Wisst ihr, was wir schon eine Weile nicht mehr hatten? Ein ansatzweise kitschiges Sonnenaufgangsfoto. Will ich meinen treuen Lesern (sofern es die gibt …) nicht vorenthalten. Hier wäre zum Beispiel eins von vorgestern (heute gibt es wolkenhalber leider noch keine Sonne):
Donnerstag, 31. März 2016
Regenwurmkreuzung
Heute Nacht hat es in und um Waldtann herum teils heftig geregnet. Selbst am späten Vormittag standen noch Pfützen auf den Wiesen. Und am Wegesrand habe ich diese Regenwurmkreuzung entdeckt:
Der Regenwurm heißt übrigens nicht Regenwurm, weil er den Regen mag, sondern weil er bei (längerem) Regen aus seinen überfluteten Gängen flüchtet.
Diese Kreuzung haben wohl drei Regenwürmer nacheinander passiert und ihre Spuren hinterlassen.
Dienstag, 29. März 2016
Der Hesselberg
Hatte ich eigentlich schonmal erwähnt, dass man von südlich des Feuerwehrhauses Süd in Waldtann aus den Hesselberg sehen kann, wenn man gen Osten schaut?
Das ist der Hubbel mit der Antenne in der Bildmitte hier. Der Windows-XP-artige Hügel im Vordergrund wird von den Eingeborenen Lixenbühl oder Leichsenbühl genannt; zur Rechten sehen wir die Pappelallee sowie die Outskirts vom Tempelhof.
Feurig
Sonntag Abend hat der Sportverein ein Osterfeuer organisiert. Ziemlich genau hier (Google-Maps-Link). Mit standesgemäßem Catering, bestehend aus Grillgut-Varietäten und Flüssignahrung.
Schee woars!
Wenn wir Waldtannern (oder Kreßberger) den Ort benennen müssen, reden wir entweder von Streitespan oder von der Golanhöhe oder schlicht von am Hartplatz, wobei die kurze Straße dorthin wohl kaum ein Navi kennen dürfte.
Samstag, 20. Februar 2016
Was wir schon lange nicht mehr hatten
Was wir schon lange nicht mehr hatten, ist ein dramatischer Sonnenaufgang. So wie zum Beispiel der von heute:
Außerdem habe ich vergangene Woche zwei nicht ganz alltägliche Dinge gesehen:
- Einen Menschen, der mit gebeugtem Kopf auf seine Hände hinunterschaute - und darin kein Smartphone sondern einen schlichten Zettel hatte
- Einen silbernen (!) Lamborghini (!!) mit Anhängerkupplung (!!!), in Crailsheim an der Ampel stehend. (Das war ein Schlepper)
Schönes Wochenende!
Sonntag, 7. Februar 2016
Sägen am laufenden Band
Ich habe mir (wie neulich schon angekündigt) eine kleine Bandsäge geschenkt, eine Holzstar HBS 251. Inzwischen wohnt das Gerät auch schon eine Weile bei mir, und ich habe so ein paar Dinge gelernt und gebastelt.
Das Auspacken und die Inbetriebnahme haben mich nicht vor große Rätsel gestellt. Die Maschine war kompakt und gut geschützt verpackt. Entgegen der Aussage meines Lieferanten war der Säge doch ein Winkelanschlag beigelegt; damit habe ich den unnötigerweise mitbestellt. Gut, die 11 €uro bringen mich nicht um; ärgerlich finde ich es trotzdem, vor allem, weil der Lieferant nicht auf entsprechende Hinweise reagiert hat.
Das Maschinchen ist mechanisch stabil aufgebaut; im Lieferumfang befindet sich (neben dem Winkelanschlag) eine gedruckte Bedienungsanleitung mit Hinweisen zur Grundeinstellung und zur regelmäßigen Wartung, ein Parallelanschlag, Montagematerial für den Sägetisch und ein paar Inbusschlüssel zum Einstellen der Bandführungen.
Der gusseiserne Sägetisch wird mit vier M6-Schrauben an einem halbrunden Alugussteil montiert, welches wiederum mit einem einzelnen M6-Bolzen plus einer großen Flügelmutter am Gegenstück an der Säge festgemacht wird. Nach Lösen der Flügelmutter kann der Tisch zwischen -3 und +47 Grad geschwenkt werden. Vorne am Sägetisch wird mit zwei Flügelschrauben ein Aluprofil festgeklemmt, an welchem sich wiederum der Parallelanschlag festhält. Nach dem Einstellen der Bandführungen ist die Säge quasi direkt betriebsbereit.
