Sonntag, 22. April 2012

Aufräumen versus TÜV

Vor einiger Zeit habe ich mal was gelesen oder gehört von einem, der mit dem Auto beim TÜV war, ohne Mängel bestanden hat, das Gelände verlassen hat und dann wegen versagender Bremsen einen Unfall baute.
(Sorry, finde grad keinen Link dazu).
Natürlich hat er den TÜV dann verklagt, mit der Begründung, dass es ja nicht sein kann, dass innerhalb von ein paar Minuten eine zuvor mängelfreie Bremse nicht mehr tut.
So wie ich mich erinnere, hat der TÜV in dem Verfahren Recht bekommen, mit der Argumentation, dass der Stempel für das gilt, was auf dem Gelände des TÜVs noch Sache war. Für alles weitere könne man kein Gewähr übernehmen.

Auf irgendeine seltsame Art ist das Aufräumen der Wohnung bei gleichzeitiger Anwesenheit von Kindern im Haushalt genauso geartet. Eine Sache X gilt nur für den Moment des Aufräumens als “aufgeräumt”; schon zwei Minuten später kann es schon wieder aussehen, als wäre eine Pressluftbombe oder sowas hochgegangen.

Dienstag, 10. April 2012

Circus Serano in Waldtann

Gestern hat der Circus Serano die erste und einzige Vorstellung in Waldtann gegeben.

Der Circus Serano ist ein kleiner aber feiner Familienzirkus, der von Ort zu Ort zieht.

Natürlich können die Seranos nicht mit einem Zirkus Krone konkurrieren - das haben sie aber auch gar nicht nötig. Zudem würden Elefanten auch gar nicht wirklich in die Manege passen. Okay, vielleicht kriegt man einen kleinen Elefanten vorwärts rein ins Zelt, aber Platz zum Umdrehen ist nicht wirklich. Links sieht man das Tierzelt, das Hauptzelt ist das auf der rechten Seite.

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Freilich war die Vorstellung hauptsächlich was für die Kinder, was man unserem Juniorchef auch wunderbar angesehen hat.

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Sehr viele Tiere gab es zumindest in Waldtann nicht zu sehen; zwei Ponys, ein Lama und ein Kaninchen. Das ist auf der einen Seite schade, aber andererseits finde ich das toll, denn die meisten Tiere - wie zum Beispiel die Großkatzen - gehören meines Erachtens nicht in einen Zirkus.

Neben einigen artistischen Einlagen wie dem Balancieren auf Rohr und Brett bei gleichzeitigem Jonglieren von Bällen, dem Schwingen von vielen vielen Hula-Hoop-Reifen, Lassokunststücken und Messerwerfen hat vor allem der Chef selber in seiner Rolle als Clown sehr viel gute Laune verbreitet.

Vor der Vorstellung hatten wir uns noch gefragt, ob das Zelt wohl beheizt ist - das hat auch wieder der Chef zum Schluss hin selbst beantwortet, indem er sich seine tägliche thermische Epilation verpasste:

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bevor er die Heizölreste vom Winter aufgebraucht hat:

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Wenn die Seranos mal wieder nach Waldtann kommen, gehen wir auf jeden Fall wieder hin, denn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt!

Im Internet gibt es nicht viel über den Circus Serano, aber ein Interview mit dem Chef habe ich doch gefunden.

Montag, 2. April 2012

Lesenswerte Mamakolumne

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Unsere Tageszeitung, das Hohenloher Tagblatt, bietet nicht wirklich oft Artikel, die mich so richtig vom Hocker hauen. Andererseits hat sie (bis auf ein paar offensichtliche Aussetzer) auch keine allzugroßen Macken. Oder, auf gut hohenlohe-fränkisch gesagt, ist “nicht geschumpfen genug gelobt”.

Eine normale Tageszeitung, halt.

Neulich bin ich aber über eine Kolumne gestolpert, die mal wirklich lesenswert ist, und zwar ist das “Thieles Wahnsichten”. Hier erzählt eine wortgewandte Mama von dreien jeden Freitag über ihren Alltag und spricht Dinge aus, die sich unsereins oftmals nur denkt …

;-)

Prädikat: Unbedingt lesenswert!

