Ich habe auch unterschrieben, finde persönlich ein komplettes Verbot jedoch etwas zu restriktiv. Die eine oder andere Wunderkerze würde ich schon noch gern anzünden dürfen, und meinen Kindern gönne ich die “Wilden Hummeln”. In Zeiten von Dieselfahrverboten ist eine Diskussion in diese Richtung aber sicherlich nicht falsch.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
weil mir das Zeugs gestern Abend so ausnehmend lecker gelungen ist und weil wir ja jetzt doch schon das Jahr 2019 schreiben, wollte ich euch erzählen, wie man mit wenig Aufwand ein durchaus nicht ungenießbares Wetschie-Tschilli zaubern kann.
Los geht’s!
Wir brauchen (nota bene: diese Mengen habe ich verwendet; sie sind als Verhandlungsbasis zu verstehen):
75g Couscous
150ml heiße Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
150g Tomaten (oder auch passierte Tomaten aus Glas/Dose)
1 Glas oder Dose (ca. 250g) rote Kidneybohnen
1/2 Glas oder Dose (ca. 125g) Mais
1 TL Paprikapulver
1 Prise Currypulver
Salz
Tabasco / Sriracha o.ä. zum Abschmecken
Dazu Taco-Chips als Beilage
In einem separaten Gefäß den Couscous und die Gemüsebrühe zusammenschütten, kräftig rumrühren, 10 Minuten ziehen lassen.
Derweil die Zwiebel und den Knoblauch schälen, mittelfein würfeln und im Olivenöl anschwitzen. Die Tomaten je nach Größe vierteln oder achteln und dazu geben. Das Tomatenmark mit beigeben. Nun nacheinander den Couscous, die Bohnen und den Mais hinzugeben und immer wieder durchrühren. Das Paprikapulver und den Curry darüber streuen, etwas Salz (viel braucht es nicht) dazu und nochmal rumrühren. Mit der Chili-Würze abschmecken: immer ein kleinwenig hinzugeben, umrühren, probieren. Bis die gewünschte Schärfe erreicht ist.
Zum Anrichten kommt die Pampe dann auf einen Teller oder in eine Schüssel und eine Handvoll Taco-Chips dazu.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!
Auch heuer möchte ich - wie schon die vergangenen Jahre - alle meine Leser (viele sind’s ja nicht …) dazu aufrufen, lieber eine Spende zu platzieren anstatt Böller zu kaufen.
Seit 2012 mache ich das regelmäßig, dokumentiert habe ich das beispielsweise auch für die Jahre 2013, 2014, 2015 und 2016.
Als Weihnachtszeit gilt ja in diesem Kontext die Zeit „rings um Weihnachten“. Eine Zeit des Erwartens (nichts anderes bedeutet das Wort „Advent“), der Besinnung, der Zusammenkunft, der Familie. Aber auch eine Zeit der Weihnachtsferien, des zugehörigen Jahresendurlaubs und des Für-die-Kinder-Daseins.
Lasst euch kurz erzählen, wie fröhlich die Weihnachtszeit bisher bei uns verlaufen ist …
Das Wochenende vor dem Heiligabend habe ich persönlich zum Entgiften verwendet. Mein Arbeitgeber veranstaltet traditionell am Freitag vor Weihnachten ein Fest für die Mitarbeiter, bei dem es unter anderem recht verhängnisvolle Benefiz-Cocktails gibt (der Erlös aus dem Verkauf der Cocktails kommt einem Hilfsprojekt zugute). Obwohl mir zunächst erstmal nicht nach Feierlaune war, ist die Veranstaltung dann doch etwas ausgeufert und ich war erst um halb drei zuhause …
Ein guter Freund kam uns besuchen und erzählte von seiner Frozen Shoulder - ein Krankheitsbild, das man nicht wirklich braucht.
Den Morgen des 24. Dezember hat die Familie Strempfer genau so verbracht wie fast alle anderen Menschen auch: auf dem Parkplatz des Supermarkts und in der Schlange vor der Kasse. Dann haben wir gemeinsam probiert, die Wohnung auf Vordermann zu bringen.
