A09 hat der Arzt als Diagnose aufgeschrieben. Das ist der ICD-10-Code für eine „Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen und nicht näher bezeichneten Ursprungs“.
In die Praxis bin ich gegangen, nachdem ich schon zwei Tage zuvor immer mal wieder heftig Bauchweh hatte und am Donnerstag dann gar schmerzhalber von der Arbeit heim bin. Obwohl aktuell der Onkel Noro durch Hohenlohe zieht, glaube ich jedoch nicht, dass der mich beehrt hat, denn dessen nach außen deutlich sichtbare Symptome („vorne“ und „hinten“) hatte ich eben nicht. Nur Bauchweh wie Sau.
Die Behandlung bestand aus dreierlei Medikamenten. Ein Schmerzmittel in Tropfenform (mit leckerem Metamizol-Natrium), Selbstzahler-Tropfen für „böse Mägen“ für “vor den Mahlzeiten” (lach) und einen „selektiven Protonenpumpenhemmer“ in Tablettenform, der die Säureproduktion im Magen nach unten schrauben soll. (Das war köstliches isländisches Pantoprazol, Anm. d. Red.)
Und außerdem aus Tee. Viel Tee. Kamillentee.
Und aus Schonkost. Schonende Schonkost. Mit viel ohne Gewürz.
Und aus Vermeidung sämtlicher den Magen reizender Genussmittel. Unter anderem und insbesondere auch reine Fruchtsäfte, Limonaden, Alkohol und Koffein.
Und wegen des letzteren Therapiepunktes, meine Damen und Herren, ist ein Teil meines post-studentischen Weltbildes total erschreckt mit dem Rücken an die Wand gehüpft, hat die Augen weit aufgerissen und ist leise wimmernd in sich zusammengebrochen.
Denn ich vertrat bislang immer die These, dass Leben ohne Wasser unmöglich sei, denn man braucht ja Wasser, um Kaffee zu machen.
Und auf Kaffee habe ich nun schon seit Donnerstag verzichtet. Gestern früh habe ich mal wieder eine Tasse probiert, aber mein Bauch hat mich freudig-zwickend darauf aufmerksam gemacht, dass das (noch?) keine gute Idee sei.
Ich gebe also (aus schmerzlicher eigener Erfahrung) zu: es gibt Leben ohne Kaffee.
Vielleicht gibt es dann auch Leben ohne Wasser?!
Ich muss dringend mal bei der NASA vorsprechen …
Heute früh hab ich für die Kids Waffeln gebacken. Nach einem Rezept bei der führenden deutschsprachigen Rezepteseite mit dem Namen “Brigittes Knusperwaffeln”. Nicht schlecht, muss ich sagen … und natürlich nahezu kalorienfrei …
:-)
Nachmittags waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Marktlustenau.
Ich war da zum ersten Mal in meinem Leben, und der Arbeitskollege, der am Glühweinstand Schicht hatte, fragte mich beim Bestellen, ob ich “mit Schuss” wolle. Gut, so richtig ablehnen konnte ich da freilich nicht, und als er die Folgefrage gestellt hat, ob ich lieber Amaretto oder Rum wolle, war mir eigentlich schon klar, dass Amaretto und Glühwein nicht zusammen passen. Dass er aber nicht irgendeinen Rum sondern den guten Rum vom Stroh mit 80 Volt reingeleert hat, hat mich dann doch ein wenig aus der Bahn geworfen …
Meine Mutter hat mich neulich gefragt, ob ich jemandem die Winterreifen aufs Auto draufstecken könnte. Da habe ich natürlich nicht “nein” gesagt, denn das sollte ja kein größeres Problem darstellen.
Dachte ich.
Bis Freitag Abend.
Aber dann habe ich die Radabdeckungen des Polos abgenommen und das hier gesehen:
Ein Vielzahn. Na klasse!
Aber es musste eine Möglichkeit geben, denn in unserer Werkstatt wurden auch die Sommerreifen montiert. Den kompletten Werkstattfundus und das ganze Auto habe ich durchsucht, aber nicht den Hauch eines Hinweises gefunden. Nach mehreren Stunden habe ich aufgegeben und meiner Mutter gesagt, dass ich nirgends ein Werkzeug für die Vielzahnschraube gefunden habe. Sie möge doch den Eigentümer kontaktieren. Dieser wiederum versicherte, dass sich das Spezialwerkzeug im Auto befinden müsse, und zwar entweder beim Ersatzreifen oder im Handschuhfach.