Sonntag, 1. April 2012

Planierraupe

Nachdem der Unbestechliche™ heute morgen noch fast minus (!) 10 Grad angezeigt hat, ist es doch noch nahezu wolkenlos und wunderschön geworden.
Da haben wir die Gelegenheit genutzt und die Planierraupe besucht, die die bisherige Pferdekoppel am östlichen Ortsausgang von Waldtann (siehe Ortsschild rechts im Bild) in Bälde topographisch abwandeln wird, um den Bau des zukünftigen Feuerwehrmagazins der genauso zukünftigen Abteilung “Süd” tiefbautechnisch vorzubereiten.

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Übrigens hat sich auf dem Bild auch ein kleiner großer Fan von großen Maschinen versteckt.

Sonntag, 25. März 2012

Meinungsdifferenzen

Heute auf der Autofahrt meinten die Kids, sie müssten mal was singen. Natürlich wollte jedes partout was anderes intonieren. Deshalb hat Mama irgendwann zwischenreingeplatzt und gesagt: “Könnt ihr euch bitte mal auf ein Lied einigen?”

Paulas Kommentar dazu: “Aber Mama, ich kann mich nicht einigen!”

;-)

Samstag, 17. März 2012

Wenn der Papa leer ausgeht

Heute haben wir zum Abendessen mal abwechslungshalber Fingerfood präsentiert: Fischstäbchen und Pommes.

Unsere Große hat sich arg auf die Stäbchen gefreut, allerdings wollte sie keine gebackenen Kartoffelschnitze dazu (um die haben sich die beiden Kleinen gekümmert, Anm. d. Red.). Sie brauchte unbedingt eine Unterlage in Form von zunächst einem halben Brötchen und dann einer Scheibe Toast dazu.
Nachdem sie gegen Ende des gemeinsamen Abendessens ein Daumengroßes Stück Toast-mit-Stäbchen mit den Worten “Ich kann nicht mehr” abgegeben hat, habe ich mich - als ordentliches Schwein der Familie - schonmal seelisch-moralisch und schließlich praktisch durch Leeren der Mediterranen Creme darauf vorbereitet, besagtes Stück sowie das letzte, einsam zurückgebliebene Fischstäbchen zu vernichten (schließlich werfen wir Deutschen ja viel zu viel Lebensmittel weg, nüschwoar?!).

Ich kaue also gerade sorgsam das Überbleibsel und die Frau Tochter schaut mir zu, wie ich die Dose mit der Creme auskratze und auf einem Tellerchen drapiere. Und just in dem Moment, als die Dose leer ist, fällt der Frau Tochter ein, dass sie vielleicht doch noch ein Fischstäbchen schafft …

Da sitzt man dann da mit einem geleerten Becher Creme und einem Tellerchen mit einem Häufchen besagter Creme drauf und hat sich mit dem Schwein-Sein schon abgefunden - und die Tochter versaut einem doch noch den Schnitt und man sitzt wie der sprichwörtliche Depp da und muss etwas suchen, das man in die Creme tunken kann …

;-)

Betriebsunfall

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Na, wer weiß, worum es geht?!?

(Aus der beliebten Reihe “Auf Mamas Telefon gefunden”)

Sonntag, 11. März 2012

Liebe ist

das miese Grinsen des Juniors, zum Beispiel wenn er Sonntag morgens feststellt, dass der Papa in der Badewanne sitzt und sich dann zuerst ganz unschüchtern und betont unauffällig der Wanne nähert, um zunächst per Blick zu überprüfen, ob Schaum auf dem Wasser schwimmt, bevor er dann ganz in Drogenfahnder-in-Erfolgsaussichtsmanier mit besagtem Grinsen im Gesicht die Ärmel hochstülpt bis zu den Schultern …

Montag, 5. März 2012

Glück gehabt!

