Download von Zak McKracken BTAS. Da das schon entpackt ist, kann auch dieser Brocken weg von der SSD.
Die größeren Brocken oben links sind ein paar Downloads aus der ÖR-Mediathek. Was wir schon angeschaut haben, kann eigentlich auch weg.
Dass Kleinvieh auch Mist macht, erkennt man an den “Stoppelfeldern” rechts vom Tomtom. Was hier so nordamerikanisch-rechtwinklig daher kommt, ist die Fotos-Bibliothek.
So mache ich mir immer einen Überblick, wenn’s mal wieder eng wird auf der SSD, bevor ich die Bösewichte ins digitale Nirvana verschiebe. Natürlich sollte man vor jeglichen Löschaktionen erstmal noch ein Backup machen, aber letztlich rentiert sich der Aufwand, denn die Chancen stehen gut, dass dann wieder ein paar Gigabyte frei werden.
Linux-User können übrigens mit Baobab was ganz ähnliches machen.
Eigentlich hatte ich hier im Blog schon lange kein Makrorätsel mehr, ist mir aufgefallen.
Da besteht also halbwegs dringlicher Nachholbedarf!
Sprachs, packte die Kamera aus und kam nur wenige Minuten später mit dem hier wieder:
Na, was könnte das sein?
Fotos werden (wie fast immer hier im Blog) durch Draufklicken größer (und schärfer), und die Lösung gibt’s hier unterhalb, nach dem Klick.
Wir haben da für leichtere Küchenarbeiten so einen “Mischter Mätschick”. Also so eine Basisstation mit Motor drin und so Messerdeckel und so transparente Behältnisse dafür.
Das Ding ist super für zum Beispiel Salatdressings, aber wenn man die Konstruktion überfordert, geht meistens was kaputt. Zum Beispiel wenn man gerade für die Nichte am Fokokuchn backen ist und Schokoraspel braucht und aber dem Mischter ein bissel viel Schokolade zugemutet hat. Der Gummi, der die Kraft vom Motor ans Messer übertragen soll, ist dann üblicherweise das Opfer. Oder der Motor raucht ab.
Hier habe ich mal (nachdem mir die Gummifinger Messerseitig abgerissen waren) geschaut, was denn in dem Gummi eigentlich drin ist. Das ist eigentlich nur eine Metallscheibe:
Nun kann man freilich probieren, irgendwo Ersatzmesser zu bekommen. Die gibt’s irgendwo im Netz. Oder gleich ein neues Dingens kaufen mit komplettem Zubehör; das ist auch nicht viel teurer als ein einzelnes Messer.
Oder aber man geht her und nimmt einen der Messerdeckel, den man eh nicht benutzt, und baut den Kraftübertrager (vulgo: Kupplung) einfach auf den Lieblingsmesserdeckel um.
Der Witz an der Geschichte ist nämlich, dass das Messer und die Kupplung eben nicht miteinander vernietet sind sondern verschraubt. Und zwar mit einem Linksgewinde.
Zum Umbau braucht man eine Fixierung für das Messer (ich habe es schlicht an der Tischkante angelegt) sowie eine Wapuza (Wasserpumpenzange). Wenn man also den Gummi mit der Zange packt und in die Richtung dreht, in die man normalerweise eine Schraube zu machen würde, dann kann man das Ding zerlegen:
Etwas Putzen kann man bei dieser Gelegenheit auch gleich. Und beim Zusammenbau bastelt man dann die “gute” Kupplung auf den Lieblingsmesserdeckel und macht noch einen Tropfen Olivenöl an die Welle.
Wenn man’s weiß, ist das gar nicht so schwer, oder?
Wenn ihr mal in die Verlegenheit kommt, über die San-Bernardino-Passhöhe fahren zu können / dürfen / müssen, dann fallen euch wahrscheinlich auch die Betondinger auf, die man einmal vor und einmal nach der Passhöhe sieht:
(Bildquelle: Screenshot von Streetview in Google Maps)
Ich hatte ja zuerst auf Wassertürme getippt, oder auf irgendwas Militärisches aber der etwas flachere Bau ist innen hohl, und der Turm hat keine Fenster.
Des Rätsels Lösung ist schlicht: die Dinger gibt es, seit es den San-Bernardino-Tunnel gibt. Weil die sind Teil der Be- und Entlüftungsanlagen und der Service-Einrichtungen.