Dienstag, 4. Juli 2017

Kroatienbrocken Teil V

Nein, heute mal zur Abwechslung kein Trauma ;-)

Denn heute möchte ich euch erklären, dass Fotoschopp nicht die Lösung aller Probleme ist.
Ich habe zum Beispiel dieses Foto in der Bucht von Lovrecica aufgenommen:

20170615_lovrecica_bay_ohne_polfilter.jpg

Chic, oder?
Aber irgendwie auch … naja … gewöhnlich.
Dann ist mir eingefallen, dass ich in meiner Fototasche ja auch noch einen Polfilter habe. Das ist ein Filter zum vor’s Objektiv spaxen, der nur Licht aus bestimmten Schwingungsrichtungen durchlässt. Und was so ein Polfilter machen kann, das kriegt man mit Fotoschopp schlicht nicht hin.
Glaubt ihr nicht?
Dann schaut selbst. Das Foto von oben mit Polfilter sieht nämlich so aus:

20170615_lovrecica_bay_mit_polfilter.jpg

Ja, das Grün der Bäume könnte man auch durch Nachbearbeitung hinpimpen. Ja, die Wolken am Himmel kriegt man vielleicht auch aus einer Raw-Aufnahme heraus. Aber die Strukturen, die sich im oberen Foto unter den Reflexionen auf dem Wasser verstecken, die findet Fotoschopp nur mit extremem Aufwand oder gar nicht mehr.
Das hier sind wohlgemerkt schlichte Out-of-Camera-JPEGs, ohne Nachbearbeitung!

Drum merke: Auch im Zeitalter von Digitalkamera und Fotoschopp haben Filter ihre Daseinsberechtigung! Und es hilft, wenn man weiß, was man tut …

Sonntag, 21. Mai 2017

Was gelernt

Ich hab ja seit einiger Zeit ein OnePlus One als Handy. Einstmals fast noch als „Prügel“ verschrien, hat heute selbst der Kollege, der damals meinte, so ein Riesenteil käme ihm niemalsnienicht in die Tasche, ein Gerät ähnlichen Ausmaßes.
Ich vermisse auch heute noch nichts großartiges. Die Kamera an dem Gerät ist nach wie vor gut, der Prozessor ist schnell genug, um zum Beispiel PhotoSpheres in annehmbarer Zeit zu berechnen, 64GB Speicher und FullHD Quer (1080×1920) auf dem Display sind auch heute noch chic.
Das Einzige, was mir in letzter Zeit missfiel, ist, dass es keine Sicherheits-Updates mehr gab. Von OnePlus gäbe es zwar mit OxygenOS eine nach wie vor weiter gepflegte Android-Geschmacksrichtung, aber die Firma hinter meinem original installierten OS, Cyanogen Inc., ist den Weg sehr vieler Startups gegangen; auch die wohl berühmteste Alternativ-Firmware CyanogenMod gibt es nicht mehr.
Mit LineageOS (sprich: Linni-itsch-Ou-Es) gibt es jedoch einen würdigen Nachfolger. Und den hab ich mir gestern aufs Gerät getüdelt. Im Prinzip hat alles funktioniert wie in der Anleitung beschrieben, aber über ein paar Dinge bin ich dann doch kräftig gestolpert:

  • TWRP ging bei mir erst, nachdem ich die Option „Update Recovery“ im Entwicklermenü abgeschaltet hatte
  • Mit TWRP 3.1.1-0 (die seit 19. Mai aktuelle Version) bekam ich kein Lineage-Zip geflasht. Damit hagelte es reproduzierbar nur Fehler „E3003 Can’t install this package over newer build“
  • die OpenGApps bekam ich aus irgendwelchen Gründen nur in der Nano-Variante aufs Gerät, bei größeren Paketen gab es auch irgendein Speicherplatzproblem
  • Whatsapp und Threema Backuppen und Wiederherstellen ist nicht trivial und bedarf einiger FAQ-Studien und Vorbereitung. Bei Threema gibt’s ja wenigstens entsprechende Menüpunkte.
20170520_lineageinstallation.jpg

Aber immerhin hab ich jetzt ein aktuelles Android 7.1.2 statt 6-Punkt-Irgendwas auf dem Handy!