An Heiligabend gab es dann sehr lecker Raclette und richtig ordentlich Bescherung. Weitere Details kann ich wegen der DSGVO leider nicht öffentlich von mir geben …
;-)
Am in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag hat dann sich das jüngste Kind die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Mehrfach. Und so ein kotzendes Kleinkind ist ja etwas, was zutiefst in mir rüttelt; nicht nur am Mageneingang, auch am Empathiezentrum. Ich glaube, ich stehe Nachts deutlich schneller senkrecht im Bett, wenn ein Kind kotzt, als wenn der Feuerwehr-Piepser tut.
Entsprechend stand der zweite Weihnachtsfeiertag erstmal im Zeichen des Wäsche Waschens und Großreinemachens, bevor wir uns auf den Besuch von Omas und Onkeln und Tanten vorbereitet und lecker Waffeln gebacken haben. Ursprünglich wollten wir zum Abendessen ja draußen im Garten grillen, aber das Wetter war - na gut, ich gebe es zu, wir haben geklemmt und haben lieber drinnen gegessen …
Das jüngste Kind war wieder ziemlich fit und hat sich mit Weintrauben gefüttert - deren Schale ist aber nicht wirklich leicht verdaulich und so hatten wir eine weitere Nacht mit „Kotzebue“.
Am 27. Dezember kam morgens die Schwiegermutter zu uns und meinte dass der Keller „wieder“ unter Wasser stehe (Anm. d. Red.: vor ziemlich genau einem Jahr stand der Keller unter Wasser, weil im Kontrollschacht vor dem Haus die Suppe stand weil die Leitung zwischen Kontrollschacht und Abwasserkanal nicht mehr viel durch gelassen hat). Nach eingehender Untersuchung stellte sich heraus, dass dieses Mal das Abwasser nicht die Ursache sein konnte. Vielmehr sah der Heizungskeller aus wie eine Mischung aus Dampfbad und Tropfsteinhöhle. Die aufgehängten gewaschenen Kotzklamotten troffen vor Nässe, von sämtlichen Leitungen an der Decke tropfte das Wasser. Um die Ursache zu finden, war etwas Detektivarbeit notwendig. Letztlich fanden wir heraus, dass wir ein Leck in einer Heißwasserleitung hatten. Ein Kupferrohr-Bogen war nach über 40 Jahren Dienst regelrecht von innen ausgewaschen.
(Rot eingekringelt: der Übeltäter, hier noch mit Fahrrad-Schutzblech zum Ableiten des Wasserstrahls)
Die Detektivarbeit ging weiter bei der Suche nach einer Möglichkeit zum Abstellen des Warmwassers. Es gibt bei unserer Hausinstallation keinen „Hauptwarmwasserabstellhahn“; vielmehr muss man den Kaltwasserzufluss abstellen. Wusste ich nicht, kostete einiges an Zeit (und Wasser im Keller). Wir konnten Gottseidank schnell Hilfe herbei rufen, sodass wir nur ein paar Stunden ohne Warmwasser auskommen mussten.
Als ich am 28. Dezember aus dem Küchenfenster schaute, kam mir der Anblick ziemlich bekannt vor. Ja, genau, so sah es doch im Mai 2012 auch schonmal aus vor dem Haus! Wasserrohrbruch! Nach „Wasser im Keller“ kam „Wasser vor dem Keller“! Die Leckstelle war nur ein paar Meter weiter, aber diesmal war viel mehr Personal mit der Behebung betraut.
(Von links nach rechts: EnBW-Fahrzeug, Bauunternehmer-LKW, Bagger, Bagger-Hänger, NOW-Fahrzeug)
Über einige Stunden gab es kein Wasser - also weder kaltes noch warmes. Irgendwie hat der Wassermangel die Stimmung unter den Kindern sehr stark angeheizt. So stark, dass das zweitjüngste Kind beim Streiten mit dem ältesten Kind eine Türe mit Glaseinsatz durchschlagen und sich dabei ein paar Schnittwunden zugelegt hat.