Also habe ich mich mit diesen etwas präziseren Infos nochmals auf die Suche gemacht, keinen Ersatzreifen sondern nur ein Pannenset gefunden und letztlich das so genannte “Bordwerkzeug” als Hauptverdächtigen identifiziert:
Denn diese Mappe hat ein kleines Täschlein (im Bild oben links, mit ein paar “Lüftungslöchern”), und in diesem Täschlein befindet sich das Spezialwerkzeug, das man braucht, um dem Polo die Schlappen runterzureißen:
Hier liegt das Gerät links neben der Nuss, mit der man die anderen Schrauben raus kriegt. Quasi ein Adapter von Vielzahn auf 17mm-Nuss. Damit war dann der Rädertausch ein Klacks.
Ei guckt mal hier, für was so ein ND-Filter gut sein kann …
Der Fotograf hat (weil er den Supermond am Horizont verpasst hat) überlegt, wie er Mond und Skyline trotzdem in ein Bild bekommt. Je höher der Mond über den Horizont steigt, desto heller erscheint er, und desto unmöglicher wird es, beides zusammen in ein Foto zu bannen. Dann hat er sich daran erinnert, dass er, um den Mond ordentlich (mit sichtbaren Kratern) fotografieren zu können, die Blende um 10 Stufen gegenüber der korrekten Einstellung für die Skyline zudrehen muss. Und so ist er auf die Idee gekommen, seinen ND10-Filter einfach dorthin zu heben, wo der Mond ist …
Genial einfach - und super im Ergebnis!
Ich selbst habe keine Supermondfotos gemacht; mit meinem 200er Objektiv bockt’s das nicht wirklich.
Die Kurzanleitung zu Jura-Kaffee-Vollautomaten ist überaus hilfreich. Ich kann mir beispielsweise nie merken, wie das mit Filterwechsel und Reinigen funktioniert. Beim Einen muss man die Kiste erst abschalten und dann die Pflegetaste gedrückt halten, beim Anderen muss man die Maschine anlassen und die Pflegetaste gedrückt halten.
Heute nun hab ich es geschafft, mich mit ordentlich Anlauf selbst zu verarschen, und alles nur, … aber lest selbst!
Auf dem Display der Maschine stand groß und fordernd in schweizerischem Befehlsduktus “BEREIT” und “VERKALKT” im Wechsel. Ein kurzer Blick in die Kurzanleitung hätte mir ja direkt geholfen, aber die hatte ich grade nicht zur Hand. Also habe ich die die Suchmaschine der Wahl befragt. Mit den Stichworten “Jura F50 verkalkt”. Und auf einem der ersten PDF-Treffer draufgeklickt , bei dem “Kurzanleitung” mit dabei stand; der war auch noch von Jura selbst, also musste das ja passen.
Und darin stand geschrieben, dass man zum Entkalken bei eingeschalteter Maschine so lang auf die Pflegetaste drücken soll, bis sie einen auffordert, die Schale zu leeren und dann den Anweisungen zu folgen.
Ich habe also die Pflegetaste gedrückt gehalten, ohne, dass sich irgendwas getan hätte.
Ich habe die Maschine aus- und eingeschaltet und nochmal gedrückt, wie ein Weltmeister, nichts ist passiert.
Ich habe den Stecker der Maschine 5 Minuten raus und nochmal probiert.
Ich habe den Wasserbehälter geleert und nochmal probiert.
Ohne Erfolg.
Ich habe andere Google-Treffer konsultiert, die die gleiche Vorgehensweise empfahlen.
Nichts. Keine Chance.
Für des Rätsels Lösung muss man wissen, dass es von der F50 eine erste und eine zweite Modellreihe gibt. Beide heißen gleich, aber bei der zweiten Serie gab es ein paar … sagenwirmal … Verbesserungen. Die zeigt nun beispielsweise den Brüh-Fortschritt als Balken an. Und außerdem muss man sie zum Entkalken nicht zuerstmal ausschalten … wie unsere F50 aus der ersten Serie …
Grml …
Aber jetzt ist das Ding entkalkt!