Edit: Foto von der Fehlermeldung hinzugefügt. Nach etwas Überlegen könnte der Fehler möglicherweise dadurch verursacht worden sein, dass TWRP am 19.5. aktualisiert wurde, aber mein Nightly vom 15.5. war.

Freitag, 19. Mai 2017

Storchn

Neulich saß ein paar Tage lang immer ein Storch auf den Flutlichtern vom Sportplatz:

20170423_storchn.jpg

Letzte Woche hab ich ihn aber nicht mehr gesehen. Hat wohl den Schnabel voll von Kreßberg …
:-)

Samstag, 13. Mai 2017

Elektro-Immobilie

Neulich war an meinem Corsa morgens einfach so die Batterie leer. “Klack” hat der Anlasser noch gemacht, aber sonst war nicht mehr viel. Also hab ich Schwiegermutters Auto ausgeliehen und damit die Kids in die Schule befördert (und mich selbst in die Arbeit). Die Batterie hatte schon ein paar Jahre runter, und wegen meines anderen Motorproblems musste ich viel Anlasser-Orgeln. Insofern hat mich das jetzt nicht wirklich gewundert, dass diese hier nicht mehr so will.
Beim Einbau der neuen Batterie musste ich mal wieder laut werden, weil an dem Wagen einfach so viel ungeschickt verbaut ist. Zum Batterietausch braucht man nämlich neben dem 10er Schlüssel (für die Kontaktschuhe) und der 13er Nuss (für den Batteriehalter) auch noch einen T25 Torx für die Schrauben, die das Kunststoffteil zwischen Frontscheibe und Motorhaube halten. Weil das muss auch weg, sonst kriegt man die Batterie nicht raus.
Nach dem Tausch ging das Auto auch wieder ohne Mucken an.
Aber: Batteriekontrollleuchte.
Vermutlich die Lichtmaschine.
Gut, sowas sollte es ja beim FOH zu Kaufen geben, dachte ich mir, und ich bin ja kein Volldepp, was den Umgang mit Werkzeug angeht. Stellt sich heraus, dass das Originalersatzteil nach schlanken 680€ auf dem Zahlteller verlangt. Da musste ich erstmal fest schlucken und hab den Lageristen (der das Ding eh bestellen hätte müssen) um Bedenkzeit gebeten.
Eine Recherche im Netz ergab, dass es Chinaware bereits ab etwa 150€ und Markengeräte ab 350€ gibt und dass an meiner Lichtmaschine aus irgendwelchen Gründen auch noch eine Vakuumpumpe dran hängt und dass es zweierlei verschiedene Lichtmaschinen für den Corsa 1.7 CDTI gibt (eine mit 100A und eine mit 110A) und dass die Keilrippenriemenscheibe einen Freilauf haben muss. Und dass meist “nur die Kohlen runter sind”.
Also hab ich mich aufgemacht, den Übeltäter zu suchen und gegebenenfalls zu zerlegen, um nur diese Kohlen zu ersetzen.

Gleich vorab: Ich hab zwar nach einigem Suchen die Lichtmaschine gefunden, aber es nicht geschafft, auch nur eine einzige Befestigungsschraube zu lösen. Den Job habe ich schlussendlich jemandem gegeben, der das kann…

Aber ich habe die Cenopilaphobie kennengelernt.
Die Angst vor leerer Batterie.