Natürlich waren wir sehr gespannt, was wohl als nächstes kommen möge …
Und tatsächlich: der 29. Dezember fing damit an, dass der Magen des zweitjüngsten Kindes aufhörte, ordentlich zu arbeiten. Und er arbeitete den ganzen Tag über nicht wirklich ordentlich … Mehrere hungerbedingte Versuche, etwas Essbares dauerhaft in den Bauch zu bekommen, gingen schief. Erst gegen Abend hatte sich der Organismus so weit stabilisiert, dass wieder Gemüsebrühe drin blieb. Erschöpft ging der Großteil der Familie zu Bett. Derweil habe ich mit dem größten Kind noch eine Quizsendung in der Glotze angeschaut. Kurz vor dem Finale konnte ich dann bewundern, wie breit sich ein Erdbeerknuspermüsli auf dem Boden verteilen kann.
Heute ist Sonntag, das große Kind ist außer Gefecht, und ich harre der Dinge, die da noch kommen mögen …
Aus dem Leben außerhalb dieses Blogs weiß ich, dass es so zwei, drei Leute gibt, die hier mitunter vorbeischauen und mitlesen.
Diesen im Besonderen, aber auch allen anderen Menschen möchte ich hiermit Frohe Weihnachten wünschen!
Möge euch der Weihnachtsmann mit einem sehr dickem Sack besuchen!
Und weil kaum was schöner ist, als einen Bescherungs-Treffer zu landen: mögen eure Geschenke richtig gut passen!
Und weil zu kaum einer Jahreszeit mehr verspeist wird: möge euch der Weihnachtsbraten (oder der Weihnachtstofu) wohl bekommen, ohne Magenprobleme zu verursachen!
Und weil es Winter ist und vielleicht doch noch mal kalt wird in Deutschland: möge euch immer warm sein, vor allem ums Herz!
Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir uns einen Kaminofen gegönnt, um das Wohnzimmer bei Bedarf fix aufzuheizen.
Gerne verfeuern wir Hartholzbriketts, weil die vergleichsweise wenig Asche und Arbeit machen. Das Problem von solchen Klötzen ist jedoch das Anzünden.
Und genau an dieser Stelle haben wir uns inzwischen auf die Scheiterhaufenmethode verlegt: Aus ein paar (typisch 4, 6 oder 8) Anzündhölzern wird ein Scheiterhaufen gelegt. In dessen Mitte kommt ein Anzünder aus Holzspänen und Wachs, oben drauf das Holzbrikett. Und ab geht die Luzzie …
Wobei sich in mir soeben die Frage nach der Etymologie des Begriffs Scheiterhaufen stellt. Heißt der so, weil er aus Scheiten aufgebaut wurde? Oder heißt der so, weil Ge-Scheiterte darauf verbrannt wurden? Hat das Wort “Scheitern” irgendwas mit Holz zu tun? Und wenn ja, warum?
Der Nikolaus hat den Kindern das Spiel “The Mind” gebracht. Nun sind wir dazu gekommen, mal zu spielen.
Ganz grob gesagt geht es bei dem Spiel um eine recht schlichte Sache: Karten mit Zahlen drauf müssen in aufsteigende Reihenfolge gebracht werden.
Die Idee allein reißt ja noch niemanden vom Hocker, aber “The Mind” kommt mit ein paar Besonderheiten: Grundsätzlich bilden alle Spieler zusammen ein einziges Team und sie dürfen nicht miteinander kommunizieren.
In der ersten Runde bekommt jeder eine Karte. Dann legt derjenige, der glaubt, die niedrigste Karte zu haben, seine Karte hin. Anschließend derjenige mit der zweitniedrigsten und zum Schluss die höchste Karte. Gelingt das, gilt das Level als gewonnen; im nächsten Level gibt es dann pro Nase eine Karte mehr. Wenn nicht, werden die 100 Karten nochmal neu gemischt und das Level wiederholt.
Der Gag dabei ist das “Nicht-kommunizieren”. Es legt derjenige eine Karte, der meint, er habe die nächste für den Stapel.
Prädikat: “The Mind” ist zurecht als Spiel des Jahres nominiert!