Band spannen
Ein Bandsägeband hat dann korrekte Spannung, wenn der Bandsägebandspannungsmesser korrekte Bandspannung anzeigt …
:-)
Spaß beiseite, es ist recht einfach, ein Bandsägeband auf korrekte Spannung zu prüfen, denn ein richtig gespanntes Band macht Musik! Die Prüfung erfolgt, indem man die Höhenverstellung ganz nach oben stellt und dann am Band zupft. Wenn es nur einen dumpfen Ton von sich gibt, ist die Spannung zu niedrig. Wenn es einen sehr hohen Ton von sich gibt, ist es zu stark gespannt. Ein richtig gespanntes Band gibt einen mittelhohen, angenehmen Ton von sich. Dann lässt es sich in der Mitte zwischen der oberen Bandführung und dem Sägetisch zwischen 3 und 5mm seitlich drücken.
Bei der HBS 251 wird das Band bequem über einen großen Knopf oben auf der Säge gespannt. Die Position auf den Laufrädern wird über eine Schraube auf der Rückseite des oberen Laufrades eingestellt. Damit wird eine Wippe betätigt, welche die Achse des oberen Laufrads mehr oder weniger schräg stellt. Es ist sinnvoll, diese Einstellung vor dem Einstellen der Bandführungen durchzuführen. Auch muss man beim Einstellen aufpassen, dass die Bandspannung nicht zu groß wird.
Einstellen der Bandführungen
Die Bandführungen bestehen aus Kugellagern mit ca. 20mm Durchmesser. Die Säge hat oberhalb und unterhalb des Sägetisches je drei davon. Sie lassen sich einstellen, nachdem man mit dem 5er Inbusschlüssel die durch die Lager gesteckte Schrauben angelöst hat. Laut Anleitung sollen zwischen Sägeblatt und Lager 0,8mm sein. In der Praxis wird man die Säge von Hand drehen und schauen, dass sich die Lager (sowohl die seitlichen als auch das hintere) bei unbelastetem Band nicht mitdrehen. Unterhalb des Sägetisches kann man nur die hintere Bandführung problemlos verstellen, für das Einstellen der seitlichen Lager muss der Sägetisch heruntermontiert werden, damit man die Kunststoff-Schutzabdeckungen wegschrauben kann. Das ist auch kein großes Problem; einfach das Alu-Querprofil vorne abnehmen, dann die einzelne Flügelmutter für die Tischschrägstellung lösen. Schon kann der Sägetisch nach hinten abgenommen werden.
Übrigens halte ich den einzelnen, nicht weiter befestigten Gewindebolzen der Winkelverstellung für das größte Manko der Säge. Denn es ist ein riesiger Krampf, beim Wiedereinbau irgendwie den Tisch zu halten und den Bolzen daran zu hindern, innerhalb des Alugussteils zu verschwinden, während man gleichzeitig probiert, die Flügelmutter wieder anzusetzen.
Was mir an der HBS 251 noch so aufgefallen ist
- Die 350W des sehr leisen Motors sowie das mitgelieferte Sägeblatt reichen für kleinere Sägearbeiten vollkommen aus. Da das Original-Sägeblatt etwas breiter ist (es hat geschätzte 8mm sowie etwa 6 Zähne pro Zoll), gelingen engere Kurven als 50mm Radius nur schwierig und je nach Materialstärke mit (wortwörtlichem) Hängen und Würgen. Ich habe ein paar Experimente mit Eiche-Feuerholz gemacht (ca. 100mm stark). Beim Sägen ohne Anschläge hat das Maschinchen gut durchgezogen. Mit Parallelanschlag hat es öfters mal würgen müssen, da die meisten Sägeblätter keinen sauberen Geradeausschnitt können.
- Der Motor hängt über einen kleinen Riemen am unteren Laufrad.
- Die Laufräder sind gewuchtet, und die Bandspannung verändert sich bei einem Rundlauf nicht. Das kann man prüfen, indem man die Säge von Hand durchdreht. Der Ton, den das Sägeblatt beim Zupfen macht, sollte sich nicht in der Höhe verändern - dann passt alles.
- Sowohl der obere Deckel als auch der untere verfügen über Sicherheitsschalter. Mit offenem Deckel sollte man ja auch nicht sägen.