Der Akku in meinem Corsa ist mit 70 Ah für einen Kleinwagen relativ üppig. Eine solche Kapazität bedeutet, dass die Batterie in der Lage ist, 70 Stunden lang 1 Ampère Strom zu liefern. Das hört sich jetzt erstmal lang an, aber ein Ampère ist im Auto vergleichsweise wenig. Zum Beispiel haben meine beiden Standlichtbirnchen in den Scheinwerfern je 5 Watt, zusammen also 10 Watt. Bei den im Auto üblichen 12 Volt sind das 0,83A. Die beiden düsteren Dinger allein würden also meine (volle) Batterie in dreieinhalb Tagen leersaugen. Meine “echten” Scheinwerfer sind mit H3-Lampen à jeweils 55W ausgestattet. Die saugen demnach zusammen etwas über 9 Ampère und somit wäre die Batterie in etwas über 7 Stunden leer. Und dabei habe ich die Rücklichter noch gar nicht berücksichtigt.
Nun hat man im modernen Auto aber nicht nur die Beleuchtung als Verbraucher sondern auch noch vielen anderen Schnick und Schnack. Sitzheizung. Scheibenwischer. Beheizte Heckscheibe. Gebläse. Radio. Fensterheber. Und natürlich auch die Motorelektronik mit Sensoren und Einspritzventilen.
Der Super-GAU für die Batterie ist ein dunkler kalter regnerischer Morgen mit beschlagenen Scheiben. Und an genau so einem Morgen konnte ich im wahrsten Wortsinne “erfahren”, wie sich eine am unteren Kapazitätslimit befindliche Batterie auf den Fahrbetrieb auswirkt. Nach problemlosem Vorglühen und Starten (dabei fließen übrigens kurzzeitig mehrere hundert Ampère) habe ich das Licht, den Scheibenwischer, die Heckscheibenheizung und das Gebläse eingeschaltet. Nach einer kurzen Strecke wurden die Wischer merklich langsamer. Die Armaturenbeleuchtung wurde dunkler. Die “Bring-mich-Werkstatt”-Lampe ging an. Die ABS-Kontrollleuchte ging an. Die Airbag-Kontrollleuchte ebenso. Die elektro-unterstützte Servolenkung fiel aus. Die Zeiger von Drehzahlmesser und Tachometer blieben stehen (siehe Foto, das hab ich im Stand gemacht).

neunzig.jpg

Meine ursprüngliche Idee, dass ich mit einer neuen, vollen Batterie auch ein paar Tage ohne Lichtmaschine zurecht kommen könnte, hat sich vollständig in Luft aufgelöst. Ich habe es noch geschafft, sicher zu parken, auch der Motor lief noch. Die Steuerelektronik kommt also offenbar mit niedrigeren Spannungen zurecht als der Rest des Autos.

Nun weiß ich: für Autos mit Verbrennungsmotor gilt fast noch mehr als für Elektroautos: Ohne Strom kein Fahr.

Meldewunder

Wenn man umzieht - auch innerhalb der Gemeinde - muss man sich im Rathaus ummelden. Seine neue Adresse hinterlassen. Dann kriegt man wichtige Schreiben der Gemeinde oder so Sachen wie Wahlbenachrichtigungen auch direkt an die neue Adresse.
Alles andere muss man manuell und einzeln selbst ummelden. Selbst Gemeindeorgane wie die Feuerwehr erhalten keine Benachrichtigung.
Aber muss man wirklich alles selbst ummelden?
Nein!
Der Verein zum Eintreiben der Fernsehsteuer (vulgo Ge Eh Zett) weiß die neue Adresse automatisch … und ich wette, auch die Schufa …

Da weiß man, was wichtig ist im Leben …

Samstag, 29. April 2017

So weit ist es schon

Wir sind munter am Wettrüsten gegen den Öffnungsreflex des jüngsten Sprosses:

tuersicherung.jpg

Sonntag, 26. März 2017

Geht nicht

Bevor sich da jemand anderes auch die Zähne dran ausbeißt: Es funktioniert nicht ohne weiteres, von einer Sony Handycam DCR-HC17E Videos auf einen aktuelleren Mac zu überspielen.

Die Kamera hat zwar einen Mini-USB-Anschluss (Mini, nicht Mikro! Und ich musste eine ganze Weile in meinem Fundus kruschteln, bis so ein Kabel aufgetaucht ist), aber den Video-Stream aus der Kamera kriegt man offenbar nur unter dem Betriebssystem aus Redmond eingefangen.
Hingegen funktioniert die Übertragung per FireEire (also known as IEEE1394, i.LINK) problemlos, selbst ohne iMovie kann man einfach mit dem Quicktime-Player aufnehmen. Das ist aber genau die Schnittstelle, die aktuelleren Macs fehlt und per teurem Adapter nachgerüstet werden will …

Die Lösung meines konkreten Problems bestand darin, mein gutes altes 2006er Macbook samt dem 4pol. (Kamera) auf 6pol. FireWire-400-Kabel wieder auszugraben.

