Gestern Abend sind wir durch Crailsheim gefahren und haben ein paar Jungs gesehen, die mit Laufrädern für das am Volksfest nächste Woche stattfindende Rennen trainierten.
Ich habe spontan gesagt: “Guck mal, da trainieren zwei mit ihren Draisinen!”
Das klang - so ausgesprochen - irgendwie seltsam. Denn uns kam in den Sinn, dass Draisinen doch eigentlich die handbetriebenen Dinger auf Eisenbahnschienen sein müssten.
Des Rätsels Lösung ist: Der Herr Drais war seiner Zeit ziemlich umtriebig und hat sowohl das Laufrad als auch die Muskelkraftbahn erfunden…
und beide heißen “Draisine”…
Der Herr Junior hat seine Finger eigentlich überall, wo sie nicht sein sollten. Zusammen mit seiner ausgeprägten Bildungsresistenz und seiner Merkbefreiung gibt das mitunter Situationen, in denen den Eltern so mancher Kraftausdruck herausrutscht…
Wie neulich, als der gnä’ Herr mal wieder für seine Verhältnisse einfach zu ruhig war. Wir haben ihn dann dabei erwischt, wie er die Hand gerade aus dem Batteriecontainer (!) herausgezogen hat.
Dabei haben wir ihm in diesem konkreten Fall dann doch unrecht getan, denn er hat sich nur darum gekümmert, dass nichts Nicht-Batterie-iges drin war, und er hat ’s Pferdle rausgezogen!
Was sind das für Menschen, die solche Legenden meiner Jugend auf diesem Wege entsorgen?!?
…vom Wörrstädter Markt 2011 sah am Samstag Abend etwa so aus:
(Klick macht das Bild 2000 Pixel breit; das Original hatte 11000 Pixel… dank dem wunderbaren Hugin)
In Rheinhessen gibt es die Unsitte, Cola und Weißwein zu gleichen Teilen zu mischen und als “Schoppen” oder “Cola weiß” an die Kundschaft zu verklappen. Von der Trinkbarkeit eines solchen Getränks konnte ich mir (eingedenk der Brechhilfe “Korea”, die sich ja ähnlich zusammensetzt, jedoch mit Rotwein) zunächst keine rechte Vorstellung machen. Deshalb musste ich eine Vielzahl an Stichproben nehmen und bin der Meinung: “Doch, das geht!”.
Allerdings war mein Kopf am Sonntag dann der Meinung, dass Cola irgendwie schlecht gewesen sein muss…
Letztes Wochenende waren wir anlässlich einer Feier in Leukershausen im Backhaus zum Blootz essen und haben dort auch mal wieder 5 Liter sortenreinen Kreßberger Apfelsaft mitgenommen (ich glaube, es war ein Jakob Fischer, auf jeden Fall sehr lecker).
Wir hatten vor einer Weile schonmal ein paar Kartons mit Gewürzluike und Brettacher; die jedoch ziemlich unansehnlich waren. Im Prinzip aber auch wurscht, was draufsteht, denn es kommt auf den Inhalt an, und der passt wie gesagt sehr gut. Neulich war sogar was zur Kreßberger Apfelsaftinitiative im Hohenloher Tagblatt.
Nun, inzwischen sind die Kartons marketinggerecht bedruckt, und es steht auch eine URL drauf:
Da konnte ich freilich nicht widerstehen und musste direkt surfen gehen. Und jetzt weiß ich endlich, dass ich in einer Kulturlandschaft wohne, “in der noch Mensch und Natur im Einklang sind” …
Dazu passend hat die offizielle Kreßberger Homepage schon geraume Zeit “Leben wo andere Urlaub machen” im umlaufenden Banner, gegebenenfalls kurz warten.
Unbestätigten Gerüchten zufolge steht für das diesjährige Crailsheimer Volksfest immer noch kein Festredner für den politischen Donnerstagabend fest.
Der Gerüchteküche nach wurde angeblich Angela Merkel gefragt.
Die wiederum habe aber nachgedacht:
Zu Guttenberg: war in Crailsheim, wurde abgesägt.
Mappus: war in Crailsheim, auch abgesägt.
Dann vielleicht lieber doch nicht?!
Egal ob und was an der Geschichte dran ist: gut ist sie allemal… :-)
Neulich habe ich meine Technology Review aufgemacht und habe ein bisschen darin rumgeblättert. Da fiel mir eine Anzeige einer Firma auf, die eine Datenanalysesoftware vertreibt. Und die gerade Deutschlandweit Schulungen anbietet. Und diesen Sachverhalt offensichtlich mit einer Karte illustrieren wollte.
Aber irgendwas kam mir an dieser Karte seltsam vor. Nach ein wenig Nachdenken kam ich zu dem Schluss, das ich Berlin bisher weiter nördlich wähnte und dass mich als Württemberger vor allem die Lage von Stuttgart störte. Denn das gehört definitiv nicht in diese Ecke Deutschlands.
Eine korrekte Karte von Deutschland sieht nämlich wie die linkerhand aus. Und wenn man die beiden Karten einfach mal separat voneinander anschaut, fällt sofort die eine oder andere Diskrepanz auf.
Wirklich gut sieht man die tatsächlich hundertprozentige(!) Nicht-Trefferquote aber erst, wenn man die beiden Bilder halbwegs passgenau übereinander legt:
Hamburg liegt jetzt in der Lüneburger Heide
Berlin wurde 150 Kilometer in den Süden nach Bitterfeld zwischen Dessau und Leipzig verlegt und liegt somit endlich auf einem ähnlichen Breitengrad wie Köln
Wobei Köln auch seinen Anteil daran hat, denn das liegt jetzt 100km nördlich bei Dortmund
Stuttgart haben die kurzerhand auch etwa 100km in den Norden nach Heidelberg verlegt. Immerhin ist es nach wie vor am Neckar…
und München fühlt sich irgendwie zu Österreich hingezogen und ist ein Stück in Richtung Innsbruck verrutscht
Und so macht man Werbung für Datenanalyse!?!
Vielleicht hat die Firma ihren Namen zu Recht, denn den könnte man auch mit “Nullpunkt” übersetzen…
…über die Kamera in meinem Galaxy 3… Dabei können auch Nokia-Handys beschissene Bilder machen (und per MMS versenden):
Vor allem das Motiv ist unter aller Kanone und wird den EINEN oder anderen Hobbit uups Hinterwäldler uups Auenwälder unter den Vespertisch werfen. Sorry an dieser Stelle für den nicht öffentlich erklärbaren Insiderwitz.
Zugegeben, so ganz ohne Foto-LED und Blitz hätte mein Galaxy in derselben Situation grad mal gar nix gemacht, aber wenn Licht da ist, wie zum Beispiel heute früh um halb sieben, dann kann man doch relativ annehmbares auf die Speicherkarte bannen (und das hier ist auch noch ungefähr 1:4 runterskaliert UND wird trotzdem größer, wenn man draufklickt):