- Das Aufsetzen des Sägetischs ist (wie oben schon beschrieben) sehr krampfig.
- Das zusätzlich von mir bestellte Sägeband mit 1790 x 6 x 0,65mm und 14 Zähnen pro Zoll hat im Vergleich zum Originalsägeband sehr saubere Schnitte gemacht. Viel habe ich damit allerdings nicht sägen können, denn es ist mir nach vielleicht 5 Sägeschnitten auseinandergerissen. An der offensichtlich schlampig ausgeführten Schweißstelle. Ich werde probieren, das mit Papas WIG-Schweißgerät wieder hinzubekommen.
- Der Verstellbereich für die Bandspannung sieht mir nach Kompatibilität mit Bandlängen zwischen 1750 und 1800 mm aus. Muss ich aber noch nachmessen.
- die Aufkleber für die Verriegelungen der Blechdeckel sind … unlogisch. Beim einen Riegel muss ich rechtsrum drehen, beim anderen linksrum. Die Aufkleber sind aber gleich.
Achja, meine erste Bandsägebox habe ich auch schon gesägt:
Auf diesem Foto sieht man, wie’s gemacht wird:
- man säge sich einen Brocken Holz in (Außen-)Form
- man säge das künftige Rückenteil ab (links im Bild)
- man säge die Schublade aus dem verbleibenden Rest raus (hier habe ich das mit den nicht ganz so engen Radien gelernt)
- nun kann man das Gehäuse am “Einschnittkanal” und mit dem Rückendeckel schon verleimen
- derweil wird die Schublade vertikal dreigeteilt (rechts im Bild noch sichtbar)
- aus dem Mittelteil wird der “Laderaum” entfernt
- die Schublade wird wieder zusammengeleimt
- bissel schmirgeln, Knopf dran und fertig
Wer sich das Procedere lieber in Videoform reinziehen will, bitteschön.
Montag, 21. Dezember 2015
Schönweiher, Kreßberg, 21. Dezember 2015
So sieht’s aus.
Der Schönweiher in Marktlustenau ist momentan noch abgelassen. Nur ein Rinnsal mäandert durch den Matsch. Irgendwann treffe ich sicher auch mal noch jemand, der mir das erklären kann, warum man Weiher immer mal wieder ablässt und abfischt.
Im Hintergrund zur Rechten sehen wir Downtown-Unterstelzhausen.
Nachdem ich das Foto gemacht habe, war ich mit dem Junior noch Drachen steigen lassen - die 1,8m-Lenkmatte ausgepackt und los gings.
Sonntag, 20. Dezember 2015
Vier auf einen Streich
Irgendwie schmecken die zweistelligen Plusgrade da draußen so gar nicht wie Weihnachten. So ähnlich wie bei uns gerade muss das Wetter zum Beispiel in Dunedin um diese Jahreszeit sein. Dunedin liegt auf der Südhalbkugel, genauer: in Süd-Neuseeland. Und liegt Mitteleuropa auf der Antipodenkarte recht nah. Auf der Südhalbkugel ist jetzt grad Sommeranfang.
Trotz des untypischen Wetters haben wir heute alle fränkischen Wörter mit vier Te-Zett angebrannt.
(Wer’s nicht erraten hat: das sind die Atz-Fentz-Krantz-Kertzen)
Schönen vierten Advent euch allen!
Sonntag, 6. Dezember 2015
Psssst!
Wer kann und freien Himmel hat, sollte jetzt die nächsten paar Tage Abends noch raus, Geminiden schauen. Lohnt sich, hab grade beim Gassigehen schon eine schöne Schnuppe gesehen!
Nikolausimpressionen
Und weil heute so schönes Wetter war, hab ich mit meiner Mittleren eine kleine Fotosafari gemacht.
Erster Stop: gleich unten am Brühlbach machen die Biber nun schon selbst ihre eigene Biberkunst:
(wohingegen das Kunstwerk am Asbacher Weiher von Menschenhand gemacht ist)
Wenn man genau hingeschaut hat, dann sah man heute auch wieder viele wunderbar glänzende Tautropfen.
Dieses Foto hier hat meine Mittlere gemacht:
Dann hab ich mir die Kamera aber wieder zurückerobert und profanes Schilf geknippst:
Das milde Wetter lockt bei der Frau Spätlese die Schnecken raus, bei uns die Stubenfliegen.
Ganz schön haarig, wenn man’s genau betrachtet!