Allerdings ist die PAL-Auflösung von damals™ heutzutage nur noch als „unterirdisch“ zu bezeichnen. Selbst billigste Sub-Hekto-Euro-Actionkameras machen das deutlich besser. Immerhin habe ich die Videos nun verlustfrei (Anm. d. Red: lach) dank Mini-DV …

Freitag, 17. März 2017

Uralte Weisheit

Also sprach die Oma (und sie hat das von ihrer Mutter, und diese wiederum von ihrer Mutter, denn diese Weisheit wird seit Äonen innerhalb der Familie weitergereicht):

“Beton ist ein Stoff, der nicht hart wird, bevor nicht eine Katze oder ein Kind darin Spuren hinterlassen hat”

20170309_betontatzenspuren.jpg

Sonntag, 12. März 2017

Wussten Sie schon …

20170312_honigtube.jpg

… dass man mit solchen Honigdosierflaschen “kurz vor leer” äußerst unanständige Geräusche produzieren kann?

Samstag, 11. März 2017

Der passt auch

Wenn ihr (wie ich auch) das Problem habt, dass am Absima ASB1 eures Nachwuchses der Motor durchgebrannt ist, dann wollt ihr sicherlich (wie ich auch), dass das Ding irgendwann mal wieder fährt. Also schaut ihr euch (wie ich auch) um, wo man ein Ersatzteil herbekommt.

20170311_asb1_baustelle.jpg

Um die Diagnose zu stellen, könnt ihr (wie ich auch) erstmal hergehen und den Motor vom Regler abklemmen und dafür ein Voltmeter andocken. Wenn man dann (wie ich auch) mit der Fernbedienung Gas gibt, sollte aus dem Regler nahezu Batteriespannung kommen. Dann ist der Regler in Ordnung und es braucht einen Ersatz für den Motor.
Absima hat ja tatsächlich einen eigenen Online-Shop, aber der wird augenscheinlich hauptsächlich mit Komplettgeräten und nicht mit Einzelteilen beliefert. Da hilft euch (wie mir auch) die beste Explosionszeichnung mit Teilenummern nix, wenn das Zeugs nicht lieferbar ist. Vermutlich findet ihr (wie ich auch) dann irgendwelche Online-Shops, die sich damit brüsten, so ein Ersatzteil liefern zu können. (der Motor der günstigeren Brushed-Variante des ASB1 hat übrigens die Absima-Nummer 1230056)
Es kann euch dann aber passieren (wie mir auch), dass der Shop der Wahl aufgibt und eingesteht, dass das Ding aktuell nicht zu haben ist.

Für all diejenigen Menschen, denen es genauso geht, habe ich ein paar Tipps, denn ich habe recherchiert (für euch auch) und mein bis dato nicht vorhandenes Modellbauwissen zumindest in Teilen aufgepimpt:

  • der Regler des Absima ASB1 (brushed) braucht Motoren mit min. „12 Turns“. Der Originalmotor hat „15 Turns“. Was immer das heißen mag.
  • der Originalmotor ist ein „550er“, was in erster Linie bedeutet, dass das Ding ziemlich genau 55mm lang ist.
  • das Stichmaß zwischen den stirnseitigen Befestigungsschrauben ist ziemlich genau 25mm.
  • in den ASB1 passen auch „540er“ Motoren

Mit diesen Infos findet man (ihr vielleicht auch) im Netz zum Beispiel einen Motor mit dem illustren Namen „Horizon Hobby Dynamite DYNS1215“.

20170311_horizon_ersatzmotor.jpg

Und was soll ich sagen: der passt und tut!
(Ich habe allerdings beim Einbauen das im Foto sichtbare Blech mit dem Aufkleber durch den Kühlkörper der Originalausgabe ersetzt).

Nun lauft die Karre wieder, hoffentlich auch bald bei euch!

20170311_asb1_fertig.jpg

Übrigens hat ihn (den ASB1) der Junior kurz darauf anderweitig madig gefahren …

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