TL;DR: Jura F50 erste Serie muss vor dem Entkalken ausgeschaltet werden!
Ich kann mich noch an terrestrisches Fernsehen erinnern. Der SDR (der Süddeutsche Rundfunk, Anm. d. Red.) hatte seinen Sender in Stuttgart und wir haben das Programm über eine Antenne im Dach mehr oder weniger direkt empfangen.
Dann kam irgendwann der Astra und das unbegrenzte Werbefernsehen. Wir haben uns zu irgendeiner Fußball-WM den Spaß erlaubt, uns das Bild per Satellit auf den Schirm zu holen, den Fernseher stumm zu schalten und als Tonspur die Live-Übertragung im Radio zuzuschalten. Das hatte gleich mehrere Vorteile, unter anderem den, dass wir schon mehrere Sekunden im Voraus wussten, wenn ein Tor fallen würde. Und dank des Radiotons hatten wir auch den deutlich motivierteren Kommentar.
Dann kam Astra-Digital. Schneefrei schauen! Aber die Übertragungszeit ist damit auch deutlich angestiegen, denn das Bild musste vor dem Versenden noch digitalisiert werden. Die gefühlte Zapp-Schwuppdizität sank ins Bodenlose, denn Umschalten dauerte statt ein paar Zehntelsekunden plötzlich deutlich merklich lang.
Moderne Receiver machen das dank schnellerer Elektronik natürlich deutlich besser, und man hat sich inzwischen auch so weit daran gewöhnt, dass zumindest ich nicht mehr viel über diese Verzögerung nachgedacht habe.
Bis neulich.
Denn wir haben uns nun auch so ein tolles neues DAB+-Radio zugelegt!
Wenn es ausgeschaltet ist, zeigt es eine nahezu Atomgenaue Uhrzeit an, weiß der Henker, woher. Wenn man es im DAB-Modus einschaltet, spielt es glasklares rauschfreies Radio. Und wenn man in der Nähe versehentlich ein analoges Radio anschaltet, kriegt man beinahe einen Koller, um wieviele Sekunden der DAB-Ton gegenüber dem FM-Ton versetzt ist. Mir ist das aufgefallen, als ich von den Kids rüber kam in unsere Küche und dasselbe Lied nochmal gehört habe.
Übrigens hat unser DAB+-Radio auch noch einen Analog-Modus, und das ist wirklich klasse, wenn man was nicht mitgekriegt hat. Galant ans Gerät gewandert, umgeschaltet auf FM und schon kann man sich die letzten paar Sekunden nochmal anhören …
Wahrscheinlich wird die Uhrzeit auf dem Dingens nur deshalb im Betrieb nicht angezeigt, damit man sich nicht wundert, warum der 12-Uhr-Gong erst um 10 Sekunden nach 12 Uhr kommt. Die Armbanduhr braucht man nach dem Ton nicht wirklich zu stellen.
Digitaler Rundfunk heißt für mich deshalb in erster Linie, dass ich zeitlich ziemlich weit weg bin vom “echten” Geschehen.
Mal sehen, wann ich mich auch an die DAB-Verzögerung gewöhnt habe …
Neulich Sonntag morgens (genauer: am Tag, bevor mein Vater starb) wollte partout keins der Kids zum Bäcker düsen. Also musste ich selbst Hand anlegen. Die Suchmaschine der Wahl brachte auch fix ein Rezept für “schnelle Sonntagsbrötchen” zutage. Flugs das Zeugs zusammengerührt, kurz gehen lassen, den Teig zerteilen und - ah, da war doch was! Genau! Frau Spätleses Essay zum ordnungsgemäßen Schleifen von Brötchen!
Also habe ich den Notfallteig ordentlich geschliffen, bevor die Rohlinge aufs Blech gewandert sind.
Das Ergebnis jedoch erinnerte dann doch irgendwie an … ja, gut, äh … an … nackte Titten …
Aber seht selbst:
Geschmacklich waren die Dinger übrigens durchaus in Ordnung.