Nämlich ihr, liebe Besucher, dass es noch kein Geruchsinternet gibt.
Sonst hätte ich euch mal einen Satz Bergkäsefinger von meiner Großen gebloggt…

;-)

…und sie gingen nach Giengen…

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Vergangen Sonntag waren wir im Steiff-Museum in Giengen.
Dieses Museum schimpft sich auch “Erlebniswelt”, und genau das ist es auch — sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Ich muss allerdings gleich vorweg schicken, dass Erwachsene öfters mal tränige Augen haben dürften, ob der Erinnerungen und der rührig erzählten Geschichte von Margarete Steiff.

Das Museumsgebäude macht von außen vor allem wegen der doch etwas futuristischen Architektur einen sehr kompakten Eindruck. Die wahre Größe erfährt man erst, wenn man sich dem Eingang nähert.


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Wenn man das Gebäude betritt, kann man entweder den obligatorischen Shop entern oder an der Kasse den Eintritt für’s Museum begleichen. Museumsbesucher werden immer in kleinen Gruppen gesammelt und eingelassen. Dann werden sie in einer multimedialen Show zunächst mit Margarete Steiff (beziehungsweise ihrem Geist) bekannt gemacht. Nun geht die Erlebnisreise durch eine Tür weiter in die alte Steiff-Werkstatt, wo einem ein Teddy mit der Typbezeichnung 55 PB viele weitere Details über die Firma Steiff erzählt. Erst dann realisiert man, dass man einen Aufzug betreten hat, denn es geht weiter über zwei Stockwerke nach oben zu dem Teddy Knopf und seiner Freundin Frieda, die in einem Bett in einer Wolke stecken. Die Besucher begleiten die beiden anschließend durch verschiedene multimedial gestaltete Themenwelten auf der Suche nach den sagenhaften verschollenen 3000 Teddybären.

Meines Erachtens sind die kleinen Gruppen gleichzeitig ein sehr großes Plus aber auch ein Minus für die Steiff-Erlebniswelt. Ein Plus, weil man dadurch nicht den Eindruck hat, dass man nur einer von vielen Besuchern ist. Die Kinder bekommen auf jeden Fall einen Platz “vorne dran”. Man versteht die Vorträge sehr gut, weil alle gebannt lauschen. Das Minus dabei ist, dass die Erlebnisreise pro Besuch nur einmal stattfinden kann.

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Im Anschluss an die Reise können sich die Besucher an vielen zum Teil riesigen Steifftieren auslassen. Wie groß die wirklich sind, zeigt vielleicht das nebenstehende Bild mit Kind und Elefant…

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Die Margarete Steiff ist übrigens eher durch einen Zufall zum Schneidern von Kinderspielzeug gekommen. Sie wurde als Kleinkind sehr krank; später wurde Kinderlähmung bei ihr diagnostiziert. Deshalb saß sie ihr Leben lang im Rollstuhl. Das Nähen lernte sie, weil das eine Tätigkeit ist, die man im Sitzen ausüben kann, und sie lernte wegen ihres Handicaps, die Nähmaschine “von hinten” zu bedienen. Eines Tages kam ihr eine Zeitschrift in die Finger, in der das Schnittmuster für einen kleinen Stoffelefanten drin war. Sie schneiderte sich einen und benutzte ihn als Nadelkissen. Das war die Geburtsstunde der der Steiff’schen Stofftierproduktion.



Die Geschichte mit den 3000 Teddybären lief übrigens angeblich so: auf einer Spielwarenmesse hat ein Einkäufer aus den Vereinigten Staaten kurz vor Messeschluss 3000 55-PB-Teddys bestellt. Die wurden zwar angefertigt, aber haben nie ihr Ziel USA erreicht. Dem Vernehmen nach weiß niemand, wo und unter welchen Umständen diese 3000 Teddys abhanden kamen.

Auch werden wir wohl nie erfahren, welche der beiden Varianten, wie der Teddy seinen Namen erhielt, wahr ist — als Lokalpatriot und Tierfreund bevorzuge ich selbstverständlich diejenige mit deutscher Beteiligung.

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