Nachdem die Reinigung des Metallrohrs (in Opel-Deutsch “Ladeluftrohr”) nur wenig fahrdynamische Relevanz hatte, habe ich mich im nächsten Versuch durch eine mehrstündige Operation an das eigentliche AGR rangeschraubt. Oben im Bild (vor der Scheibe) sieht man die Drosselklappe, die normalerweise vorne am AGR angeflanscht ist (ja, mein Corsa C hat schon “Fly-by-wire”!). Auch das Ladeluftrohr liegt da. Das AGR ist hier noch eingebaut, unteres Bilddrittel, auf der rechten Seite, links vom Kühlwasser-Ausgleichsbehälter.
Nach dem Ausbau habe ich mit verschiedenen Schraubendrehern und Bürsten den Ruß aus dem AGR und auch aus der Drosselklappe rausgekratzt. Im folgenden Bild sieht man am AGR oben den Anschluss für die Abgaszuführung, an das große Loch unten kommt die Drosselklappe. Hinter dem Deckel dazwischen ist das eigentliche Ventil. Rechts auf dem Lumpen liegen etwa zwei Handvoll Ruß.
Nach gaaaaanz viel Kratzen und Bürsten und Putzen habe ich mich wieder an den Zusammenbau gemacht. Auf diesem Bild sieht man das AGR rechterhand und das besagte Ladeluftrohr oben quer.
Aufgeregt machte ich mich nach auf eine Probefahrt - und siehe da: jetzt zieht der Wagen auch unterhalb von 2000 1/min wieder!
Wenn ihr einen Opel mit Z17DTH-Motor habt und der anfängt, insbesondere im kalten Zustand beim Gas geben zu rußen, sich das Turboloch besonders tief anfühlt und außerdem unter 2000 1/min nicht mehr wirklich die Wurst vom Teller ziehen mag, dann liegt das höchstwahrscheinlich am AGR. AGR bedeutet ausgeschrieben „Abgas-Regelventil“ oder auch „Abgas-Rückführventil“. Es verbessert den Schadstoffgehalt des Abgases dadurch, dass Teile des Abgases nochmal durch den Motor geführt werden.
Das AGR sitzt beim Z17DTH rechts seitlich am Motor dran. Es ist über ein Metallrohr mit dem Ansaugkrümmer verbunden.
Wenn das AGR mit Ruß zugesetzt ist, dann regelt beziehungsweise rückführt da nicht mehr viel, was zu dem schon eingangs beschriebenen Mega-Turboloch führt. Als Abhilfe kann man das komplette Ventil tauschen lassen (was einiges mehr als 500€ kostet) oder man baut das Ventil aus und putzt es mal kräftig durch (siehe zum Beispiel hier auf Youtube).
Heute habe ich mich mal zur Orientierung meinen guten alten Corsa so weit zerlegt, dass ich zumindest schonmal das Metallrohr ausbauen konnte. Das Metallrohr liegt unterhalb der Luftleitung; ich hab das im folgenden Bild mal markiert.
Ich habe schon recht dicke Ablagerungen vorgefunden (etwa 5mm) und dachte mir, dass es doch was bringen könnte, wenn ich zumindest mal dieses Rohr ordentlich sauber mache.
Meine erste Lehre aus der Aktion ist, dass der Z17DTH im Corsa beschissen verbaut ist. Ich hab mir einige Schrammen an den Händen geholt.
Meine zweite Lehre ist, dass man zum Putzen des Rohrs besser keinen Bremsenreiniger nimmt. Denn das macht nur ekligen Dreck, den man nirgendswo mehr wegkriegt.
Besser war es auf jeden Fall, das Rohr wie einen Zweitakter-Auspuff zu behandeln. Ausbrennen hieß die Devise. Und dann mit einer Kaminfegerbürste hinterher.
Nun ist das Rohr innerlich wieder blitzsauber ohne Ablagerungen.
Und meine dritte Lehre aus der Aktion ist, dass es bei dem oben beschriebenen Motor-Verhalten rein gar nichts bringt, wenn man nur das Rohr putzt. Denn wenn das Ventil verkokt ist, dann geht durch das Rohr auch nix mehr durch.
Da muss ich also ans eigentliche AGR ran, mit Kühlwasser ablassen und so Sachen …
:-(